BENEFIT-Studie: Betaferon zeigt deutliche Risikoreduktion bei der Entwicklung von Multipler Sklerose

Von: Schering AG Berlin  02.10.2006

Die Schering AG (FSE: SCH, NYSE: SHR) gab heute im Rahmen des ECTRIMS-Kongresses* die Ergebnisse von Subgruppen-Analysen der BENEFIT-Studie** bekannt. Diese zeigen, dass die Behandlung mit Betaferon(r) (Interferon beta-1b, 250 Mikrogramm) das Risiko für die Entwicklung einer klinisch gesicherten Multiplen Sklerose (CDMS) in allen Subgruppen reduzierte, unabhängig von Alter, Geschlecht, Steroidbehandlung oder der Symptomatik bei Krankheitsbeginn.1 Diese Daten wurden im Rahmen der BENEFIT-Studie erhoben, die gezeigt hatte, dass die Behandlung mit Betaferon das Risiko für die Entwicklung einer CDMS im Vergleich zu Placebo insgesamt um 50 Prozent reduziert.1,2 Die BENEFIT-Studie untersuchte den Effekt einer Betaferon-Behandlung über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten bei Patienten mit dem Verdacht auf eine beginnende MS nach erstmaliger neurologischer Krankheitssymptomatik. In der vorgestellten Subgruppen-Analyse wurde die Wirkung von Betaferon bei Patienten mit unterschiedlichen demographischen Charakteristika und unterschiedlichen klinischen, laborchemischen beziehungsweise MRT-Befunden des Gehirns bei Krankheitsbeginn untersucht. Bei allen Subgruppen zeigte sich eine deutliche therapeutische Wirksamkeit. Mit einer 55-prozentigen Reduktion des Risikos einer CDMS war diese besonders ausgeprägt bei Patienten, bei denen die neurologische Untersuchung der Erstsymptomatik ausschließlich Hinweise auf eine einzelne (monofokale) klinisch relevante Entzündungs-Läsion im Zentralnervensystem gezeigt hatte. Bei Patienten mit monofokaler Erkrankung und Nachweis von aktiven beziehungsweise besonders weit verbreiteten Entzündungsanzeichen im MRT-Befund des Gehirns zeigte sich mit einer Risikoreduktion von 58 Prozent bzw. 61 Prozent ein noch stärkeres Ansprechen auf die Betaferon-Behandlung. Außerdem wurde bei Patienten, bei denen zum Zeitpunkt der ersten MS-Attacke keine Kortikosteroide verabreicht worden waren, eine ausgeprägte Wirksamkeit mit einer 62-prozentigen Risikoreduktion durch Betaferon nachgewiesen. Die Notwendigkeit einer frühen Betaferon-Behandlung bei Patienten mit einer MS-verdächtigen Attacke wird durch bereits vorliegende Ergebnisse der BENEFIT-Studie unterstrichen. Nach diesen lag das Risiko für die Diagnose einer MS nach den McDonald-Kriterien bei Patienten, die kein Betaferon erhalten hatten, über einen Zeitraum von zwei Jahren bei 85 Prozent. 'In der BENEFIT-Studie stellten wir fest, dass Betaferon das Risiko für die Entwicklung einer MS in der gesamten Studienpopulation durchweg reduzierte. Darüber hinaus zeigte sich, dass bestimmte Patienten-Subgruppen sogar noch besser auf eine frühzeitige Behandlung mit Betaferon ansprachen', sagte Dr. Chris Polman, Professor für Neurologie am VU Medical Center, Amsterdam, Niederlande, und Mitglied des Steering Committee der BENEFIT-Studie. 'Die Ergebnisse dürften Ärzten und Patienten bei ihrer Entscheidung über einen möglichst frühen Behandlungsbeginn helfen.' Betaferon wurde in der BENEFIT-Studie sehr gut akzeptiert, was sich darin zeigte, dass 93 Prozent der Patienten die zweijährige Studienperiode abschlossen. Mehr als 95 Prozent aller Patienten, die die Studie abschlossen, entschieden sich dazu, die Behandlung mit Betaferon im Rahmen einer offenen Nachbeobachtungsstudie fortzusetzen. 'Die BENEFIT-Daten belegen, dass Patienten, die eine MS entwickeln könnten, die Behandlung mit Betaferon frühzeitig beginnen und auch fortsetzen sollten', sagte Dr. Darlene Jody, Leiterin Spezialtherapeutika bei Schering. 'Die Behandlung mit Betaferon bewirkte nachweislich eine rasche, frühe Kontrolle der Erkrankung – ein signifikanter Nutzen für Risikopatienten.'


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