Steuern sparen bei der Scheidung

Steuern sparen bei der Scheidung von Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim

Von: Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim  30.11.2007
Keywords: Rechtsberatung, Steuerrecht

Die Folgen von Trennung und Scheidung sind für beide Ehegatten verträglich zu gestalten.Die Kosten der getrennten Lebensführung sind höher als die Ausgaben der Familie währendintakter Ehe. Hinzu kommt der Verlust des Ehegattensplittings im Rahmen derEinkommensteuer.Die Kosten der Scheidung schlagen dabei zusätzlich zu Buche. Hier aber gibt esMöglichkeiten, durch die Geltendmachung außergewöhnlicher Belastungen Einkommensteuerzu sparen.Außergewöhnliche Belastungen können nach § 33 EStG vom Gesamtbetrag der Einkünfteabgezogen werden, soweit sie die zumutbare Eigenbelastung des Steuerpflichtigenübersteigen.Die Kosten der Scheidung sind dabei erst relevant, wenn sie einen bestimmten Betragübersteigen. Dieser wiederum ist abhängig vom Gesamtbetrag der Einkünfte und der Zahl derKinder. Da diese Untergrenze jährlich neu anfällt, sollten die Kosten möglichst nur in einemJahr entstehen. Es kommt hierbei nicht auf das Datum der Rechnung an. Entscheidend istvielmehr die tatsächliche Zahlung.Welche Kosten aber sind abzugsfähig ? Nach ständiger Rechtsprechung desBundesfinanzhofes (BFH) können die Gerichts- und Anwaltskosten des Scheidungsverfahrensals außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG geltend gemacht werden.Selbiges gilt für Schuldzinsen zur Finanzierung dieser Ausgaben.Die Kosten einer außergerichtlichen Einigung, die z.B. bei Abschluss einerScheidungsvereinbarung entstehen, sind nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig.Nach Ansicht des BFH sind diese Aufwendungen nicht zwangsläufig, was durchaus auf Kritikstoßen dürfte.Der BFH geht leider sogar noch einen Schritt weiter. Auch die Kosten der Scheidung, diedurch ein gerichtliches Verfahren entstehen, gelten nur eingeschränkt als außergewöhnlicheBelastungen im Sinne des Gesetzes. So sind die Kosten eines Unterhaltsverfahren oder einerKlage auf Zugewinnausgleich steuerneutral. Selbiges gilt für die Verfahren aufHausratsteilung, zur Regelung der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts.Letztendlich sind es nur die Anwalts- und Gerichtskosten der eigentlichen Scheidung und desVersorgungsausgleichs, die Berücksichtigung finden. Dieser so genannte Zwangsverbund ausScheidung und Versorgungsausgleich bildet die einzige Grundlage, entstehende Kosten beider Berechnung der Einkommensteuer abzusetzen. Das ist eine unbefriedigende Situation, dader größte Anteil der Kosten meist nicht durch diesen Zwangsverbund entsteht.Eine weitere Möglichkeit der steuerlichen Berücksichtigung von Kosten im Rahmen derVermögensabwicklung zwischen Ehegatten könnte sich dann ergeben, wenn Immobilien zurAbgeltung des Zugewinnausgleichs oder als Abfindung des Ehegattenunterhalts übertragenwerden. Solche Geschäfte betrachtet der BFH als entgeltlich. Demnach könnte es möglichsein, die damit einher gehenden Kosten als Anschaffungskosten zu deklarieren.Schließlich ist vom BFH noch nicht abschließend entschieden, ob die Kosten desZwangsverbundes nur in Höhe der gesetzlichen Anwaltsvergütung abgezogen werdenkönnen, oder aber auch solche vereinbarten Honorare relevant sind, die über den gesetzlichenGebührenrahmen hinaus gehen. Hier besteht Spielraum in der Gestaltung desGebührenaufkommens und dessen Verteilung auf die einzelnen Tätigkeiten des beauftragtenRechtsanwalts.Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim

Keywords: Rechtsberatung, Steuerrecht

Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim kontaktieren

E-Mail

Diese Seite drucken