Max Grüter / Andrea Muheim

Max Grüter / Andrea Muheim von galerie OPEN by Alexandra Rockelmann

Von: galerie OPEN by Alexandra Rockelmann  26.11.2008
Keywords: Veranstaltungen, Kunst, Malerei

 galerie OPEN freut sich, vom 23. Oktober bis zum 23. Dezember 2008 die Arbeiten von Max Grüter und die Malerei und Stickereien von Andrea Muheim zu präsentieren.Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Galerie Stephan Witschi aus Zürich. Die Eröffnung findet am Donnerstag dem 23. Oktober 2008 um 19 Uhr statt. Die Künstler werden anwesend sein. Grüter und Muheim leben und arbeiten beide in Zürich und be-fassen sich mit ihrem Umfeld, welches sie täglich umgibt. Die Malerei ist für AndreaMuheim eine Form der Kommunikation, eine Bestandsaufnahme. Wobei die Installa-tionen, Skulpturen und Mixed Media Werke von Max Grüter ein Umfeld kreieren, welches einen individuellen künstlerischen Kosmos suggeriert. Es ist so als würde Grüter seinen Vorstellungen entsprechend in eine Sphäre eintauchen die nur er versteht, jedoch denBetrachter mit Teil haben lässt. Muheim hingegen ist die Beobachterin, die Freunde, Freundinnen und sich selber vermischt mit Vorstellungen und Gefühlen und die Besonderheit einer Person oder Situation durch ihr Werk erfasst. Hier darf der Außenstehende intime und berührende Momente erfahren und zugleich spüren.Für die 1968 geborene Künstlerin Andrea Muheim – sie lebt und arbeitet in Zürich – die Strickbilder zeigen eine gewisse Intimität, allein schon durch die Größe und Auswahl des Mediums. Ihr soziales Netz, ihre Kinder, ihre Liebsten und die Räume, in denen sie leben, schlafen und arbeiten werden immer wieder aufgegriffen. Für die Künstlerin ist ihr Werk eine Form der Kommunikation und Zwiesprache. Die Künstlerin gewährt einen Einblick in ihr Leben , indem sie uns einen Teil ihres Tagebuches preisgibt. Beobachtungen mischen sich mit Vorstellungen und Gefühlen. Dabei versucht sie die Kraft und Besonderheit einer Person oder Situation zu erfassen. Die neue Mal-Serie kündet jedoch von einem Bruch. Die Bilder formulieren in großen Formaten menschenleere Straßenzüge, Parks oder Plätze, im dumpfen Kolorit der Nacht oder der Morgendämmerung gemalt. Blau und Schwarz herrschen vor, nur durchbrochen vom fahlen Gelb einer Straßenlaterne, vom Graublau der sich ankündigenden Morgendämmerung. Das Kolorit ist trotz der nächtlichen Thematik nicht distanziert oder gar unterkühlt.Max Grüter (1955), aufgewachsen in Horgen, lebt und arbeitet in Zürich. Er ist in den klassischen Disziplinen Zeichnung, Malerei und Skulptur genauso beheimatet wie in prozessualen Arbeiten und in der virtuellen 3-D-Animation. Eines seiner zentralen Experimentierfelder ist die Raumfahrt. Seit Jahren schafft er unter der Projektbezeichnung My Private Space Program unermüdlich an seinem ganz persönlichen intimen Raumfahrtprogramm. Ein 3-D-generierter Astronaut mit den Gesichtszügen des Künstlers, der als Symbolfigur für das explorative Potential des menschlichen Denkens und Handels und für den Aufbruch in ein virtuelles Zeitalter steht. Am Anfang von Grüters Schaffen dominieren motivisch menschliche Figuren aus der Arbeitswelt, die absurdistisch verzerrt, eingezwängt oder fragmentiert sind odersymbiotische Verbindungen mit Arbeitsinstrumenten eingehen. Der in einer kapitalistischen Gesellschaft auf seine Funktion als Arbeitsmaschine reduzierteund in seiner Entfaltungsfreiheit limitierte Mensch stellt ein Grundthema der skulpturalen Arbeiten dar. Eine weitere wichtige Werkgruppe sind die Modellbaukästen. Mit Bausätzen für Goldbarren, Meerschweinchen und ganzen Familien erweist Grüterden Modellbauertraum, sich im Kleinen eine Heile Welt zu erschaffen. Vergleichbar mit Andy Warhols Do-it-yourself-Paintings suggerieren die in Spritzgussrahmen eingefügten Bausätze im Spiel mit den ästhetischen Kategorien vollendet – unvollendet dem Kunstkonsumenten die Möglichkeit, schöpferisch tätig zu sein, die sich alsdann als uninspiriertes Zusammensetzen vorfabrizierter Einzelteile entpuppt. Auch in performativen Arbeiten (Crashtest für Lieblingsgegenstände, 2003; Künstlerstrich, 2006; Bioplot, 2007) verschwimmt die klare Rollenverteilung zwischen Künstler und Kunstkonsument. Der Künstler beschränkt sich auf die Aufgabe, den Entstehungsvorgang des Kunstwerks festzulegen und das Resultat als Kunst zu beglaubigen, der Kunstkonsument übernimmt die Produktion oder bestimmt Aussehen und oft auch den Preis des Endprodukts mit. Als Konsequenz bietet Grüter seit 2007 das Datenmaterial, das die Grundlage seines Schaffens bildet, auf seiner Webseite als Downloads frei und schafft „Open Source Kunst“.Der Künstler Max Grüter zeigt in der Publikation HOUSTAN, I AM A PROBLEM einen Querschnittseines Schaffens, von den Anfängen in denAchtzigern bis heute.Das Buch ist in der galerie OPEN während derAusstellung erhältlich.MAX GRÜTER23. Oktober – 23. Dezember 2008

Keywords: Ausstellungen, Berlin Events, contemporary fine art, Kultur, Kunst, Malerei, Skulpturen, Veranstaltungen, Video Instalation, Zeichnungen,

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