König & Cie. Schiffsfonds MT King Edwin - Totalverlust für Anleger

König & Cie. Schiffsfonds MT King Edwin  - Totalverlust für Anleger von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

Von: Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB  17.01.2012
Keywords: Schadenersatz, Anlegerschutz

Die Sanierung ist gescheitert. Anleger haben gute Chancen auf Schadenersatz. Einnahmen, die weit hinter den prospektierten Annahmen zurückbleiben und eine Bank, die mit ihrem säumigen Kreditnehmer die Geduld verliert. Das Ergebnis ist für die Anleger des König & Cie. Renditefonds 62 - MT "King Edwin" fatal: Sie werden von ihrem investierten Geld mit Sicherheit nichts mehr wiedersehen, der Totalverlust ist eingetreten. Mit dem König & Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" ist damit ein weiterer Schiffsfonds gescheitert, es wird nicht der letzte sein, bei dem sich die Risiken einer spekulativen unternehmerischen Beteiligung verwirklicht haben. Neben den allgemeinen Risiken des Schifffahrtsmarktes und dem von Deutschen Fondsinitiatoren, Reedern und Banken aus bloßem Gewinnstreben zu Lasten der Anleger geschaffenen Überkapazitäten waren es viele Risiken der Schiffsfondskonstruktion selbst, die sich zum Nachteil der Anleger ausgewirkt haben. Bedauerlicher Weise wurden zumindest die uns bekannten Anleger des Fonds über grundlegende Tatsachen der Fondsbeteiligung und die Risiken von ihren Beratern, beispielsweise der Karlsruher BBBank und anderer Volks- und Raiffeisenbanken nicht informiert. Keine Information über Mittelherkunft und Kreditaufnahme in der Beratung Die Berater haben unsere Mandanten nicht darauf hingewiesen, dass die für Erwerb des Schiffs aufzuwendenden Kosten gerade einmal 87% des Gesamtaufwandes des König & Cie. Renditefonds 62 MT "King Edwin" ausmachten. Ebenso wenig wurden sie darüber informiert, dass das von den Anlegern aufzubringende Kommanditkapital incl. Agio in Höhe von 14.227.500 € 43% des Gesamtaufwandes ausmacht und die restlichen 57% durch Kredite finanziert wurden. Je höher die Kreditaufnahme ist, umso größer sind die Verlustrisiken für die Anleger. Nur 72% des Anlegerkapitals flossen in den Bau des Schiffes - 21 % in Vertriebsprovisionen Auch über die Verwendung der von ihnen als Anleger aufzubringenden Mittel im Rahmen des König & Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" wurden unsere Mandanten im Unklaren gelassen. Die Berater haben ihnen nicht mitgeteilt, dass nur 72% des Anlegerkapitals für den Erwerb des Schiffes Verwendung finden, während 28% des Anlegerkapitals in nichtinvestive Zwecke wie vorbereitende Bereederung, Gründungs- und Emissionskosten fließen. Auch der Prospekt enthält diese Information nicht. Dabei machen die für die Vermittlung der Anleger gezahlte Vergütung, also die so genannten Vertriebsprovisionen alleine 21% des von den Anlegern aufzubringenden Kapitals aus. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Anlageberater und -vermittler über Vertriebskosten von mehr als 15% ausdrücklich im Rahmen der Beratung informieren. Beteiligung mit hohen Risiken Schiffsfondsbeteiligungen sind grundsätzlich unternehmerische Beteiligungen, die erheblichen Risiken beinhalten, die bis zum Totalverlust der von den Anlegern investierten Mittel führen können. Die uns bekannten Anleger des König & Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" wurden nicht explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Fonds um eine unternehmerische Beteiligung handelt, die nur für Anleger geeignet ist, die Teile ihres Vermögens in eine unternehmerische Anlageform investieren möchten und die gegebenenfalls den bei einem unerwartet negativen wirtschaftlichen Verlauf eintretenden Verlust, gegebenenfalls auch einen Totalverlust ihres investierten Geldes, in Kauf nehmen können. Unsichere Einnahmen gefährden den Erfolg der Anlage Ebenso wenig wurden sie darauf hingewiesen, dass die im Prospekt dargestellten Einnahmen des Schiffes keinesfalls sicher sind. Das Fondsschiff des König & Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" verfügt nicht über eine Festcharter (ist nicht fest angemietet). Es soll vielmehr für konkrete Transportaufträge verchartert werden (Tagescharter). Die Chartereinnahmen bei der Tagescharter unterliegen sehr starken Schwankungen. Den zukünftigen Verlauf der Charterraten kann niemand vorhersagen. Gerade bei einer Schiffsinvestition, die mit einer hohen Kreditaufnahme verbunden ist, stellt die Unberechenbarkeit der Schiffseinnahmen ein extremes Risiko dar. Die MT "King Edwin" fuhr in einem so genannten Einnahmepool, bei dem die Einnahmen aller Schiffe untereinander aufgeteilt werden. Die Gesellschafterin, von der der Fonds das Schiff erworben hat, ist eine der Gründungsgesellschafter dieses Pools. Die Beschäftigung des Schiffes im Pool kann zwar einen Ausgleich der Einnahmen zwischen den einzelnen Poolschiffen herbeiführen, nicht aber die enormen Einnahmeschwankungen, denen alle Schiffe unterliegen, ausgleichen. Dies kann zur Folge haben, dass die Fondsgesellschaft MT "King Edwin" die an die Banken für aufgenommene Kredite zu leistenden Zahlungen nicht mehr erbringen kann, so das die Bank im schlimmsten Fall den Kredit kündigt und das Schiff verwertet. Da der Schiffspreis auch von den dann erzielbaren Chartereinnahmen abhängt, übersteigen Erlöse von zwangsversteigerten Schiffen in der Regel nicht die Darlehensschulden. Die Anleger gehen leer aus. Über diese Zusammenhänge und Risiken wurden die uns bekannten Anleger des König und Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" von ihren Beratern nicht informiert. Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Euro und Japanischem Yen Da ein Teil der vom König & Cie. Renditefonds 62 - MT "King Edwin" aufzunehmenden Kreditmittel in Japanischen Yen (JPY) aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen. Kein Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen – Kündigung der Beteiligung erst zum 31.12.2022 möglich Was für den von uns vertretenen Anlegern des König & Cie. Schiffsfonds MT "King Edwin" von ihren Beratern ferner verschwiegen wurde, ist, dass sie die Beteiligung nicht vor dem 31.12.2022 kündigen können und vorher keine Chance besteht, an ihr Geld zu kommen. Da es keinen geregelten Zweitmarkt für gebrauchte Fondsbeteiligungen gibt, ist eine Veräußerung nahezu ausgeschlossen. Gleiches gilt für die Erzielung eines Anteilspreises, der dem investierten Kapital entspricht. Hier sind für den Fall, dass ein Käufer gefunden wird, erhebliche Abstriche hinzunehmen. Die diesbezüglichen Darstellungen im Fondsprospekt sind nach unserem Dafürhalten unzureichend und erwähnen auch nicht, dass für den Fall, dass man einen Erwerber für den Fondsanteil findet, eine fünfjährige Nachhaftung besteht, die insbesondere dann greift, wenn die Anleger Ausschüttungen erhalten haben, bei denen es sich nicht um (Bilanz-) Gewinne des Fonds gehandelt hat. Haben Sie Fragen zu Ihrer Beteiligung am König & Cie. Renditefonds 62 - MT "King Edwin"? Wollen auch Sie wissen, ob Sie falsch beraten wurden und ob Sie Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen haben? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne! Ihre Ansprechpartner: Michael Minderjahn Rechtsanwalt Mathias Nittel Rechtsanwalt & Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Heidelberg | Hans-Böckler-Straße 2 A | D-69115 Heidelberg | Tel.: 06221 915770 München | Residenzstraße 25 | D-80333 München | Tel.: 089 25549850 info@nittel.co www.nittel.co Artikellink mit mehr Informationen zur Ursache der Krise: http://www.nittel.co/kanzlei/kapitalanlagerecht/geschlossene-fonds/schiffsfonds/krise-der-schiffsfonds-ursachen-und-hintergruende-der-schiffsfonds-pleiten.html

Keywords: Anlegerschutz, Schadenersatz

Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB kontaktieren

E-Mail

Diese Seite drucken

Weitere Produkte und Dienstleistungen von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

04.04.2012

DWS ImmoFlex Vermögensmandat: Weiterer Immobiliendachfonds gescheitert

Möchten Sie wissen, welche Möglichkeiten Anleger haben, Schadenersatzansprüche durchzusetzen?


Schadenersatz für Anleger - HCI Magellan Meteor ist insolvent von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
13.03.2012

Schadenersatz für Anleger - HCI Magellan Meteor ist insolvent

Fachanwälte setzen Schadenersatz für HCI Schiffsfonds-Anleger des Fonds Magellan Meteor durch


KanAm Grundinvest wird aufgelöst - Fachanwälte helfen Anlegern von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
29.02.2012

KanAm Grundinvest wird aufgelöst - Fachanwälte helfen Anlegern

Der knapp vier Milliarden Euro schwere Fonds Kanam Grundinvest wird aufgelöst


27.02.2012

Montranus I und II: Weiteres OLG spricht Anlegern Rückzahlung des Eigenkapitals zu

Darlehensverträge mit der HELABA Dublin können auch heute noch widerrufen werden


Hannover Leasing Medienfonds Montranus I und II - Hilfe für Anleger von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
15.02.2012

Hannover Leasing Medienfonds Montranus I und II - Hilfe für Anleger

Gerichte öffnen Türe zur Rückabwicklung der Beteiligung


HC US/EURO-Flottenfonds in Schieflage von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
13.02.2012

HC US/EURO-Flottenfonds in Schieflage

Hilfe für Schiffsfonds Anleger


Totalverlust droht für Anleger der betroffenen HCI Fonds Shipping Select 26 und Shipping Select 28 von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
13.02.2012

Totalverlust droht für Anleger der betroffenen HCI Fonds Shipping Select 26 und Shipping Select 28

Totalverlust droht für Anleger der betroffenen HCI Fonds Shipping Select 26 und Shipping Select 28


König & Cie. Renditefonds 62 Tanker MT King Edwin von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
10.02.2012

König & Cie. Renditefonds 62 Tanker MT King Edwin

Betroffene Anleger sollten sich möglichst umgehend in die Beratung eine spezialisierten Rechtsanwalts begeben und ihre Ansprüche prüfen lassen.


Atlantic-Twinfonds MS Saylemoon Rickmers / MS Nina Rickmers von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
10.02.2012

Atlantic-Twinfonds MS Saylemoon Rickmers / MS Nina Rickmers

Betroffene Anleger sollten sich möglichst umgehend in die Beratung eine spezialisierten Rechtsanwalts begeben und prüfen lassen, ob sie die Möglichkeit haben, ihr eingesetztes Geld im Wege des Schadenersatzes von der sie beratenden Bank oder Sparkasse zurückzuerhalten.


HCI Shipping Select 28 - Zwei Fondsschiffe insolvent von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
10.02.2012

HCI Shipping Select 28 - Zwei Fondsschiffe insolvent

Totalverlust droht - Anleger sollten dringend handeln


HCI Shipping Select 26 - Hilfe für Anleger des insolvenzbedrohten HCI Schiffsfonds von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
09.02.2012

HCI Shipping Select 26 - Hilfe für Anleger des insolvenzbedrohten HCI Schiffsfonds

Sanierungskonzept gescheitert - Anlegern droht Totalverlust


Santander Kapitalprotekt: Weiterer offener Immobiliendachfonds von der Anteilsrücknahme ausgesetzt von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
01.02.2012

Santander Kapitalprotekt: Weiterer offener Immobiliendachfonds von der Anteilsrücknahme ausgesetzt

In der seit Oktober 2008 andauernden Krise der offenen Immobilienfonds ist es nun ein weiterer Fonds betroffen, die Anleger bangen nun auch hier um ihr Geld.


CS Euroreal und SEB Immoinvest - Abwicklung oder Weiterführung? von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
01.02.2012

CS Euroreal und SEB Immoinvest - Abwicklung oder Weiterführung?

Schadenersatzklagen gegen Banken und Berater


31.01.2012

Rettungskonzept MS Saylemoon Rickmers und MS Nina Rickmers

Wie sollen sich die Schiffsfonds-Anleger verhalten?


Wölbern Invest: Wohin fährt die MS Tabago Bay? von Nittel & Minderjahn | Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Vorschau
31.01.2012

Wölbern Invest: Wohin fährt die MS Tabago Bay?

Entgegen der Prognosen wohl auch keine Ausschüttungen für 2011