Steuern und Unterhalt

Steuern und Unterhalt von Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim

Von: Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim  30.11.2007
Keywords: Rechtsberatung, Steuerrecht

Unterhaltszahlungen kann man von der Steuer absetzen. Das ist die gute Nachricht. Dieschlechte Nachricht lautet – wie immer bei den Juristen – es kommt darauf an:Zahlungen von Kindesunterhalt sind grundsätzlich nicht steuermindernd zu berücksichtigen.Dies gilt für minderjährige Kinder ebenso wie für Volljährige, solange sie noch Kindergeldbeziehen. Die Unterhaltsbelastung durch Kinder wird durch das Kindergeld und dieKinderfreibeträge ausgeglichen.Zahlungen von Ehegattenunterhalt sind demgegenüber sehr wohl bei der Steuer absetzbar. Esgibt zwei Möglichkeiten dies zu tun. Beide Möglichkeiten gelten erst, wenn die gemeinsameVeranlagung nicht mehr durchgeführt werden kann, also in der Regel ab dem Kalenderjahr,das auf die Trennung folgt.Einerseits kann der Ehegattenunterhalt im Wege des Realsplittings, also als Sonderausgabegeltend gemacht werden. Der Höchstbetrag pro Jahr beläuft sich auf EUR 13.805, was einemmonatlichen Unterhalt von EUR 1150 entspricht. Der Nachteil dieser Möglichkeit liegt aberzum einen darin, dass der Empfänger des Unterhalts dem zustimmen muss (Anlage U).Andererseits hat der Empfänger den Unterhalt dann als Einkommen zu versteuern, was ersonst nicht muss, der Unterhalt ist sonst steuerneutral.Zum anderen kann der Ehegattenunterhalt als außergewöhnliche Belastung geltend gemachtwerden. Hier liegt der Höchstbetrag nur bei EUR 7680, was diese Form der Steuerersparnisnur bei geringeren Unterhaltszahlungen attraktiv macht, also einem Monatsunterhalt bis EUR640. Voraussetzung und damit Nachteil dieser Ausgleichsform ist, dass der Empfänger ohneEinkommen und Vermögen sein muss. Hat er Einkommen über EUR 624 pro Jahr (!), mindertjeder weitere Einkommenseuro den Freibetrag, was diesen Abzug dann in vielen Fällenunwirtschaftlich werden lässt.Der Vorteil der zweiten Variante liegt darin, dass der Unterhaltsempfänger nicht zustimmenmuss.Übrigens können beide Varianten nicht nebeneinander gewählt werden, man muss sich füreine entscheiden, kann dies aber auch von Jahr zu Jahr variieren.Noch ein Hinweis zum Schluss: Absetzbar sind auch Einmalzahlungen und Sachleistungen,wie z.B. die mietfreie Überlassung der eigenen Immobilie oder der Schuldendienst fürgemeinschaftliche Immobilien. Im Einzellfall ist hier eine individuelle Beratung notwendig,notfalls auch durch den Steuerberater. Bezieher von durchschnittlichen Einkommen istinsoweit die Mitgliedschaft in einer Lohnsteuerhilfe zu empfehlen.Rechtsanwalt Eric Schendel, Ihr Scheidungsanwalt in Mannheim

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