Heidelberg erhält Umweltpreis 'Most Progressive Environmental Process'

Von: Heidelberger Druckmaschinen AG  14.04.2008
Keywords: Druckmaschinen

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) erhielt vor kurzem den Umweltpreis 'Most Progressive Environmental Process' durch das kanadische Fachmagazin 'PrintAction'. Vor mehr als 400 Repräsentanten der kanadischen Printmedien-Industrie wurde Heidelberg als Lieferant umweltfreundlicher Maschinen ausgezeichnet. Der Preis würdigt insbesondere, dass Heidelberg den Umweltschutz ganzheitlich betrachtet und Umweltthemen von der Entwicklung der Druckmaschinen über ihre Fertigung bis hin zum Einsatz in der Druckerei berücksichtigt. In der Kategorie 'Most environmentally progressive printers (100+ employees)' erhielten die Druckereien 'The Lowe Martin Group' und 'Hemlock Printers' eine Auszeichnung in Gold. Beide Druckereien produzieren mit Maschinen von Heidelberg. Hemlock Printers wurde bereits im dritten Jahr mit dem renommierten Umweltpreis ausgezeichnet. In der Druckerei werden unter anderem drei Speedmaster SM 102, eine Speedmaster CD 74, eine Speedmaster SM 52 sowie zwei Quickmaster 46 mit insgesamt 40 Druckwerken eingesetzt. Die Druckerei arbeitet mit dem Farbmesssystem Prinect Image Control. Damit ist es Hemlock Printers gelungen, den Einsatz von Ressourcen sowie Abfall und Emissionen zu minimieren. So konnte im Jahre 2007 die Menge an zu entsorgendem, nicht recycelbarem Abfall um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. 'PrintAction' würdigt mit den Preisen Hersteller, Lieferanten, Druckereien und Drucksacheneinkäufer für verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt. Die Auszeichnung umfasst verschiedene Kategorien, wie die Entwicklung innovativer Technologien und Prozesse für den Umweltschutz oder gesellschaftliches Umweltengagement. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten, die über mehrere Jahre laufen und damit dem Umweltschutz langfristig und nachhaltig dienen. Heidelberg arbeitet seit Jahren konsequent daran, den Ressourcenverbrauch sowie Emissionen und Abfälle durch Maßnahmen in der Entwicklung, der Produktion und der Nutzung von Druckmaschinen zu reduzieren. Bereits 1992 hat das Unternehmen den Umweltschutz zum Unternehmensziel erklärt und zuletzt das Thema Ökologie so stark wie noch nie auf die Agenda seiner strategischen Themen gesetzt. 'Wir machen das im Bewusstsein der Verantwortung gegenüber der Umwelt, gegenüber unseren Kunden und auf lange Sicht auch gegenüber der nächsten Generation', erklärt Dr. Jürgen Rautert, Vorstand für Technik und Produkte bei Heidelberg. Heidelberg stärkt Eco Printing Um den Entstehungsprozess neuer Druckmaschinen noch stärker als bisher unter ökologischen Gesichtspunkten vorantreiben zu können, entwickelte Heidelberg im vergangenen Jahr zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt ein intranetbasiertes Umweltportal. Arbeitet ein Entwickler beispielsweise an der Konzeption eines neuen Farbwerks, so stellt ihm das Portal aus einer umfassenden Datenbank gezielt die zutreffenden Umweltanforderungen bereit. Darüber hinaus kann in der Datenbank auch das Know-how der Entwickler in Sachen Umweltschutz hinterlegt und auf diese Art mittelfristig als 'best practice' abgerufen werden. Das Portal steht kurz vor der Einführung und ist als Arbeitsmittel konzipiert, um den Umweltschutz in einer ersten und zugleich richtungsweisenden Phase des Produktlebenszyklus zu verankern. 1996 wurde mit der Gießerei von Heidelberg in Amstetten der allererste Standort eines Druckmaschinenbauers ökozertifiziert. Inzwischen sind an allen Bogenoffset-Standorten Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 installiert. Die Standorte dokumentieren eine Vielzahl von Umweltkennzahlen, etwa den Verbrauch von Strom, Gas und Wasser oder die Menge des anfallenden Abfalls. Diese Daten werden intern wie extern regelmäßig abgefragt und bewertet. Einmal im Jahr findet zudem ein Management Review zu diesem Themenkomplex statt, bei dem weitere Verbesserungs- und Einsparmöglichkeiten beschlossen werden. So ist es gelungen, die Umwelteinflüsse an etlichen Heidelberg Standorten in den vergangenen Jahren trotz deutlicher Produktionssteigerungen signifikant zu reduzieren. In der Gießerei im schwäbischen Amstetten beispielsweise, einem naturgemäß sehr energieintensiven Standort, sanken der Erdgasverbrauch pro Tonne Output innerhalb eines Jahres um 30 Prozent und der Wasserverbrauch um 20 Prozent. Die durchgehende Umweltphilosophie schließt an allen Standorten auch die Zulieferer mit ein: Diese sind verpflichtet, ähnliche Umweltstandards einzuhalten wie Heidelberg selbst. Neben der eigenen Produktion steht die Entwicklung innovativer, umweltfreundlicher Druckmaschinen im Fokus. So erzielt die neue Speedmaster XL 105 bei gleichem, teils sogar geringerem Stromverbrauch 30 Prozent Produktivitätssteigerung. Auch wesentliche Komponenten des Star-Peripheriesystems reduzieren die Umweltauswirkungen des Druckprozesses. Der PowderStar AP 500 sorgt für geringere Puderauftragsmengen und Staubbelastung, die Luftversorgung AirStar reduziert den Stromverbrauch um 30 bis 50 Prozent, und die neuen DryStar Trockner erbringen bei gleichem Stromverbrauch eine deutlich höhere Leistung. Mit einem entsprechenden Prinect Software-Paket lässt sich Makulatur in einer Größenordnung von 400 Bogen pro Druckjob einsparen. In Hinblick auf die CO2-Emission ist der Papierverbrauch der ausschlaggebendste Faktor.

Keywords: Druckmaschinen

Heidelberger Druckmaschinen AG kontaktieren

E-Mail

Diese Seite drucken