Offenbarungspflicht des Verkäufers für gesundheitsschädliche Baustoffe (Asbest)

Von: Dr. Simon Weiler - Notar in Bamberg  07.08.2009
Keywords: Immobilie, Grundstück, Immobilienrecht

Der Bundesgerichtshof hat unlängst entschieden (Az. V ZR 30/08), dass Baustoffe, die bei der Errichtung eines Wohnhauses gebräuchlich waren, später  aber als gesundheitsschädlich erkannt worden sind, einen Mangel der Kaufsache begründen, der ungefragt zu offenbaren ist. Fragen des Vertragspartners  müssen vollständig und richtig beantwortet werden. 

Zwar werden in Kaufverträgen Ansprüche wegen Sachmängeln grundsätzlich ausgeschlossen, d.h. das Objekt wird "gekauft wie gesehen". Dieser Haftungsausschluss gilt allerdings nicht, wenn der Verkäufer den Käufer über die Beschaffenheit der Sache arglistig getäuscht hat. Schwerwiegende Mängel sind ungefragt zu offenbaren. Aus Beweisgründen sollte der Verkäufer im Übrigen darauf drängen, die offengelegten Mängel im Vertrag festzuhalten, damit der Käufer nicht im Nachhinein behaupten kann, ihm wäre der Mangel verchwiegen worden.

Keywords: Grundstück, Grundstücksrecht, Hauskauf, Immobilie, Immobilienrecht

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