Fast jeder dritte Verdacht auf Falschbehandlung bestätigt

Fast jeder dritte Verdacht auf Falschbehandlung bestätigt von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp

Von: DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp  04.06.2013
Keywords: DKV Agentur Fernandez

Der medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenversicherung hat vor Kurzem eine Statistik herausgebracht, die zeigt, wie viel Gutachten wegen Behandlungsfehlern erstellt wurden und wogegen sich die Vorwürfe richteten. Experten erklären, was ein Patient im Falle des Falles tun kann. (verpd) Die 15 Medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im vergangenen Jahr „detektivisch" rund 12.500 Beschwerden von gesetzlich Krankenversicherten nachgegangen. In knapp jedem dritten Fall wurde dem Patienten auch per Gutachten recht gegeben. Die Mehrheit der Beschwerden richtet sich gegen Krankenhausbehandlungen. Patienten, die glaubten, falsch behandelt worden zu sein, sind auf unabhängigen medizinischen Sachverstand angewiesen. Diese Meinung vertrat Dr. Stefan Gronemeyer, leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS), anlässlich der Vorstellung der Jahresstatistik 2012. Notwendiges Gutachten „Diesen Sachverstand bietet der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung). Er schafft mit seinen Gutachten Klarheit und Sicherheit für geschädigte Patienten", erklärte Gronemeyer. Insgesamt sind 12.483 Gutachten im vergangenen Jahr erstellt worden. Diese Marke habe sich in den vergangenen Jahren eingependelt. Gesundheitsexperten gehen jedoch davon aus, dass durch das neue Patientenrechtegesetz die Zahlen aber zunehmen. Die Gutachten der MDK sind Voraussetzung dafür, dass die Betroffenen (gerichtlich) Schadenersatz-Forderungen durchsetzen können. Beim Verdacht der Falschbehandlung ist erster Ansprechpartner die eigene Krankenkasse, die nach dem Patientenrechtegesetz auch verpflichtet ist, dem Versicherten zu helfen. Zahlreiche Beschwerden über stationäre Behandlungen 8.607 Beschwerden (69 Prozent) betrafen den stationären Sektor. Dass Fehler gemacht wurden, wurde in 29,5 Prozent der Fälle durch Gutachten nachgewiesen. Im ambulanten Bereich wurde mutmaßlichen Behandlungsfehlern in 3.872 Fällen nachgegangen. Hier zeigte sich in 36 Prozent der Fälle, dass der Patient falsch behandelt wurde. Gronemeyer wies mehrfach darauf hin, dass aus den Detailzahlen keine stichhaltigen Schlüsse gezogen werden könnten. So seien die Fallzahlen oftmals zu gering, um Schlussfolgerungen ziehen zu können. Die Dunkelziffer sei hoch, sodass die Zahl der tatsächlichen ärztlichen Fehlleistungen viel höher liegen dürfte. Die Masse der Vorwürfe richtete sich gegen Fehler in der Orthopädie und Unfallchirurgie mit 3.572 Beschwerden (Aufklärungsquote 29,6 Prozent) und Chirurgie mit 2.296 Beschwerden (Quote 27,4 Prozent). Die höchste Bestätigungsquote zeigte sich mit 58,9 Prozent im Pflegebereich (371 positive Gutachten), wo den Pflegekräften Fehler nachgewiesen wurden, und in der Zahnmedizin mit 45,5 Prozent (537 positive Gutachten). Der Handlungsleitfaden bei vermuteten Behandlungsfehlern Wenn eine ärztliche, zahnärztliche oder pflegerische Behandlung nicht angemessen sorgfältig, richtig oder zeitgerecht durchgeführt wird, handelt es sich nach Aussage des MDS um einen Behandlungsfehler. Wichtig ist, dass das Beschwerdeverfahren für den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei ist. Wer glaubt, falsch behandelt worden zu sein, sollte dies laut MDS seiner Krankenkasse melden. Gesetzlich und privat Krankenversicherte können sich zudem kostenlos an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (Telefonnummer 0800 0117722) wenden. Wichtig sei, ein möglichst detailliertes Gedächtnisprotokoll anzufertigen. Zudem sollten alle vorhandenen Behandlungsunterlagen in Kopie beigefügt werden. Patienten haben das Recht auf Einsicht der Akten. Schließlich müsse eine Erklärung abgegeben werden, die den behandelnden (und beschuldigten) Arzt von seiner Schweigepflicht entbindet.

Keywords: DKV Agentur Fernandez

DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp kontaktieren

E-Mail

Diese Seite drucken

Weitere Neuigkeiten und Aktualisierungen von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp

So wird die Rentenhöhe berechnet von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
09.04.2014

So wird die Rentenhöhe berechnet

Eine Broschüre erklärt, warum nicht nur die letzten Jahre für die Höhe der gesetzlichen Rente wichtig sind.


Sonne genießen – ohne Krebsrisiko von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
09.08.2013

Sonne genießen – ohne Krebsrisiko

Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt stetig an. Der größte Krankheitsfaktor dafür ist UV-Strahlung. Welche Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind, um das individuelle Risiko als Erwachsener, aber insbesondere auch bei Kindern zu minimieren.


Was bei einer Pleite bleibt von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
05.08.2013

Was bei einer Pleite bleibt

Letztes Jahr gab es mehr als 97.000 Insolvenzen bei Verbrauchern und über 20.000 bei Personen, die früher selbstständig tätig waren. Doch bei einer Pleite und einer anschließenden Pfändung muss ein Betroffener nicht unbedingt befürchten, alles zu verlieren. Manches ist nämlich nicht pfändbar.


01.08.2013

Wenn das Vergessen zur Normalität wird

Übrigens: Arbeitnehmer, die nahe Angehörige pflegen wollen, können eine Familienpflegezeit in Anspruch und die Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden Wochenarbeitszeit reduzieren, wenn ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist. Nähere Informationen zur Familienpflegezeit gibt es unter www.familien-pflege-zeit.de.


Pflegefall – was dann? von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Pflegefall – was dann?

Übrigens, die gesetzliche Pflegeversicherung bietet keine Kostendeckung im Pflegefall. Möchte der Pflegende einen professionellen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen oder stationär in einem Pflegeheim gepflegt werden, übernimmt die gesetzliche Pflegekasse je nach anerkannter Pflegestufe zwar einen Teil der Kosten, doch eben bei Weitem nicht alles.


Damit Sie rundum geschützt sind von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Damit Sie rundum geschützt sind

Heute noch gesund – und morgen plötzlich ein Pflegefall.


Alles zum Thema Pflege von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Alles zum Thema Pflege

Der Gedanke an eine mögliche Pflegebedürftigkeit erschreckt viele. Doch wenn der Fall eintritt, sollten Betroffene und nahe Angehörige wissen, was zu tun ist, und welche gesetzlichen Leistungen und Hilfen es gibt. Diverse kostenlose Broschüren bieten umfangreiche Informationen dazu.


Pflegebedürftigkeit von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich aber für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Masse der Hilfe bedürfen (§ 15 SGB XI).


01.08.2013

Damit der Schulweg für Erstklässler kein Problem wird

In einigen Bundesländern ist es bereits in wenigen Tagen, in manchen in einigen Wochen so weit – zahlreiche Kinder besuchen dann zum ersten Mal die Schule. Was Verkehrsexperten raten, damit der tägliche Schulweg keine Gefahr darstellt.


Das Wichtigste zum Thema Praktikum von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Das Wichtigste zum Thema Praktikum

Ein Praktikum gibt Einblick in den Berufsalltag und kann unter anderem bei der Berufswahl hilfreich sein. Allerdings wissen viele Arbeitgeber und angehende Praktikanten oftmals nicht, was dabei zu beachten ist.


Gut geschützt beim Grillen von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
01.08.2013

Gut geschützt beim Grillen

Bei schönem Wetter gehört für viele das Grillen einfach mit dazu, auch wenn es nicht ungefährlich ist. Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Grillunfälle mit teils schweren Verletzungen und hohen Sachschäden. Welche Absicherung zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Unfalles mindert.


Teils weniger Rente als noch vor zehn Jahren von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
07.06.2013

Teils weniger Rente als noch vor zehn Jahren

Im Jahre 2001 erhielten alle Bezieher einer Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) im Durchschnitt 712 Euro monatliche Rente.


Nicht jeder, der einem anderen auffährt, muss dafür haften von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
06.06.2013

Nicht jeder, der einem anderen auffährt, muss dafür haften

Wer auffährt, hat Schuld – so die gängige Meinung. Dass es auch Ausnahmen von dieser Regel gibt, belegt ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Hamm.


Kosten für Wohnungseinbrüche klettern auf Rekordniveau von DKV Agentur Berlin Marcel Fernandez-Stolp Vorschau
04.06.2013

Kosten für Wohnungseinbrüche klettern auf Rekordniveau

Ein weiteres Mal auf ein neues Rekordniveau sind auch die durchschnittlichen Schadenkosten pro Wohnungseinbruch gestiegen. 2012 lagen sie bei 3.300 Euro, 100 Euro mehr als noch in 2011. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag der Durchschnittsschaden mit 2.100 Euro rund 1.200 Euro niedriger.