GPC Biotech berichtet über den Geschäftsverlauf im Jahr 2007

Von: GPC BIOTECH AG  01.04.2008
Keywords: Aktien

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F E) ging 2007 um 21% auf 51,4 Millionen Euro zurück (2006: 64,7 Millionen Euro). Der Rückgang im Jahr 2007 resultierte vornehmlich aus den rückläufigen Medikamenten-Entwicklungsaktivitäten, insbesondere in Verbindung mit der größtenteils abgeschlossenen SPARC-Studie im Jahr 2007. Die allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahr 2007 um 65% auf 39,2 Millionen im Vergleich zu 23,8 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte in erster Linie aus den Aktivitäten des Unternehmens zum Aufbau einer Vermarktungsinfrastruktur in den USA in der ersten Jahreshälfte 2007. In den allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen sind auch Rechtsberatungskosten enthalten, die im Zusammenhang mit dem Schiedsgerichtsverfahren mit Spectrum Pharmaceuticals angefallen sind. In den F E- sowie allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Euro enthalten. Diese resultieren vornehmlich aus dem Personalabbau der Gesellschaft in Folge des Rückschlags mit Satraplatin. Der Jahresfehlbetrag 2007 stieg um 8% auf 69.2 Millionen Euro im Vergleich zu 64.0 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im Jahr 2007 auf -1,91 Euro (2006: -1,95 Euro). Zum 31. Dezember 2007 verfügte GPC Biotech über liquide Mittel, kurzfristig veräußerbare Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 65,2 Millionen Euro (31. Dezember 2006: 97,1 Millionen Euro), darunter 1,5 Millionen Euro als Sicherheit hinterlegte liquide Mittel. Der Netto-Cash-Burn des Jahres 2007 belief sich auf 68,3 Millionen Euro, mit einem Netto-Cash-Burn in Höhe von 19,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2007, einem Netto-Cash-Burn in Höhe von 22,6 Millionen Euro im zweiten Quartal 2007, von 16,6 Millionen Euro im dritten Quartal 2007 sowie 9,7 Millionen Euro im vierten Quartal 2007. Der Netto-Cash-Burn wird durch die Addition des Mittelzuflusses/-abflusses aus operativer Geschäftstätigkeit und der Investitionen in das Sachanlagevermögen und in Lizenzen berechnet. Diese Zahlen zur Berechnung des Netto-Cash-Burn werden in der Konzern-Cashflow-Rechnung für das Geschäftsjahr 2007 ausgewiesen. Vorjahresvergleich: Viertes Quartal 2007 im Vergleich zum vierten Quartal 2006Der Umsatz im vierten Quartal 2007 sank um 57% auf 2,2 Millionen Euro im Vergleich zu 5,1 Millionen Euro im vierten Quartal 2006. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F E) belief sich auf 9,7 Millionen Euro (Q4 2006: 15,6 Millionen Euro). Die allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen im vierten Quartal 2007 beliefen sich auf 5,6 Millionen Euro (Q4 2006: 7,6 Millionen Euro). Der Periodenfehlbetrag im vierten Quartal lag bei -12,0 Millionen Euro (Q4 2006: -17,2 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im vierten Quartal 2007 auf -0,16 Euro (Q4 2006: -0,51 Euro). Anpassung von Quartalsergebnissen wirkt sich positiv auf Verlust pro Aktie ausDie Gesellschaft wendet seit dem 1. Januar 2006 für ihre aktienbasierten Vergütungsinstrumente den Bilanzierungsstandard SFAS Nr. 123(R), - share based payments - ('SFAS 123(R)') an. Die Vergütungsinstrumente der Gesellschaft sehen für den Begünstigten eine bestimmte Wartefrist, einen Erdienungszeitraum ('vesting schedule') sowie gewisse aktienmarktbasierte Leistungshürden vor, die vor Ausübung kumulativ erreicht werden müssen. Für Pläne, welche eine aktienmarktorientierte Leistungshürde und gleichzeitig einen Erdienungszeitraum aufweisen, schreibt SFAS 123(R) vor, dass das Unternehmen zur Berechnung der mit dem Plan in Verbindung stehenden Vergütungsaufwendungen, den erforderlichen Diensterbringungszeitraum ('requisite service period') verwendet. Aus den beiden hierfür möglichen Zeiträumen, dem angepassten Diensterbringungszeitraum ('derived service period'; Zeitraum bis zum geschätzten Datum der Ausübung eines Instrumentes) und dem vertraglich festgelegten Erdienungszeitraum, muss der längere Zeitraum ausgewählt werden. Basierend auf der Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft im Vergleich zu den relevanten Marktindizes, ging die Gesellschaft zunächst davon aus, dass die aktienmarktbezogenen Leistungshürden grundsätzlich erreicht würden und daher die Vergütungsaufwendungen über den Erdienungszeitraum von vier Jahren aufwandswirksam verbucht werden müssten, eine konservativere Vorgehensweise. Im Jahr 2007 stellte das Unternehmen fest, dass es nicht annehmen kann, dass die aktienmarktbasierten Leistungshürden generell zu diesem Zeitraum erreicht sind. Demnach war es für das Unternehmen erforderlich, die mit den Plänen in Verbindung stehenden Vergütungsaufwendungen, über den angepassten Diensterbringungszeitraum aufwandwirksam zu erfassen, welcher länger ist als der vertragliche Erdienungszeitraum. Die vorgenommenen Anpassungen, die dieser Veränderung Rechnung tragen wirken sich auf die jeweiligen Quartale wie unten angegeben aus. Die Anpassungen haben hierbei einen positiven Effekt auf die ausgewiesenen Aufwandspositionen sowie den Periodenfehlbetrag und den Verlust je Aktie. Viertes Quartal 2007 im Vergleich zum dritten Quartal 2007 (angepasst)Der Umsatz im vierten Quartal 2007 lag bei 2,2 Millionen Euro, im Vergleich zu 9,7 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F E) belief sich im vierten Quartal 2007 auf 9,7 Millionen Euro, im Vergleich zu 14,6 Millionen Euro im dritten Quartal 2007. Die allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im vierten Quartal auf 5,6 Millionen Euro, im Vergleich zu 12,5 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Der Periodenfehlbetrag des Unternehmens reduzierte sich im vierten Quartal 2007 auf -12,0 Millionen Euro, im Vergleich zu -18,0 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im vierten Quartal 2007 auf -0,32 Euro, im Vergleich zu -0,50 Euro im vorangegangenen Monat. Dr. Bernd R. Seizinger, Vorsitzender des Vorstands, sagte: 'Wir arbeiten mit Nachdruck am Neuaufbau des Unternehmens, nach dem Rückschlag im Jahr 2007. Im Rahmen einer überarbeiteten Strategie haben wir unsere Unternehmensaktivitäten dahingehend fokussiert, dass wir Kosten einsparen und dennoch unsere Onkologie-Programme mit dem höchsten Wertschöpfungspotenzial voranbringen können - derzeit Satraplatin und unsere zwei vorklinischen Kinase-Hemmer, RGB-286638 und RGB-344064. Diese Strategie gibt uns zudem mehr Spielraum, um Transaktionen mit anderen Unternehmen durchführen zu können. Dr. Torsten Hombeck, Finanzvorstand, sagte: 'Nach den Kostensenkungsmaßnahmen, die wir im letzten Quartal des vorangegangenen Jahres sowie im ersten Quartal diesen Jahres durchgeführt haben, gehen wir davon aus, dass die Finanzmittel ausreichen werden, um die derzeitig geplante Geschäftstätigkeit für rund drei Jahre zu sichern. Wir glauben, dass die aus unserer soliden Finanzlage resultierende Flexibilität besonders wichtig ist in schwierigen Zeiten an den Finanzmärkten.' Finanzausblick für 2007 Das Unternehmen gab den folgenden Finanzausblick für das laufende Geschäftsjahr 2008. Dieser Ausblick bezieht keine potenziellen Fusions- oder Übernahmetransaktionen sowie andere größere Transaktionen ein und sollten eine oder mehrere Transaktionen in diesem Jahr stattfinden, so können sich die finanziellen Erwartungen des Unternehmens signifikant ändern. Umsatz: Das Unternehmen erwartet, dass die Umsätze 2008 im Vergleich zum Vorjahr sinken und voraussichtlich zwischen 5 Millionen Euro und 7 Millionen Euro liegen werden. Der Rückgang ergibt sich in erster Linie aus der voraussichtlich geringeren Entwicklungskostenerstattung im Rahmen der Partnerschaft des Unternehmens mit Pharmion (jetzt Celgene Corporation) für Satraplatin in Europa und anderen Gebieten. Aufwendungen: Für das Jahr 2008 erwartet das Unternehmen, dass die Gesamtaufwendungen unter 35 Millionen Euro liegen werden (2007: 91 Millionen Euro). Es wird erwartet, dass die F E-Aufwendungen wie auch die allgemeinen und Verwaltungsaufwendungen 2008 wesentlich niedriger ausfallen werden als im Jahr 2007. Das Unternehmen hat die Belegschaft signifikant reduziert und die Phase-3-Studie SPARC mit Satraplatin wurde nahezu abgeschlossen. Zahlungsmittelverbrauch: Es wird erwartet, dass der Finanzmittelbestand zum Jahresende 2007 in Höhe von 65,2 Millionen Euro die derzeitig geplante Geschäftstätigkeit für rund drei Jahre sichert. Der Zahlungsmittelverbrauch für 2008 wird einmalig anfallende Kosten enthalten, darunter Abfindungszahlungen sowie andere Zahlungen in Verbindung mit der Unternehmensrestrukturierung im Jahr 2007 sowie zu Beginn des Jahres 2008. Verschiebung der Hauptversammlung auf den 27. August 2008Die Gesellschaft gab ebenfalls bekannt, dass ihre Hauptversammlung, die ursprünglich für den 27. Mai 2008 vorgesehen war, nun am 27. August 2008 in München stattfindet. TelefonkonferenzWie bereits angekündigt, findet heute eine Telefonkonferenz statt. GPC Biotech bietet die Möglichkeit, die Konferenz per telefonischer Einwahl oder Live-Übertragung auf der Webseite des Unternehmens www.gpc-biotech.com zu verfolgen. Nach der Live-Präsentation ist dort auch eine Aufzeichnung abrufbar. Die Telefonkonferenz findet heute, am 27. März 2008 um 14:00 Uhr statt (in englischer Sprache). Einwahlnummern:Teilnehmer aus Europa: 0049 (0)69 5007 1305 oder 0044 (0)20 7806 1951 Teilnehmer aus den USA: 1-718-354-1387 Die Einwahl sollte 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung erfolgen.

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