Abfall als Wärmeträger

Von: Wolfgang Lippmann Umwelt Engineering  16.09.2009
Keywords: Heizung, Sanierung, Haustechnik

Seit dem 1. Januar 2009 fordert das , dass bei Neubauten die Heizung zum Teil mit regenerativen Energien abgedeckt werden soll.
Es gibt bereits Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Hallenheizung. Biomasse beheizt die Werkhalle sowie das Wohn- und Geschäftshaus und erwärmt das Brauchwasser. Als Energieträger dienen nur die Holzreste aus der eigenen Produktion,also Abfall als Wärmeträger.
Holz ist bei Architekten und Baufamilien sehr beliebt. Mit der Menge an Aufträgen wächst aber auch die Menge an Holzresten in der Produktion. Bisher erwiesen sich die mit Öl befeuerte Luftheizung in Werkhallen und die separate Gasheizung für das Wohn- und Geschäftshaus als große Kostenpunkte. Der Gedanke lag nahe, beide Probleme miteinander zu verbinden und einer Lösung zuzuführen.

Hackschnitzel- und Pellet-Heizungen sind im privaten Wohnungsbau schon seit Jahren bekannt, der Brennstoff wäre auch für Holz verarbeitende Industrien ideal. Deshalb gilt Biomasse in der derzeitigen Klimadebatte als CO2-neutral und förderungswürdig. Wenn der Wärmeenergiebedarf zu 50 % mit Biomasse gedeckt wird, ist damit die Forderung des (EEWärmeG) bereits erfüllt.
Eine Fernwärmeleitung überträgt die Wärme vom Warmwasserspeicher in der Halle zum benachbarten Gebäude. Die Kostenersparnis insgesamt liegt bei etwa 12.500 Euro pro Jahr.
Um eine saubere Verbrennung zu gewährleisten, wird der Abfall als Wärmeträger aus der Zimmerei erst gehäckselt und vermischt, so dass ein homogenes Materialverhältnis hergestellt wird.

Der feuerungstechnische Wirkungsgrad bei Verwendung von Abfall als Wärmeträger liegt bei knapp 92 %. Die Investitionskosten liegen rund 20 % unter denen einer herkömmlichen Warmwasserheizung mit Hackschnitzelkessel. Auch alle anderen Vorgaben, unter anderem die Grenze für den Kohlenmonoxid-Wert, wurden deutlich unterschritten.

Inzwischen sind deutschlandweit 15 der umweltfreundlichen Heizanlagen im Einsatz, bislang im Leistungsbereich von 50 bis 500 kW. Hauptsächlich wird Abfall als Wärmeträger derzeit in Holz verarbeitenden Betrieben sowie in der Land- und Forstwirtschaft genutzt, aber auch in Unternehmen, die sehr viel Prozesswärme benötigen. Dazu zählen vor allem Trocknungsvorgänge, etwa wie bei Kräutern, Hopfen, Hackschnitzel oder in Lackieranlagen. Zum anderen hat die Holzindustrie großes Interesse an Abfall als Wärmeträger, weil sie natürlich den Brennstoff sehr günstig herstellen oder beziehen kann.

Keywords: Anlagenmontage, Dunkelstrahler, Energieberatung, Erneuerbare Energien, Fußbodenheizung, Hallenheizung, Haustechnik, Heizkessel, Heiztechnik, Heizung, Hüllflächentemperierung, Sanierung, Strahlungsheizung, Wandheizung, Zentralheizungsbau

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