Berlin (pressrelations) - Deutsche Bahn bereitet sich auf Streiks vor

Von: Deutsche Bahn  14.11.2007

Die Deutsche Bahn wird im Personenverkehr an beiden Tagen nach einem Ersatzfahrplan fahren. Ziel ist es, den Kunden im Personenverkehr einen - wenn auch eingeschränkten - Fahrplan anzubieten. Der Ersatzfahrplan steht ab morgen (Mittwoch) Mittag unter www.bahn.de/aktuell zur Verfügung. Kunden können sich auch rund um die Uhr über die kostenlose Hotline 08000 99 66 33 sowie in den DB Reisezentren informieren. Nutzer eines WAP-fähigen Mobiltelefons können aktuelle Reiseinformationen über mobile.bahn.de/ris abrufen. Über 1.000 Mitarbeiter werden zusätzlich für den Kundenservice im Einsatz sein. Im Fernverkehr werden rund zwei Drittel aller Züge fahren, vor allem die ICE-Züge, internationale Züge sowie Auto- und Nachtzüge. Im Regionalverkehr ist geplant, bis zu 50 Prozent der Züge zu fahren. Dabei wird es regionale Unterschiede geben. Wie bei den jüngsten Streiks werden voraussichtlich vor allem die ostdeutschen Bundesländer besonders stark betroffen sein. Fahrgäste, die an einem Streiktag aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten konnten, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte bis Ende November kostenlos erstatten zu lassen. DB-Zeitkarten werden bei Streikmaßnahmen anteilig erstattet, wenn der Geltungsbereich der Fahrkarte sowie der Reisetag direkt betroffen sind. In den Verkehrsverbünden gelten gesonderte Umtausch- und Erstattungsregeln. „Die GDL trägt die Auseinandersetzung erneut auf dem Rücken von Millionen Pendlern und Reisenden aus – das ist unverantwortlich“, sagte DB-Personenverkehrsvorstand Dr. Karl-Friedrich Rausch. „Das Ergebnis sind Staus und Chaos auf den Straßen. Wir stellen uns mit aller Macht dagegen.“ „Auch die Entscheidung, den Schienengüterverkehr zu bestreiken, ist verantwortungslos und respektlos dem Wirtschaftsstandort Deutschland gegenüber“, sagte Dr. Norbert Bensel, Vorstand Transport und Logistik der Deutschen Bahn AG. „Aufgrund des Organisationsgrads der GDL in Ostdeutschland wissen wir, dass in einer Streiksituation der Güterverkehr dort fast vollständig zum Erliegen kommen wird. Deshalb sehen wir uns gezwungen, ab sofort einen Annahmestopp von Sendungen von und nach Ostdeutschland zu verhängen.“ Grund für dieses Vorgehen ist, dass sich ein Stillstand im ostdeutschen Schienengüterverkehr ganz unmittelbar auf die gesamte Bundesrepublik auswirkt. Die DB AG sichert damit eine Minimalversorgung mit versorgungsrelevanten Zügen in Ostdeutschland. In Westdeutschland gewährleistet dies die Grundversorgung im Schienengüterverkehr, denn so kann die DB Rückstaueffekte vermeiden. An die Adresse der GDL sagte Bensel: „Jetzt beginnt das unsinnige Kräftemessen erneut. Die GDL-Führung riskiert mit dem Streik, dass die Schiene weiter verliert. Sie gefährdet bewusst Arbeitsplätze. Die Kollegen haben im Schienengüterverkehr gerade die schwarzen Zahlen geschafft – nach jahrelangen Anstrengungen. Das wird aufs Spiel gesetzt.“ Die Kunden von Railion werden regelmäßig und aktiv über die aktuelle Situation informiert. Informationen sind auch im Internet unter www.railion.com eingestellt.


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