Bahn sorgt für Schallschutz in Oppenheim

Von: Deutsche Bahn  02.11.2006
Keywords: Transport Logistik

(Frankfurt am Main, 31. Oktober 2006) Mit einem symbolischen Spatenstich wurde von Gerhard Schinner, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland, Klaus Hagemann, Mitglied des Deutschen Bundestages, Marcus Held, Bürgermeister der Stadt Oppenheim, und Sabine Weiler, Projektleiterin Lärmsanierung DB ProjektBau GmbH, der Auftakt der Bauarbeiten für den Schallschutz in Oppenheim gefeiert. Im Rahmen des Programms 'Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes' werden in Oppenheim drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von über 1.450 Metern gebaut. Die zwei Meter hohen Wände bestehen aus hoch absorbierenden Leichtmetallelementen, die Schallreflexionen zwischen Wand und Zügen vermeiden. Die erste Wand mit einer Länge von 220 Metern verläuft nördlich des Bahnhofs Oppenheim. Sie beginnt am Empfangsgebäude und endet am Spielplatz im 'Kautzbrunnenweg'. Die Wand wird in Höhe der neuen Gebäude und im Bereich des Möbelhauses Gradinger teilweise unterbrochen, da hier die bestehende Mauer und das Gebäude des Möbelhauses die Wohngebiete schützen. Die zweite, 375 Meter lange Wand verläuft östlich der Bahnstrecke parallel zur geplanten Bundesstraße 9. Sie beginnt in Höhe der 'Rheinstraße', verläuft entlang der 'Hafenstraße' und endet auf Höhe der Straße 'Im Herrenweiher'. Die dritte Wand erstreckt sich auf der Westseite der Bahnstrecke, beginnend auf Höhe der 'Rheinstraße'. Sie verläuft entlang der 'Friedrich-Ebert-Straße', des 'Amselwegs' und der 'Engelbertstraße' bis zur 'Gartenstraße' und ist 855 Meter lang. Durch die Schallschutzwände werden nicht nur die Bewohner von rund 500 direkt betroffenen Wohnungen und Häusern entlastet, auch die Anwohner in weiter hinten liegenden Wohnbereichen profitieren davon. Die Investitionskosten für die Schallschutzwände belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Ein weiterer Schutz wird durch den Einbau von Schallschutzfenstern in Kombination mit schalldämmenden Lüftern erzielt. Diese so genannten passiven Maßnahmen tragen ebenfalls zu einer wesentlichen Lärmreduzierung in den Wohn- und Schlafräumen bei. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn Schallpegel trotz der geplanten Schallschutzwände die zugelassenen Grenzwerte überschreiten oder sich aus technischen Gründen keine Wände realisieren lassen. In Oppenheim sind circa 280 Wohneinheiten förderfähig und können von diesen passiven Schallschutzmaßnahmen profitieren. Die Umsetzung hat bereits im Herbst dieses Jahres begonnen und wird in Absprache mit den Wohnungs- und Hauseigentümern durchgeführt. Für die passiven Maßnahmen werden in Oppenheim rund 800.000 Euro eingesetzt. Die Gesamtinvestitionen für die aktiven und passiven Lärmsanierungsmaßnahmen in Oppenheim belaufen sich somit auf rund 2,5 Millionen Euro. Darüber hinaus rüstet die Bahn neue Güterwagen seit 2001 freiwillig mit speziellen Bremsen – sogenannten K-Sohlen - aus, die zu mehr Laufruhe führen. Durch diese Maßnahme wird beim Bremsen die Radlauffläche deutlich weniger aufgeraut als mit herkömmlichen Bremsklötzen, wodurch sich das Rollgeräusch um bis zu 10 dB(A) absenkt. Das kommt einer gefühlten Halbierung des Lärms gleich. Eine spürbare Lärmentlastung wird aber erst dann erreicht, wenn auch die Güterwagen im Bestand umgerüstet werden können. Würden alle der 135.000 Güterwagen im Besitz von deutschen Unternehmen umgerüstet, ergäben sich Kosten in Höhe von 500 bis 600 Millionen Euro. 'Zielführend wäre es daher das Lärmschutzprogramm des Bundes für ein Umrüstprogramm von Altfahrzeugen mit K-Sohlen zu öffnen', erklärt Gerhard Schinner, Konzernbevollmächtigter der Bahn für die Länder Rheinland-Pfalz und das Saarland. 'Durch die kombinierte Förderung von Maßnahmen an der Strecke und an den Fahrzeugen würden eine erhebliche Beschleunigung der Lärmsanierung erreicht und - anders als bei den bisherigen Maßnahmen - alle Anwohner an Bahnstrecken profitieren.' Aufgrund der eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten können die Bauarbeiten zum Teil ausschließlich vom Gleis aus erfolgen. Die nördlich des Bahnsteigs verlaufende erste Wand (auf der Westseite der Gleise) wird vom 6. bis 18. November ausschließlich in Ruhepausen des Bahnbetriebs in der Nacht gebaut. Die Bahn bittet die Anwohner dafür um Verständnis. Sie wird die notwendigen optischen und akustischen Sicherheitssignale auf ein Mindestmaß reduzieren. Die zweite Wand auf der Ostseite kann seitlich von außen und somit tagsüber gebaut werden. In diesem Bereich haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Die beiden Wände sollen voraussichtlich im Frühjahr 2007 fertig gestellt sein. Die dritte, südlich des Bahnhofs verlaufende Wand kann ausschließlich vom Gleis aus gebaut werden. Beginn dieser Maßnahme ist Sommer 2008.

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