Bayer will Schering übernehmen und bietet den Aktionären 86 Euro pro Aktie

Von: Bayer AG  08.04.2006
Keywords: Arzneimittel

Bayer wird den Aktionären der Schering AG ein öffentliches Kauf-Angebot unterbreiten. Bayer will für jede Schering-Aktie bzw. ADS (American Depositary Share) 86 Euro in bar anbieten. Das entspricht einem Transaktionswert in Höhe von 16,3 Milliarden Euro. Das Angebot liegt damit um 39 Prozent über dem Kurs der Schering-Aktie vor Bekanntwerden des feindlichen Übernahme-Angebotes der Merck KGaA und um zwölf Prozent über dem konkurrierenden Angebot. Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat dem Vorgehen zugestimmt. Der Vorstand der Schering AG unterstützt das Vorhaben von Bayer und hat seine Absicht erklärt, das geplante Übernahmeangebot zu befürworten und den Aktionären der Schering AG die Annahme des Angebotes zu empfehlen.

'Die Übernahme von Schering passt ausgezeichnet in unsere strategische Zielrichtung, das Gesundheitsgeschäft vor allem im Bereich der Pharma-Spezialprodukte weiter zu stärken und damit unseren Teilkonzern Bayer HealthCare als Hauptwachstumsmotor des Konzerns substanziell auszubauen', erläuterte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning. 'Wir sind davon überzeugt, mit der Kombination beider Unternehmen ein Health-Care-Schwergewicht von internationalem Rang zu schaffen und seine Marktstellung aufgrund des innovativen Produktportfolios und einer gut gefüllten Pipeline weiter zu stärken. Wir halten den Zusammenschluss für einen richtigen, Wert schaffenden und überzeugenden Schritt, von dem unsere Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und Patienten profitieren werden. Außerdem ist dieser Zusammenschluss die beste Lösung, um dem Pharma-Standort Deutschland wieder mehr Geltung zu verschaffen.

'EBITDA-Zielmargen von Bayer werden früher erreicht

Mit einem geschätzten Jahresumsatz von knapp 15 Milliarden Euro (bezogen auf die Umsätze von 2005) wird Bayer sein Portfolio im Teilkonzern Bayer HealthCare erheblich ausbauen und die Ertragskraft deutlich verbessern. 'Bis zum Jahr 2009 wollen wir die EBITDA-Marge für unseren Gesundheitsbereich von derzeit 19 Prozent auf 25 Prozent steigern', kündigte Wenning an. 'Diese verbesserte Ertragskraft wird sich auch auf das Gesamtunternehmen spürbar auswirken, so dass wir zuversichtlich sind, die langfristig angepeilte Zielrendite für den gesamten Konzern erhöhen zu können.'

Erhebliches Synergiepotenzial in Höhe von 700 Mio. Euro jährlich

Der Zusammenschluss der Pharmageschäfte von Bayer und Schering bietet erhebliches Potenzial zur Hebung von Wachstums- und Kostensynergien. Bayer erwartet Synergieeffekte von ca. 700 Millionen Euro jährlich ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion. Demgegenüber stehen einmalige Restrukturierungskosten in Folge des Schering-Erwerbs in Höhe von rund einer Milliarde Euro. 'Wir haben bereits in zahlreichen Transaktionen bewiesen, wie erfolgreich wir Integrationen durchführen können. Wie in der Vergangenheit, so werden wir auch in diesem Fall - insbesondere mit Blick auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - besonderen Wert auf einen fairen und ausgewogenen Prozess legen', unterstrich Wenning.

'Bayer-Schering-Pharma' mit Sitz in Berlin Bayer und Schering stehen für hohe Akzeptanz und Innovationskraft. Um auch in Zukunft von dem hohen Bekanntheitsgrad und der guten Reputation beider Partner zu profitieren, sollen das Berliner Unternehmen und der bisherige Pharmabereich von Bayer als eigenständige Division des Teilkonzerns Bayer HealthCare mit dem Namen 'Bayer-Schering-Pharma' als Aktiengesellschaft zusammengeführt werden. Als Zentrale des künftig mehr als 9 Milliarden Euro umfassenden Pharmageschäftes ist der bisherige Schering-Stammsitz in Berlin vorgesehen. Mit dem Zusammenschluss entsteht ein globales Gesundheits-Unternehmen, das unter die Top-12 der internationalen HealthCare-Rangliste vorrückt.

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