Energie sparen als Mieter

Von: Wolfgang Lippmann Umwelt Engineering  16.09.2009
Keywords: Heizung, Sanierung, Klima

Wärmedämmung, Wärmeschutz- Fenster oder eine moderne Heizung inklusive Warmwasserbereitung sind Sache des Vermieters und können nur in Ausnahmefällen vom Mieter eingefordert werden. Trotzdem können Mieter selbst etwas tun, um Energie zu sparen.

Verbrauch kontrollieren

Der erste Schritt zum Energie sparen als Mieter ist: die eigenen Energieverbräuche kennen. Einsparpotenziale können durch den Vergleich des eigenen Verbrauchs mit Durchschnitts- und erreichbaren Bestwerten ermittelt werden.

Wer nur so viel heizt, wie tatsächlich benötigt wird, kann seine Heizkosten deutlich senken und Energie sparen als Mieter. Je Grad Celsius weniger senkt sich im Altbau der Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Wenn Sie in einem Raum die Temperatur von 24 °C auf 20 °C reduzieren, sparen Sie dort gut 20 Prozent der Heizkosten.

Kalte Luft kann weniger Feuchte binden als Warme. Aus diesem Grund sollten kühle Räume niemals mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden. Denn so gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Feuchte in den kühleren Raum.

Wenn Sie in einem älteren Haus die Behaglichkeitszeiten individuell steuern möchten, können sie programmierbare Thermostatköpfe einsetzen. Diese können so eingestellt werden, dass die Temperatur automatisch zu bestimmten Zeiten erhöht oder abgesenkt wird.

Solche programmierbare Thermostatköpfe darf der Mieter selbst montieren oder durch einen Fachmann anbringen lassen.

Da die Außenwand in der Heizkörpernische dünner ist und vom Heizkörper stark erwärmt wird, geht hier viel Wärme nach draußen. Wenn zwischen Heizkörper und Außenwand ausreichend Platz vorhanden und dieser gut zugänglich ist, können Sie hinter den Heizkörper Dämmstoffplatten kleben und so diese Wärmeverluste reduzieren.

Durch Luft ist der Heizkörper nicht mehr vollständig mit Wasser gefüllt und bleibt deshalb teilweise kalt. Mit einem speziellen Schlüssel und wenigen Handgriffen kann man Heizkörper entlüften.

Ist der Heizkörper durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge abgedeckt, kann seine Leistung nicht voll genutzt werden. Außerdem kann das Thermostatventil durch den Wärmestau unter Abdeckungen nicht die richtige Raumtemperatur einstellen.

Dichtungsbänder und Bürstendichtungen unter den Türen können Sie leicht selbst anbringen.

Achten Sie aber darauf, daß ein Mindestluftwechsel erhalten bleibt. Bei vollständiger Abdichtung verschimmelt Ihre Wohnung weil die Luftfeuchte nur unzureichend abgeführt wird.

Nur wenigen ist bewusst, dass die Warmwasserbereitung nach der Heizung der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt ist. Besonders teuer kann es werden, wenn das warme Wasser elektrisch erzeugt wird.

Ein einziges Vollbad benötigt meist dreimal mehr Wasser und Energie als ein Duschbad.

Beispielsweise indem man den Duschkopf gegen eine Sparbrause austauscht. Das Duscherlebnis bleibt dasselbe. Jedoch fließen dank des intelligenten Dosiersystems nur etwa sechs Liter Wasser pro Minute durch den neuen Brausekopf - statt zwölf oder mehr Litern bei Standardduschen.

Bei der Warmwasserbereitung sparen Sie Energie als Mieter, wenn Sie das Wasser nur auf die Temperatur erwärmen, die Sie tatsächlich benötigen.

Ist die Veränderung ohne großen Aufwand wieder rückgängig zu machen und sind keine Substanzschäden zu erwarten, muss keine Erlaubnis eingeholt werden. Im Zweifelsfall sollten Sie die geplanten Einbauten rechtzeitig mit dem Vermieter abklären.

Wenn Sie in einer sanierungsbedürftigen Energieschleuder wohnen, stoßen Ihre Sparbemühungen bald an Grenzen. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Vermieter sprechen. Zu bestimmten Energiesparmaßnahmen sind Vermieter gesetzlich verpflichtet. Dazu gehören:

die Dämmung der Rohrleitungen im unbeheizten Bereich,

die Dämmung von zugänglichen, nicht begehbaren obersten Geschossdecken,

der Austausch von über 30 Jahre alten Heizungsanlagen.

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