Erneuerbare Energie wirtschaftlich

Von: Wolfgang Lippmann Umwelt Engineering  16.09.2009
Keywords: Heizung, Sanierung, Klima

In den letzten Jahren haben sich die Heizenergiepreise gut verdoppelt.
Klar ist: weltweit steigt die Nachfrage nach fossilen Energien deutlich an. Die neu entdeckten, erschließbaren Vorkommen nehmen dagegen ab.
Sicher ist, dass die Preise weiter steigen werden. Damit werden und wirtschaftlich.
Die Sorge um die Wirkungen der globalen Klimaveränderungen führt außerdem zu einem gesellschaftlichen Umdenken, daß das Augenmerk auf eine höhere und auf lenkt.
Gleichzeitig gelten als veraltet. Die Hausbesitzer zögern aber mit dem fälligen Ersatz, da die zahlreichen gesetzlichen Neuregelungen und die Unsicherheiten bei der Energiepreisentwicklung die Entscheidung nicht leicht machen.

Hoher Wärmestrahlungsanteil der Heizquellen, wärmetechnisch optimierte Außenwände, Dach und Keller, Fenster sorgen für einen niedrigen Wärmebedarf.

Mit der Wahl des Heizenergieträgers legt sich der Hausbesitzer auf die Klimaverträglichkeit und die am Markt jeweils verfügbaren Techniken fest.
Je geringer der Ihres Hauses, desto kleiner kann die Heizung ausgelegt werden. Mit abnehmendem Energiebedarf für Raumwärmeerzeugung spielt außerdem der Anteil der Warmwasserbereitung durch die Heizung eine größere Rolle.

Sie kann, wie bei Erdgas und Strom, aus einer Leitung erfolgen. Bei Heizöl, Biodiesel, Flüssiggas, Holzpellets oder Stückholz wird dagegen ein eigenes Brennstoffzwischenlager benötigt. Nach neuestem Stand der Technik kann die Erneuerbare Energie auch aus Umweltwärme, wie bei Solaranlagen oder Wärmepumpen, zugeführt werden.

Beispiele für Erneuerbare Energie sind Holzöfen, Wärmepumpen oder künftig auch Brennstoffzellen.

wird die Wärme vom Wärmeerzeuger in die Räume gebracht. In den meisten Fällen geschieht dies durch erwärmtes Heizwasser, das durch Rohre in die Heizkörper oder die Hüllflächentemperierung transportiert wird.

  • Wärmepumpen für die Nutzung der Wärme aus dem Erdreich oder Grundwasser, bedingt auch aus der Außenluft
  • Holzvergaserkessel für Scheitholz
  • Holzpellet-Kessel oder Kessel für Holzhackschnitzel
  • Öfen für Scheitholz oder Pellets, mit oder ohne Anbindung an das Wärmeverteilsystem
  • Solaranlagen zur Heizungsunterstützung und/oder Warmwasserbereitung

Während Großanlagen seit etlichen Jahren funktionieren, gelingt es bislang nicht, diese Technik auch im kleinen Maßstab wirtschaftlich darzustellen.

erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Sie sind in größeren Leistungsklassen bewährt und dort ökologisch wie ökonomisch empfehlenswert. Ein Gerät mit genügend kleiner Leistung und niedrigen Investitionskosten für das Einfamilienhaus gibt es jedoch derzeit noch nicht in Serienreife.

Durch kostengünstige Maßnahmen kann oftmals das vorhandene Heizsystem optimiert werden. Mit folgenden Maßnahmen können bis zu 20 Prozent Energie eingespart werden:

  • Reinigung und Wartung des Wärmeerzeugers
  • Verbesserte, nutzerorientierte Regelung
  • Hydraulischer Abgleich
  • Dämmung von Rohren und Armaturen im unbeheizten Bereich
  • Ersatz der vorhandenen Umwälzpumpe durch eine Hocheffizienzpumpe
  • Eventuell Einsatz programmierbarer Thermostatventile.

Wenn nur der Wärmeerzeuger ausgetauscht werden, das Heizsystem ansonsten aber beibehalten werden soll, kann trotzdem Energie gespart werden. Wird ein Niedertemperaturkessel durch ein Brennwert- Gerät ersetzt, so spart das bis zu 25 Prozent Energie. Voraussetzung ist hierbei der (siehe Infokasten), damit die Brennwertnutzung funktionieren kann. Weitere Beispiele für Optimierungen ohne grundlegende Systemänderung: Einsatz eines Holzvergaserkessels anstelle des vorhandenen Standard-Holzkessels, Ersatz eines direkt beheizten Gas-Warmwasserspeichers durch einen mit dem Brennwertgerät verbundenen Speicher.

Ist eine grundlegende Erneuerung des gesamten Heizsystems geplant, sollte auch über Erneuerbare Energie  nachgedacht werden. Dann kann die an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasste, energieeffizienteste Technik ausgewählt werden. Beispiele dafür sind: Erneuerung durch einen automatisch beschickten Pelletkessel, Ersatz durch eine .

Oft kann es sinnvoll sein, das vorhandene oder geplante Erneuerbare Energie Heizsystem durch ein Zweitsystem für Erneuerbare Energie zu ergänzen: Seit Anfang 2009 ist es gesetzliche Pflicht, Solaranlagen als Ergänzung vorhandener Zentralheizungen zur Warmwasserbereitung, auch zur einzubauen. Auch in Wohnräumen aufgestellte Holzöfen für Stückholz oder Pellets können ein Heizsystem unterstützen – wahlweise als Einzelofen oder eingebunden in das vorhandene Wärmeverteilsystem.

Die Eignung von Luft/Wasser-Wärmepumpen ist kritischer zu sehen, insbesondere in der Sanierung, da hier in der Praxis oft keine ausreichend hohen Jahresarbeitszahlen erreicht werden. Abzuraten ist wegen zu niedriger Jahresarbeitszahlen auch von Wärmepumpengeräten zur ausschließlichen Warmwasserbereitung.

Vorteilhaft sind die niedrigen Brennstoffkosten, insbesondere für Scheitholz, aber auch für Pellets. Die Kesseltechnik ist bei Pellets allerdings deutlich teurer als bei Öl oder Gas. Pelletkessel funktionieren zwar vollautomatisch, haben aber – insbesondere bei schlechter Pelletqualität – einen höheren Wartungsaufwand.

werden neben Kohle und Atomkraft künftig Erneuerbare Energie wie Solar- und Windenergie eine zunehmende Rolle spielen. Die zusätzlich erschließbaren Potenziale der Wasserkraft sind in Deutschland hingegen gering. Bei Erzeugung aus erneuerbaren Energien ist die Reichweite des Stroms praktisch unbegrenzt.

ist die Situation anders: Die einheimischen Holzvorkommen (einschließlich Pelletproduktion) reichen ohne zusätzliche Aufforstungen noch für einige Zehntausend neue Heizungen. Zusätzliches Potential gibt es bei anderer Biomasse und Pflanzenöl (zum Beispiel Rapsöl), wobei hier Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden ist.

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