Chinas Gesundheitssystem - Heilkräuter für den Drachen

Von: WO Sino Consulting  16.12.2011
Keywords: Consulting, China, China Consulting

    

Im Jahr 1978 beliefen sich die Ausgaben im chinesischen Gesundheitswesen auf ca. 11,5 Mrd. RMB (ca. 1,26 Mrd. €), etwa 19 RMB (ca. 2 €) pro Person. Dies entsprach 3,04% des BIP. Seit 1984 wurden immer wieder politische Anstrengungen unternommen die Sozialversicherung anzupassen, doch verschiedene Regulierungen beeinflussten dieses System maßgeblich, sodass eine Umsetzung und eine gesamtheitliche Versorgung aller Bürger Chinas möglich war. Im Jahre 1992 reformierte die chinesische Regierung das Gesundheitswesen und passte es an die neuen Anforderungen der Menschen und der Marktwirtschaft an.

Langsam begannen sich auf Landes-, Bezirks- und Stadtebene medizinische Versorgung, Vorsorge und Netzwerke zu formieren. Der Plan der Regierung sieht vor, bis zum Jahr 2011 zumindest ein medizinisches Zentrum an jedem Ort zu haben. Die lokale Versorgung wird den Druck, der derzeit auf den Krankenhäusern lastet, mildern und der Bevölkerung eine bessere Versorgung sichern. Schon heute hat sich die Gesundheit der Bevölkerung verbessert, sodass die Lebenserwartung mit 73 Jahren beinahe so hoch wie in hoch entwickelten Ländern ist.

Obwohl bis zum Jahr 2007 die Zahl der Krankenhäuser auf 29.852 anstieg und sich die Ausgaben auf ca. 8,6 Mrd. US$ (ca. 6,5 Mrd. €) beliefen, waren die Chinesen mit Ihrem Gesundheitssystem unzufrieden. Zu Beginn des Jahres 2009 gab die Regierung schließlich den lang erwarteten Plan zur Reformierung des Gesundheitswesens bekannt und versprach, in den kommenden 3 Jahren etwa 124 Mrd. US$ (ca. 93,2 Mrd. €) in eine Gesundheitsversorgung zu investieren, die den 1,3 Milliarden Einwohnern des Landes zugänglich ist und die sie sich auch leisten können. Die Regierung sagte zu, in den verschiedenen Bezirken ebenso wie in entlegenen Gebieten Krankenhäuser zu bauen, die Arztpraxen zu optimieren, sowie Verwaltung, Betrieb und Aufsicht zu verbessern.

Nach ersten Schätzungen legte der chinesische Markt für Medizintechnik im Gesamtjahr 2009 um knapp 30% auf 19 Mrd. US$ zu. Die ausländischen Branchenlieferungen (ohne Orthopädie) stiegen um 22,4% auf 4,6 Mrd. US$. Damit wurde das Ergebnis des Vorkrisenjahres 2008 (+20,6%) noch einmal übertroffen. Auch 2010 rechnen Beobachter mit einem Zuwachs des Marktvolumens für Medizintechnik von gut 20% auf 23 Mrd. US$.

Die Versorgung mit Gesundheitseinrichtungen ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Insgesamt gab es nach Angaben des Statistischen Jahrbuchs 2008 durchschnittlich 1,58 Ärzte pro tausend Einwohner. Während jedoch etwa Beijing rechnerisch über 4,79 verfügt, sind es in ländlichen Provinzen wie Guizhou (0,96) oder Anhui (1,10) beträchtlich weniger. Die medizinische Versorgung des bislang unterversorgten Hinterlandes rückt nun zunehmend in den Blickpunkt der Regierung. Das 850-Mrd.-RMB-Programm im Gesundheitswesen kommt in erster Linie den Zentral- und Westprovinzen zugute. Die Regierung plant, ihre Subventionen 2010 von 80 RMB pro Kopf und Jahr auf 120 RMB auszuweiten.

Laut CMDR sind zwei der fünf umsatzstärksten chinesischen Medizintechnikfirmen in japanischer Hand. Die CMDR-Statistik ist allerdings unvollständig, da sie wichtige Player wie Shenzhen Mindray, GE Medical Systems oder Siemens Shanghai Medical Equipment nicht erfasst.

Deutsche Lieferanten von Medizintechnik genießen in der VR China einen herausragenden Ruf. Wichtigster Auslandsanbieter waren 2008 jedoch die USA, die 29,1% der chinesischen Bezüge von Medizintechnik stellten, gefolgt von Deutschland (22,5%) sowie Japan (19,2%).

Am erfolgreichsten waren deutsche Hersteller im Segment Strahlenmedizin (Röntgen-, Alpha-, Beta-, Gammastrahlengeräte; SITC 774.2) mit einem Anteil von 31,8% an den chinesischen Auslandsbezügen - weit vor den USA (21,0%) und Japan (19,8%).

Keywords: China, China Beratung, China Consulting, China Markt, China Markteintritt, China Unternehmensberatung, Consulting,

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