Lüften oder lüften lassen

Von: Dr. Klaus Heidler Solar Consulting  11.03.2008
Keywords: Photovoltaik

Weitere Informationen bekommen Hausbesitzer beim Energieberater und unter www.zukunftaltbau.de Die Faustregel beim Lüften lautet: Mehrmals am Tag für einige Minuten mit weit geöffneten Fenstern stoßlüften. Die warme und feuchte Raumluft wird gegen kühlere und trockenere Außenluft ausgetauscht, die in Wänden und Decke gespeicherte Wärme bleibt im Raum. Die Lüftungszeit verkürzt sich, wenn durch Querlüftung ein Durchzug hergestellt wird. Wichtig ist, vorher die Heizkörperventile zu schließen. Experten warnen vor einer winterlichen Dauerlüftung durch Kippen der Fenster. Es geht nicht nur viel Wärme verloren, auch das Schimmelrisiko in der Fensterlaibung erhöht sich. „Haben Bewohner ein größeres Lüftungsbedürfnis, nachdem neue Fenster eingebaut und das Dach repariert wurde, trügt ihr Gefühl nicht“, sagt Hermann Dannecker, Energieberater und Vorstand des deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN). „Über Fenster- und Türfugen, aber auch über Undichtigkeiten im Dach gab es früher einen ständigen, hohen Luftaustausch - selbst bei geschlossenen Fenstern. Das ist nach einer Sanierung nicht mehr der Fall.“ Die Bewohner gewinnen mehr Komfort und sparen Heizkosten, müssen aber auch systematischer lüften. Denn sonst droht dicke Luft, im schlimmsten Fall sogar Schimmel. Keine Sorgen müssen sich Nutzer einer Lüftungsanlage mit kontrollierter Lüftung machen. Sie sorgt automatisch für einen optimalen Luftaustausch. Ein Heizungsbauer stellt die Regelung passend zu den Lebensgewohnheiten ein. Im Vergleich zu kurzem Querlüften sinken die Heizkosten noch einmal beträchtlich. In der warmen Jahreszeit wird die Anlage abgeschaltet und über die Fenster gelüftet. Welche Modelle für welchen Haushalt geeignet sind, können Energieberater beurteilen. Richtige Spitzenwerte bei Komfort und Energieeffizienz erreichen Anlagen mit Wärmerückgewinnung. Sie sorgen an kalten Tagen für Behaglichkeit mit vorgewärmter Frischluft, indem sie rund 90 % der Abluftwärme auf die Zuluft übertragen. Gut gedämmte Häuser kommen damit in die Nähe von Passivhäusern. Passivhäuser nutzen diese Technik und benötigen nur noch 15 Kilowattstunden Wärme pro Quadratmeter und Jahr. Zukunft Altbau ist aus dem 1999 gegründeten „Impuls-Programm Altbau“ hervorgegangen und klärt Wohnungs- und Hausbesitzer über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung auf. Das Programm wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.

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