Rechnungsangaben

Von: Tatjana Tiedge Buchhaltung. Controlling. Lohn.   08.09.2011
Keywords: Unternehmensberatung, Buchhaltung, Lohnbuchhaltung

Rechnungsangaben

Bei der Umsatzsteuer kennt das Finanzamt kein Pardon: Unvollständige Rechnungsangaben und andere Verstöße gegen die Formvorschriften gefährden den Vorsteuerabzug. Bei der Kontrolle eingehender Rechnung sollten Sie daher besser keinen Mut zur Lücke an den Tag legen. Im Interesse Ihrer Geschäftspartner gilt das umgekehrt auch für Ihre eigenen Rechnungsvordrucke. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen.

 

Die Aufzählung der Rechnungs-Pflichtangaben findet sich im Paragraf 14 des Umsatzsteuergesetzes. Damit der Fiskus ein Geschäftsdokument als Rechnung anerkennt, sind folgende Bestandteile erforderlich:

 

1.    Name und Anschrift des leistenden Unternehmens,    
2.    Name und Anschrift des Leistungsempfängers,

3.    Termin der Lieferung oder Leistung,

4.    Menge und Bezeichnung der gelieferten Produkte bzw. Art und Umfang der

       Dienstleistung,

5.    die ggf. nach Steuersätzen aufgeschlüsselten Netto-Beträge und

6.    die jeweils darauf entfallenden Steuer-Beträge,

7.    das Ausstellungsdatum (= Rechnungsdatum),

8.    eine einmalig vergebene Rechnungsnummer sowie

9.    die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des
       Ausstellers.

 

Hinweis auf Steuerbefreiung

Sofern einzelne oder alle Positionen von der Umsatzsteuer befreit sind, gehört zusätzlich ein entsprechender Hinweis auf die Rechnung. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Aussteller unter die Kleinunternehmer-Regelung fällt ("Umsatzsteuerfreie Leistungen gemäß § 19 UStG").

 

Die Zahl der Vorschriften über Form und Inhalt von Rechnungen wächst laufend. Entsprechend viele fehlerhafte Rechnungen sind im Umlauf. Sowohl Rechnungs-Aussteller als auch -Empfänger sind verunsichert. Besonders ärgerlich: Wenn Rechnungen mit fehlenden Pflichtangaben erst nach Jahren bei einer Betriebsprüfung bemerkt werden, ist es für eine Korrektur oft zu spät: Hohe Steuernachzahlungen drohen.

 

"Kleinvieh braucht weniger Mist": Bei so genannten Kleinbetragsrechnungen (bis zu einem Gesamtbetrag von 150 Euro) genügt laut Paragraf 33 Umsatzsteuerdurchführungs-Verordnung

 

  1. Name und Anschrift des Ausstellers,

  2.  das Ausstellungsdatum,

  3.  Menge und Bezeichnung der gelieferten Produkte oder Art und Umfang der

      Dienstleistung,

  4.  der Bruttobetrag und

  5.  der Steuersatz der darin enthaltenen Umsatzsteuer.

 

Ganz gleich, ob über oder unter 150 Euro: Fehlende Pflichtangaben führen dazu, dass Sie als Leistungsempfänger die im Rechnungsbetrag enthaltene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer geltend machen dürfen. Stellt sich bei einer späteren Betriebsprüfung oder Umsatzsteuer-Nachschau heraus, dass Sie das zu Unrecht getan haben, müssen Sie die Umsatzsteuer aus eigener Tasche tragen!

 

Zwar haben Sie theoretisch Anspruch auf nachträgliche Korrektur der Rechnung durch den Aussteller - praktisch ist es dafür nach Monaten oder gar Jahren jedoch oft zu spät. Zudem ist der Verwaltungsaufwand unverhältnismäßig hoch.

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