Das Kraftpaket: Neuer Supercomputer für Hessens Hochschulen

Von: IBM Deutschland Informationssysteme GmbH Stuttgart  05.05.2006
Keywords: Computer Hardware

Darmstadt (03.05.2006). An der Technischen Universität wird ein neuer 'Supercomputer' offiziell eingeweiht. Der Hochleistungsrechner kann pro Sekunde 4,2 Billionen Additions- oder Multiplikationsaufgaben lösen, und gehört damit im aktuellen Ranking zu den hundert schnellsten Großrechnern weltweit. Hauptaufgabe des neuen Kraftpakets ist es, die Lücke zwischen den vergleichsweise geringen Leistungen von Einzelrechnern und kleinen Clustern in Instituten und den wirklich großen Maschinen in Bundeshöchstleistungsrechenzentren wie München, Jülich oder Stuttgart zu schließen. Der Supercomputer steht Wissenschaftlern aller hessischen Hochschulen offen. Wie viel Rechenzeit den einzelnen Universitäten zusteht, richtet sich nach ihrem Anteil an den insgesamt 2,5 Millionen Euro Investitionskosten. Den Löwenanteil steuerte die TU Darmstadt bei. Sie wird gut 65 Prozent der Rechenzeit nutzen können. Gefördert wurde die Anschaffung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und den Bund. Harald Lemke, hessischer Staatssekretär für E-Government und Informationstechnik, erklärte zum Engagement des Landes: 'Die Großrechner-Leistung gehört heute zur Infrastruktur einer Technischen Universität wie Wasser und Strom. Ohne leistungsfähige Super-Computer wäre Forschung in vielen Disziplinen nicht mehr möglich.' Kern der nun vorgenommenen Erweiterung am bereits bestehenden Darmstädter Großrechner ist ein Verbund von 60 einzelnen Computern des Typs IBM p575. Jeder dieser Einzelknoten verfügt über 8 Prozessoren und 32 GB Arbeitsspeicher. Martin Jetter, Leiter der Beratungssparte Global Business Services für Nordost Europa bei IBM: 'Unser IBM Hochleistungsrechner an der Technischen Universität Darmstadt professionalisiert universitäre Forschung weiter. Die TU Darmstadt und das Land Hessen beweisen damit Pioniergeist und Innovationswille.' Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen kann die Entwicklungszeiten für neue Technologien entscheidend senken. Probleme, die aufgrund ihrer Komplexität ohne eine numerische Simulation vermutlich nie lösbar wären, können nun angegangen werden. Klassische Anwendungsfelder sind zum Beispiel Strömungssimulationen für den Automobilbau oder die Wetter- und Klimavorhersage. Auch molekulardynamische Simulationen, die für die Erforschung von Krankheiten wie Grippe oder Krebs neue Erkenntnisse liefern können, kann ein Supercomputer errechnen. Michael Schäfer, Mitglied des Direktoriums des Forschungszentrums Computational Engineering an der TU Darmstadt: 'Die deutliche Steigerung der hessischen Hochleistungsrechenkapazität ist notwendig, damit wir unsere Spitzenposition zum Beispiel in der molekulardynamischen und der Strömungssimulation auch in Zukunft behaupten können.'

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