MiniJobRente

Von: Heinz Burkhardt Finanz- u Unternehmensberatung  17.02.2009
Keywords: Betriebliche Altersversorung, MiniJobRente,

1. Worin bestehen die Vorteile der minijobrente für den Arbeitnehmer?

Der Arbeitnehmer "investiert" lediglich etwas mehr Arbeitszeit, ohne dass dadurch sein Status als geringfügig Beschäftigter angetastet wird. Er erhält dafür von seinem Arbeitgeber einen Beitrag zur "Versorgungseinrichtung für Beschäftigte mit geringem Einkommen e. V. - minijobrente " (im Folgenden: Minijobrentenbeitrag), der ihm einen Anspruch auf Altersversorgung (Rente oder Versorgungskapital) verschafft.
Der Versorgungsanspruch ist sofort vertraglich unverfallbar, so dass der geringfügig Beschäftigte im Fall seines Ausscheidens aus dem Arbeitsverhältnis die aufgrund der geleisteten Beiträge erworbene Versorgungsanwartschaft auf jeden Fall behält.
Der Anspruch kann nicht gepfändet werden und ist im Fall einer anschließenden Arbeitslosigkeit nicht auf "Hartz IV-Leistungen" anrechenbar.
Bei einem Arbeitgeberwechsel kann der Versorgungsvertrag beim Folgearbeitgeber mit dessen Zustimmung fortgeführt werden.
Auf den Minijobrentenbeitrag sind keine Steuern oder Sozialabgaben fällig. Erst ab Bezug der Versorgungsleistungen müssen auf die Versorgungsleistungen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und unter Umständen geringe Steuern abgeführt werden.

2. Worin bestehen die Vorteile der minijobrente für den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber erhält eine erhöhte Arbeitskapazität und damit eine erhöhte Produktivität seines Mitarbeiters. Die Vergütung dieser erhöhten Arbeitszeit erfolgt durch einen Minijobrentenbeitrag, der nicht zusätzlich mit Lohnnebenkosten belastet ist. Insbesondere spart der Arbeitgeber auf diesen Minijobrentenbeitrag den Beitrag zur Sozialversicherung ein - das sind bei einem geringfügig Beschäftigten immerhin 30 %. Dadurch verringert der Arbeitgeber die Quote für Lohnnebenkosten. Der Minijobrentenbeitrag ist als Betriebsausgabe in voller Höhe absetzbar.

Neben diesen materiellen Vorteilen durch Produktivitätssteigerung und Lohnnebenkostenersparnis hat der Arbeitgeber aber auch immaterielle Vorteile, indem er mit dem Angebot einer minijobrente den Arbeitnehmer motiviert und an sich bindet. Bei größeren Betrieben mit einer hohen Anzahl von geringfügig Beschäftigten sinken durch das Angebot einer minijobrente ferner die für jeden Beschäftigten zu kalkulierenden Regiekosten (Fixkosten je Arbeitnehmer für Abrechnung, Führung, Arbeitsplatz etc.).

Keywords: Betriebliche Altersversorung, MiniJobRente,

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