NABU fordert Schaffung von *ökologischen Vorrangflächen“ in der Landwirtschaft

Von: Naturschutzbund Deutschland (NABU)  28.01.2008
Keywords: Energie

Das Instrument der Flächenstilllegung wurde 1992 zur Mengenregulierung im Ackerbau eingeführt und hat sich seitdem oft zu einem wertvollen *Lebensraum auf Zeit“ für die Natur entwickelt. In jüngster Zeit wird die Stilllegung, die bislang auf rund acht Prozent der Ackerflächen betrieben werden musste, jedoch zunehmend in Frage gestellt. Die NABU-Studie belegt, dass die Stilllegungsflächen maßgeblich zur Erhaltung von Populationen bedrohter Arten wie Rebhuhn, Grauammer und Feldhase beitragen. Um die ökologischen Effekte der Flächenstilllegung zu sichern und auszubauen, fordert der NABU daher eine Verpflichtung zur Einrichtung von *ökologischen Vorrangflächen“ auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen eines Betriebs. Zu den Vorrangflächen gehören selbstbegrünte Brachflächen, Blühflächen oder Blühstreifen sowie artenreiche Grünlandflächen, Saumstreifen oder Feldgehölze. Mit einer solchen Verpflichtung könnten die milliardenschweren Direktzahlungen aus Brüssel gesellschaftlich besser begründet werden. *Die Vorrangflächen sind ein dringend erforderliches Instrument der Agrarpolitik, um den alarmierenden Artenrückgang in der Kulturlandschaft zu bremsen“, so Tschimpke weiter.

Keywords: Energie

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