Wirtschaftskriminalität: Wie wirksam ist Ihr Schutz?

Von: The AuditFactory  28.03.2008
Keywords: Anti Fraud Management, Forensic Services,

„Es ist ein Fehler, die einzelnen Teilelemente eines Systems zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität nur isoliert zu sehen. So können etwa einige Einzelaktivitäten wie Hinweisgebersysteme ihre Wirkung in mehr als einem einzigen Prozess entfalten, diese Synergie kann die Effektivität des gesamten Systems beträchtlich erhöhen “, so Dr. Judith Brombacher. „Allerdings sollten Organisationen dabei die wichtigsten Voraussetzungen, wie z.B. Wahrung der Anonymität der Hinweisgeber, erfüllen.“ Die Spezialistin aus der Evaluation mit viel Erfahrung in der Durchführung von Wirkungsanalysen in einem internationalen Kontext ist für The AuditFactory in diesem Bereich tätig. Sie ist Autorin eines Working Papers des Unternehmens, in dem dieser Gedanke zu einem Wirkungsmodell für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität entwickelt worden ist. „Darum macht es Sinn, das System nur als Ganzes zu betrachten und einen Schwerpunkt auf die Prävention zu legen. Dazu zählen wir auch präventiv wirkende Aktivitäten z.B. aus dem Prozess Aufdeckung. Unser Wirkungsmodell zeigt beispielsweise auf, wo es Flaschenhälse gibt, die eine Wirksamkeit des Systems insgesamt in Frage stellen können“, so Brombacher weiter. Das Modell der AuditFactory unterscheidet drei Hauptprozesse: Als erstes der Prozess Prävention, also die Verhinderung von Straftaten vor der Begehung, dann zum zweiten die Aufdeckung, also die Identifizierung von dolosen Handlungen während oder nach ihrer Begehung. Zum dritten folgt der Prozess der Aufarbeitung, in dem die Vorgänge durch Spezialisten untersucht und Maßnahmen zur Verhinderung des gleichen Schemas entwickelt werden. „Dieser letzte Punkt wird leider oftmals unterschlagen“, so Elmar Schwager, Geschäftsleiter der AuditFactory. „Das führt dann dazu, dass ein gleicher Fall wieder auftreten kann. Ich kenne ein Beispiel, bei dem ein Unternehmen einen Mitarbeiter entlassen hat, weil er Diebstähle nach einem relativ simplen Muster begangen hat. Ein Jahr später wurde das gleiche Schema wieder aufgedeckt. Es handelte sich nur um einen anderen Mitarbeiter. Das Unternehmen hat ganz offensichtlich nichts dazu gelernt.“ Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass das Wirkungsmodell genutzt werden kann, um eine Interne Revision hinsichtlich ihrer möglichen Rollen bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zu beurteilen. So können gezielt kritische Faktoren der Internen Revision wie Personal, Kompetenz und Kapazität untersucht werden. „Die Ergebnisse unserer Analyse können Interne Revisoren nutzen, um ihre Abteilung an eine veränderte Schwerpunktsetzung ‚Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität’ anzupassen,“ so Schwager abschließend. „Wir haben aus der Betrachtung des Wirkungspotenzials einzelner Elemente untereinander bereits einige grundlegende Schlüsse ziehen können, die nicht aus der hohlen Hand kommen, sondern auf der Wirkungslogik des Systems beruhen. Damit können wir fundierte Empfehlungen für die Konzeption und die Überarbeitung solcher Systeme geben. Auf dieser Grundlage führen wir auch Evaluierungen durch, die den Organisationen mehr Sicherheit über den Erfolg ihrer Bekämpfungsmaßnahmen von Wirtschaftskriminalität geben.“ Das Working Paper kann über The AuditFactory bezogen werden. Eine Kurzfassung ist als freier Download über den Internetauftritt von The AuditFactory erhältlich.

Keywords: Anti Fraud Management, Forensic Services,

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