Advanced Digital Receiver: Neuer Chipsatz ADR von Blaupunkt

Von: Robert Bosch GmbH Gerlingen  23.05.2006

Radioempfang im Auto ist beliebt: In Europa bestreitet er etwa 70 Prozent der Unterhaltung in Kraftfahrzeugen, in USA immerhin 50 Prozent. Dies ergaben Marktrecherchen im Auftrag der Bosch-Tochtergesellschaft Blaupunkt. Die Tage des UKW-Rundfunks sind jedoch gezählt, in Deutschland beispielsweise wird er bis 2015 schrittweise durch Digital Radio ersetzt. Wie Blaupunkt, Pionier der Autoradio-Entwicklung, sich auf den kommenden Technologieumstieg vorbereitet, darüber berichtete anlässlich einer Fachpressekonferenz im Frühjahr 2006 in Stuttgart Siegfried Gerendt, Leiter der Abteilung Entwicklung Elektronik Systeme der Blaupunkt GmbH. Als Schrittmacher für automobile Empfangstechnik hat Blaupunkt schon seit jeher den Finger am Puls der Marktentwicklung. Auf diese Weise gelang es, das Know-how auch hinsichtlich international gebräuchlicher Empfangsstandards kontinuierlich weiter zu entwickeln. Zu den traditionellen AM- und FM-Standards stießen dabei in jüngerer Zeit innovative Digital-Standards, etwa DAB/DMB (Digital Audio/Multimedia Broadcasting), DRMondiale (Digital Radio Mondiale), HD-Radio (US-amerikanisches Hybridsystem) und SDARS (Satellite Digital Audio Radio Service). Gegenüber heute üblichen Modellen werden Autoradios künftig freilich noch einiges mehr bieten als nur den zusätzlichen Empfang digital ausgestrahlter Programme. So steht seitens der Kunden ein weiter perfektionierter FM-Empfang auf der Wunschliste der Kunden nach wie vor ganz oben, klangbestimmende Funktionen wie fahrzeugspezifisches Equalizing oder laufzeitkorrigierte Audiokanäle werden schon in die Grundausstattung von Fahrzeugen einfließen. Die Automobilhersteller erwarten zudem bedarfsgerecht skalierte, weltweit verwendbare Empfängerbaugruppen. Die Umsetzung der geschilderten Anforderungen mit marktüblichen Mitteln würde bis zu vier voneinander unabhängige elektronische Baugruppen erfordern und ist somit unverhältnismäßig aufwändig. Aufbauend auf der bewährten DDA-Technik (Digital Directional Antenna) geht Blaupunkt stattdessen den technisch wie wirtschaftlich besseren Weg eines hochintegrierten Chipsatzes. Mit der Bezeichnung ADR (Advanced Digital Receiver) wird dieser Chipsatz vom kommenden Jahr an in neuen Blaupunkt-Autoradios Einzug halten. ADR verbindet die weiter entwickelten Vorteile der DDA-Technik, also die gezielte Unterdrückung von Empfangsstörungen ausgelöst durch Mehrwegeempfang, mit vorbereiteten Schnittstellen für digitale Rundfunkdienste wie DAB und DRMondiale. 'Zusätzlich integriert haben wir im ADR die komplette Empfängersteuerung, die RDS-Elektronik (Radio Data System) und die gesamte für künftige High-End-Produkte notwendige Audio-Signalverarbeitung einschließlich der Schnittstellen für unterschiedlichste Audioquellen,' so Siegfried Gerendt. Das heißt, auch Spezialfunktionen wie die fahrgeräuschabhängige Audiosignalverarbeitung und die vollautomatische Klangeinmessung mit Laufzeitkorrektur vermag der ADR-Chipsatz bereitzustellen. Tuner mit ADR-Chipsatz setzen bei Eingangsdynamik, Empfindlichkeit und Großsignalverhalten neue Maßstäbe, die mit absoluten Bestwerten quittiert werden. Am anderen Ende der Signalkette bietet das ADR-Konzept in der Audiosignalverarbeitung Freiheitsgrade wie noch nie. Zwei Kostproben mögen dies veranschaulichen: So lässt sich jeder Sitzplatz im Fahrzeug individuell mit Audiosignalen aus unterschiedlichen Quellen versorgen. Und was das fahrzeugspezifische Klangdesign anbelangt, dafür hält ADR über 140 frei programmierbare Filter parat. Mit diesem Tausendsassa-Chipsatz ADR in den Händen der Entwicklungsingenieure kann Siegfried Gerendt leicht sagen: 'Blaupunkt wird also auch künftig als Schrittmacher für perfekten Radioempfang im Auto den Anspruch ‚Best in Class' weiter ausbauen.'


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