Weltweit größte Basis an optischen Kohärenzsystemen im Markt

Von: Carl Zeiss AG  16.09.2008
Keywords: Optik, Mikroelektronik

Damit hat das Unternehmen die zurzeit größte Basis an OCT-Geräteplattformen im Markt bereitgestellt. Auf der Grundlage dieser Technologie bilden Cirrus(tm) HD-OCT, Stratus(tm) OCT und Visante(tm) OCT eine Gerätereihe, welche die Abbildung sowohl des Augenvorder- als auch des Augenhintergrunds ermöglicht, die alle augenoptischen und optometrischen Spezialanwendungen unterstützt und mit deren Hilfe Augenärzte alle wesentlichen Krankheitsbilder des Auges erkennen können. Ophthalmologen aus aller Welt nehmen mit diesen Gerätesystemen täglich mehr als 100.000 Bilder vom Auge auf, die dem Spezialisten wertvolle Informationen über Gewebestrukturen im Augeninnern liefern.

„Bereits als wir begannen, die erste OCT Plattform zu entwickeln, wollten wir die Diagnose in der Augenheilkunde revolutionieren“, erinnert sich Dr. Carmen A. Puliafito, MBA, einer der ersten Entwicklungsingenieure bei der OCT-Patententwicklung. "Die OCT-Technologie liefert Ärzten Bilder vom menschlichen Auge, die so mit keinem anderen Gerätesystem möglich sind. Sie ist eine unverzichtbare Unterstützung in der Netzhautbehandlung und wesentlich bei der Entscheidung, welche Patienten behandelt werden müssen und welche medikamentösen oder chirurgischen Therapien zur Anwendung kommen. OCT ist weiterhin besonders wichtig bei der Überprüfung der Wirksamkeit der neuen Medikamente für die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die jetzt auf den Markt kommen.”

Carl Zeiss ist der Pionier der OCT-Technologie für die Augenheilkunde und hat im Jahr 1995 den Markt für diese Technologie eröffnet. 2002 führte Carl Zeiss Meditec das System Stratus OCT(tm) ein, das mit inzwischen mehr als 8000 installierten Gerätesystemen zum Goldstandard wurde. Über Stratus OCT(tm) wurde die größte Menge an klinischen OCT-Daten veröffentlicht, eine Bibliothek mit mehr als 2.000 wissenschaftlichen Artikeln und mehr als 100 Studien in den USA. Fünf Jahre später hat Carl Zeiss Meditec Cirrus(tm) HD-OCT im Markt eingeführt, das erste Gerät seiner Art, das 3D-Bilder in High-Definition-Qualität liefert.

„Als einer der Wegbereiter der biomedizinischen OCT ist es für mich sehr befriedigend festzustellen, dass sich diese Technologie weiterentwickelt und wächst“, stellt Dr. James G. Fujimoto fest, einer der führenden OCT-Erfinder. Dr. Fujimoto hat als Erster eine Kurzkohärenz-Lichtquelle mit einem Michelson-Interferometer verwendet, um die den OCT-Bildern zugrundeliegenden Scanbilder zu erzeugen. Als Ergänzung und Erweiterung der drei existierenden OCT-Systeme entwickelt die Carl Zeiss Meditec neue Softwaretools, um die Effizienz und Zukunftsfähigkeit der OCT-Technologie zu maximieren. Neue Glaukom- und Retina-Anwendungen für Cirrus(tm) HD-OCT liefern die detailliertesten Scans und Schichtkarten, um charakteristischer Merkmale von Glaukom- und Netzhauterkrankungen erkennen und den Krankheitsverlauf verfolgen zu können. Mit der „Guided Progression Analysis(tm)“Software (GPA) für Stratus OCT(tm) kann durch die Messung statistisch bedeutender Veränderungen das Stadium und das Fortschreiten der Krankheit sowie das Risiko des Sehverlusts exakt vorhergesagt werden.

„OCT hat sich zu einem wesentlichen Gerätesystem für die Erkennung und die Analyse von Glaukom entwickelt“, schätzt Dr. Joel S. Schuman ein, Glaukomspezialist und einer der ersten Forscher bei der OCT Patententwicklung. „Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung tritt Glaukom in zunehmendem Maß auf. Dank der hochgenauen Bilder der OCT-Systeme können Ärzte Erkrankungsstadium und Verlauf des Glaukoms besser verfolgen und so viel Sehkraft wie möglich erhalten.“

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist eine Abbildungstechnik, bei der Licht zum Scannen der Netzhaut verwendet wird. Sie kann bei nicht erweiterten Pupillen mit einem Durchmesser von nur 3 mm durchgeführt werden. Sie liefert dem Arzt in Echtzeit detaillierte Informationen über die Struktur des lebenden Auges. Mit dieser innovativen Technologie, die Lichtwellen zum Scannen von Netzhaut und Sehnervenkopf einsetzt, entstanden neue Gerätesysteme zur klinischen Diagnose und zum Management von Glaukom und Netzhauterkrankungen.

Keywords: Mikroelektronik, Optik

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