Solo Ausstellung Katherine Newbegin: NO ROOM SPACES - Behind The Scenes

Solo Ausstellung Katherine Newbegin: NO ROOM SPACES - Behind The Scenes von galerie OPEN by Alexandra Rockelmann

Von: galerie OPEN by Alexandra Rockelmann  14.03.2009
Keywords: Veranstaltungen, Fotografie, Kunst

   Was steckt dahinter? Behind the Scenes ist zum einen das Ergebnis der Frage nach die Geschichten der Orte und beschreibt zum anderen einen Aspekt der Arbeit der Künstlerin. Katherine Newbegin, die 1976 in Portland, Oregon geboren wurde, studierte Fotografie und englische Literatur am Hunter College in New York sowie an der Yale University. Sie assistierte der deutschen Künstlerin Candida Höfer, deren Innenraumfotos sich jedoch sehr von Newbegins Werken unterscheiden. Katherine Newbegin reist seit 2005 durch Osteuropa und durch das kommunistische Kuba, aber auch durch Bundesstaaten der USA, wie zum Beispiel Oregon. Sie stellt die Außenwelt dar, eine Welt, die durch die Vergangenheit geprägt ist und schmutzige Spuren von jenen Menschen, die sie kurz bewohnt und benutzt haben aufweist. Sie begibt sich zumeist über Tage hinweg in verlassene halböffentliche Gebäude, regelmäßig Hotels – aber auch in Sanatorien – und spürt den Menschen, die jeden Moment wiederkommen könnten, nach. Eine abgenutzte und leblose Welt wird präsentiert, deren Attribute Isolation, Abnutzung, Verschleiß und emotionale Leere sind. Newbegin interessiert der Blick hinter die Fassade. Sie muss bei ihren Recherchen verschlossene Türen überwinden und in die Gebäude oft wie ein Dieb einsteigen. In ihren Arbeiten ist nichts arrangiert, nichts speziell ausgeleuchtet oder inszeniert. Beharrlich umkreist auch sie das Objekt der Begierde, um in dem einen richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Die Künstlerin geht auf Spurensuche. Bepackt mit einem großen Rucksack und einer Kameraausrüstung, begibt sich die junge Frau auf die Suche nach entlegenen Plätzen der Welt, um visuelle Eindrücke aufzuspüren, denen in unserer schnelllebigen Welt kaum jemand Bedeutung schenkt. Durch die Linse entdeckt sie eine Welt, die der Konsument längst vergessen hat. Newbegin sucht Orte aus, die durch die Politik ihr Aussehen verpasst bekommen haben. Die sowjetische Architektur der sechziger Jahre, die durch gigantische Betonbauten Präsenz und Modernität beweisen wollte, ist eines der Ziele der Künstlerin. Melancholie breitet sich beim Anblick von Newbegins Farbfotografien aus. Emotional entleerte Räume, Hotelzimmer, Stockwerke, Treppenaufgänge und Badezimmer, zeugen von einer Härte, einer Art von Realität, die man versucht zu verbergen oder schnell zu vergessen. Die Künstlerin versucht mit ihrer Kamera die Ungereimtheiten der verschiedenen Kulturen, die durch die politische Lage bestimmt sind, festzuhalten und zu vermitteln. Katherine Newbegin kommentiert ihre Auswahl folgendermaßen: „…set against the western idea of an affluent middle-class family driving to Disneyland, it is this stark contrast, which acts as the crux of my fascination with these hotels. One of the most compelling aspects of the vacations offered to the „best workers“ of the Soviet regime, was the element of control and monitoring which took place during the trips“.

Keywords: Ausstellungen, Berlin Events, Berliner Galerie, contemporary fine art, Fotografie, Fotos, Galerie, Kunst, Veranstaltungen, Young Berlin gallery,

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