Zur FIFA WM 2006™ mobilisiert die Bahn alle Züge

Von: Deutsche Bahn  10.03.2006

250 zusätzliche Fernzüge / Im Anschluss an die Abendspiele fahren ICE und IC auch nachts / Zwei 'WM-Linien' in Nordrhein-WestfaleIm Fernverkehr weitet die Bahn die Kapazitäten ihres Regelangebots aus. ICE, die fahrplanmäßig als Halbzug mit sieben Wagen verkehren, werden in bestimmten Fällen um eine Zugeinheit verlängert. An InterCitys werden, wo noch möglich, einzelne zusätzliche Wagen angehängt. Auf Hauptstrecken fahren viele Fernzüge, die sonst nur an einzelnen Wochentagen fahren, während der FIFA WM 2006 täglich. Das zusätzliche Platzangebot im Regelverkehr schafft die Bahn insbesondere auf ihren 'Rennstrecken' Berlin–Nordrhein-Westfalen, Nordrhein-Westfalen–Frankfurt/Main–Stuttgart, Hannover–Frankfurt/Main und Hamburg–Berlin–Leipzig–München. Darüber hinaus plant die Bahn 250 zusätzliche ICE und InterCitys, die an den Spieltagen aus verschiedenen Himmelsrichtungen die einzelnen Austragungsorte ansteuern. Bei den 28 Abendspielen, die erst um 21 Uhr angepfiffen werden, fahren diese Sonderzüge erst nach Mitternacht zurück, so dass auch Zuschauer mit längerer Anreise nachts komfortabel und sicher auf der Schiene nach Hause kommen können. Am Tag des Finales werden beispielsweise zusätzliche Züge aus Frankfurt, Köln und Hamburg nach Berlin fahren. Sofern die Buchungslage es erfordert und Fahrzeugreserven und Trassen zur Verfügung stehen, ist die Bahn auch dafür gerüstet, während der gesamten FIFA WM kurzfristig weitere Verstärkerzüge einzusetzen. Um das erwartete hohe Verkehrsaufkommen während der FIFA WM 2006 zu bewältigen, leiht sich die DB bei der österreichischen Bundesbahn 15 Schnellzuglokomotiven und reaktiviert über 100 ehemalige InterRegio-Wagen. Bei der Konstruktion ihres Weltmeisterschafts-Fahrplans stützt sich die Bahn auf eigene Erfahrungen mit Großveranstaltungen wie der EXPO 2000 oder der Fußball-Bundesliga und Statistiken des WM-Organisationskomitees. Danach wird sich die durchschnittliche Entfernung, die ein Zuschauer von seinem Wohnort zum Stadion zurücklegt, von Spiel zu Spiel stark unterscheiden. Bei Gruppenspielen ohne deutsche Beteiligung wohnen rund 60 Prozent der Zuschauer in einem Umkreis von 100 Kilometern um den Spielort, bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft dagegen rund 40 Prozent und beim Finale sogar nur gut 20 Prozent. Daraus resultiert: Während bei den Gruppenspielen ohne deutsche Beteiligung nur fünf Prozent der Fans eine Anreise von mehr als 400 Kilometern in Kauf nehmen, werden es im Finale rund 50 Prozent sein. Auf der Basis dieser Daten läuft die Planung der Sonderverkehre zur FIFA WM schon seit Monaten auf Hochtouren – auch im Regionalverkehr. Denn die 'Rote Flotte' von DB Regio muss nicht nur die An- und Abreise der Zuschauer zu den 64 Spielen schultern, sondern auch die Mobilität für Millionen garantieren, die zu den WM-Partys im ganzen Land fahren wollen. In Kooperation mit den Bundesländern, die im Nahverkehr das Angebots-volumen bestellen, stockt die Bahn nach derzeitiger Planung ihre Kapazitäten rund um die zwölf Spielorte um rund 800.000 Zugkilometer auf. Knapp zwei Drittel davon entfallen auf den Großraum Berlin und Nordrhein-Westfalen. In der Hauptstadt sorgt die S-Bahn Berlin für eine Premiere: Erstmals fahrendie Züge auf dem 332 Kilometer langen Netz einen Monat lang ohne nächtliche Betriebsruhe. Den durchgehenden Nachtverkehr, der Berliner Nachtschwärmer normalerweise nur am Wochenende mobil macht, wird vom 9. Juni bis 9. Juli auf alle Wochentage ausgedehnt. In der City fährt die S-Bahn nachts im 15-Minuten-Takt, auf den Außenstrecken alle 30 bis 60 Minuten. In Nordrhein-Westfalen, wo die drei Spielorte Köln, Gelsenkirchen und Dortmund nah beieinander liegen und jedes vierte Spiel angepfiffen wird, richtet die Bahn für die Dauer der Weltmeisterschaft zwei zusätzliche Shuttle-Linien ein. Die 'WM-Linie' 1 fährt von Hamm über Essen nach Düsseldorf, die 'WM-Linie' 2 von Köln über Gelsenkirchen nach Dortmund, jeweils im Stundentakt. Auch an den meisten anderen Spielorten wird das S-Bahn-Angebot erheblich ausgeweitet, durch zusätzliche Verbindungen, verlängerte Züge und einen späteren Betriebsschluss in der Nacht.


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