Weichen stellen für das Gesundheitswesen 2015

Von: IBM Deutschland Informationssysteme GmbH Stuttgart  13.12.2006
Keywords: IT Infrastruktur

Stuttgart, 06. Dezember 2006 – Sieben IBM Experten zeigen im Point-of-View-Report 'Heathcare 2015: Win-win or lose-lose?' den Weg auf, wie weltweit ein erfolgreicher Wandel des Gesundheitswesens möglich ist. Eine Win-win-Situation wird sich einstellen, wenn es gelingt, beim Thema Gesundheit drei Schlüsselthemen auszubauen: Bessere Bewertung der Leistungen, mehr Eigenverantwortung und eine umfassende Umgestaltung des Systems – weg von der Akutversorgung hin zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Unterstützen wird diesen Wandel eine konsequente Integration von IT-gestützten Informationssystemen und Telemedizin in das Gesundheitswesen, um so einerseits die Qualität der Behandlungen zu steigern und andererseits die Kosten zu senken. 'In den nächsten zehn Jahren wird sich weltweit das Gesundheitswesen grundlegend verändern', sagt Dr. med. Klaus Juffernbruch von IBM. 'Und damit 2015 weder Patienten oder Ärzte noch Versicherer oder Regierungen als Verlierer dastehen, müssen wir heute für die Veränderungen in der Gesundheitsversorgung die Weichen richtig stellen.' Globalisierung, Konsumdenken, demografische Veränderungen und kostspielige Behandlungsmethoden treiben den unabdingbaren Wandel des Gesundheitswesens voran. Gesundheitssysteme, die diese neue Situation nicht ausreichend berücksichtigen, werden rasch an ihre Grenzen stoßen und im schlimmsten Fall eine Umstrukturierung von heute auf morgen benötigen – für alle Beteiligten würde dies zu einem Lose-lose-Szenario führen. Im IBM Report 'Healthcare 2015: Win-win or lose-lose?' nehmen sieben IBM Experten Stellung zur aktuellen Entwicklung im Gesundheitswesen und zeigen Wege auf, wie aus dem scheinbaren Lose-lose-Szenario eine Win-win-Situation wird. Für den erfolgreichen Wandel der Patientenversorgung bis 2015 haben die Experten drei Schlüsselthemen ausgemacht: Erstens, die Bewertung von Gesundheitsleistungen, zweitens, die Verantwortung des Einzelnen und drittens, die Veränderungen des Gesundheitswesens. Beim ersten Schlüsselthema geht es darum, die Leistungen des Gesundheitswesens besser zu bewerten und auch deren Kosten zu beziffern. Hierfür müssen die Menschen verstärkt die finanzielle Kontrolle und die Verantwortung für ihre Gesundheitsversorgung übernehmen. Das Win-win-Szenario stellt sich laut IBM Report ein, wenn die Gesundheitsleistungen genauso verglichen werden wie der Einkauf anderer Waren und Dienstleistungen. Um das zweite Schlüsselthema, die höhere Eigenverantwortung, sinnvoll zu unterstützen, müssen bis 2015 so genannte Gesundheits-Infomediaries flächendeckend eingeführt werden. 'Die Gesundheits-Infomediaries werden zu einer festen Einrichtung im Gesundheitswesen und stellen Patienten Informationen bereit, um medizinische Diagnosen besser zu verstehen und so im Zusammenspiel mit dem behandelnden Arzt verantwortungsbewusste Entscheidung für die eigene Behandlung zu treffen' beschreibt Dr. Juffernbruch die Rolle der Informationsbeschaffer. Das dritte Schlüsselthema ist die grundlegende Veränderung des Gesundheitswesens. Heute fokussiert sich die medizinische Versorgung vor allem auf die Akutversorgung. Dieser Schwerpunkt muss verlagert und erweitert werden, indem Vorsorge und die Behandlung chronischer Erkrankungen stärker einbezogen werden. 'Wir glauben, dass bis zum Jahr 2015 chronisch kranke Patienten in der Lage sein werden, mithilfe von IT-gestützten Disease-Management-Programmen selbst eine größere Verantwortung bei ihrer Versorgung zu übernehmen', so Dr. Juffernbruch. 'Dank der Telemedizin mit mobilen Geräten, die automatisch Daten auswerten und bei Bedarf Warnungen und Maßnahmenempfehlungen für Patienten und Betreuer generieren, werden die Therapieüberwachung und die Behandlung engmaschiger und unabhängiger vom Aufenthaltsort des Patienten.'

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