DJV fordert: Berliner Zeitung darf nicht länger Melkkuh sein!

Von: Deutscher Journalistenverband (DJV)  12.03.2008
Keywords: Journalismus

'Wer eine Qualitätszeitung ausschließlich unter Renditeerwartungen führen will, hat die gesellschaftlich herausgehobene Stellung des Mediums Zeitung nicht begriffen', kritisierte Konken. Depenbrock und Mecom-Chef David Montgomery seien dabei, die Berliner Zeitung nachhaltig zu beschädigen. 'Das muss im Interesse der Kolleginnen und Kollegen, aber auch der Leser ein Ende haben.' Anstelle weiterer Einsparungen seien Investitionen in das Blatt notwendig. Frei gewordene Redakteursstellen müssten sofort neu besetzt werden. 'Die Redaktion leistet Außerordentliches, um bei kürzer werdender Personaldecke die journalistische Qualität der Berliner Zeitung zu halten. Das kann nicht so weiter gehen.' Der DJV-Vorsitzende erinnerte an die Mitspracherechte des Redaktionsausschusses. 'Es wäre für die Zukunft des Verlags nicht förderlich, wenn die Beschäftigten keine andere Wahl mehr hätten, als sich ihre verbrieften Rechte auf dem Rechtsweg zu beschaffen.' Der Vorsitzende des Vereins Berliner Journalisten im DJV, Gerhard Kothy, fügte hinzu: 'Herr Montgomery kann sich nicht auf Dauer gegen die gesamte Redaktion stellen, ohne die Qualität der größten Abonnementszeitung der Hauptstadt zu gefährden. Sie ist durch den Weggang von mehr als einem halben Dutzend prägender Journalisten bereits ernsthaft beeinträchtigt.'

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