Baumängel/Bauschaden - Bewertung, Beratung, Gutachten

Von: Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger Bau-Beratungs-Büro Bernau, Sachverstand am Bau  13.07.2009
Keywords: Sanierung, Bauschäden

Deutlich  erkennbare dunkle Linien in Putzflächen - Sind es Risse oder Fugen?
Spalten zwischen Putz und Holzbauteilen - Mangel?
Verfärbungen in der Fassade - hinzunehmende Unzulänglichkeit oder Mangel?
Spaltenbildung in Holzfussböden - ein Mangel?
Schimmelbildung im Haus - Ursache(n), Baumangel?
Risse in Wänden - Ursachen

Die Anzahl der Baumängel eines durchschnittlichen Neubaus und die Schadenssumme die auf diese Baumängel entfällt steigt kontinuierlich. Immer kürzere Bauzeiten kollidieren mit den unabdingbar notwendigen Austrocknungszeiten hydraulisch abbindender Baustoffe (Beton, Putz, Estrich etc.). Die den kurzen Bauzeiten geschuldete Koordination der Gewerkeschnittstellen und die Qualitätskontrolle - eigentlich mit die Kernaufgaben der Bauleitung - finden leider häufig nicht in dem Maße statt, in dem sie notwendig wären. Ein Teil der Bauarbeiten findet unter klimatischen Bedingungen und zu Jahreszeiten statt, die bestenfalls noch als nur ungünstig angesehen werden können.   Unabdingbare Randbedingungen - Baugrundsituation, Grundwasserhöchststände, Schlagregenbeanspruchung u.a. - finden nur ungenügende oder auch gar keine Beachtung
Die Folgen zeigen sich häufig erst im Verlauf der ersten Nutzungsjahre, Verformungen, Risse, Verfärbungen, Setzungen wenn es ganz schlimm kommt bis hin zur akuten Einsturzgefahr, Schäden an Holzwerkstoffen und Holzkonstruktionen.
Die Grenzen von einer noch akzeptablen optischen Beeinträchtigung zum Mangel hin sind fließend und nur dann objektiv zu beurteilen, wenn sie von der den eigenen Interessen geschuldeten subjektiven Wahrnehmung der Parteien abgekoppelt werden. Eine Aufgabe für einen neutralen Dritten, den Sachverständigen.
Treten funktionelle Beeinträchtigungen auf, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Mangel ziemlich hoch. Nicht immer sind die eigentlichen Ursachen für eine Verformung, eine Spalten- oder Rissbildung offensichtlich. Häufig liegt die Ursache an einer ganz anderen Stelle. Vom Erscheinungsbild auf die Ursachen zu schließen und diese Feststellung dann auch ggf. durch Öffnung von Bauteilen zu dokumentieren ist die Aufgabe des Bausachverständigen. Er ist auch in der Lage eine entsprechende Aussage zu Sanierungsmöglichkeiten und
den voraussichtlichen Kosten zu machen.
Unter seiner Moderation ist es häufig möglich noch weit vor Beschreiten des (teuren) Rechtwegs die verantwortlichen Parteien an einen Tisch zu bringen und eine adäquate Lösung zu erarbeiten.
Wenn nicht ist das vom SV erstellte Gutachten eine Basis um den Rechtsstreit mit einiger erfolgsaussicht beginnen zu können. Der in diesem Fall als Parteigutachter tätige Sachverständige kann - wenn es gewünscht wird - den mit der Interessensvertretung beauftragten Rechtsanwalt bei der Formulierung der Beweisfragen unterstützen.
Bei komplexen Schadensbildern kann der Sachverständige auf ein Netzwerk von spezialisierten Fachingenieurbüros zurückgreifen und auf diese Weise interdisziplinär den Ursachen auf die spur kommen und abgestimmte Sanierungsvorschläge ararbeiten.


Keywords: Bauschäden, Sanierung

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