Kalte Räumung

Kalte Räumung von Rechtsanwälte Willi & Janocha Partnerschaft mbB

Von: Rechtsanwälte Willi & Janocha Partnerschaft mbB  15.09.2008
Keywords: Rechtsanwälte, Rechtsanwalt, Anwalt

Nachdem seine Mieter über ein Jahr keine Miete mehr gezahlt hatten, kündigte der Vermieter das Mietverhältnis fristlos. Kurz darauf stellte er die Wasserzufuhr ab und unterbrach auch die Stromversorgung. Das Landgericht Berlin entschied über die Rechtmäßigkeit (LG Berlin, Urteil vom 28.11.2006 – 65 S 220/06). Hierbei differenzierte das Gericht wie folgt: ist der Vermieter laut Mietvertrag für die Wasserversorgung der Wohnung zuständig, darf er nach rechtswirksamer Kündigung des Mietverhältnisses dem Mieter den Wasserhahn „zudrehen“. Dagegen ist der Vermieter zur Unterbrechung der Stromversorgung nicht berechtigt, wenn der Stromlieferungsvertrag nicht mit ihm, sondern direkt zwischen Mieter und Stromversorger abgeschlossen wurde. Das Urteil ist aber nicht als „Freibrief“ für den Vermieter zu verstehen. Denn: Beim Umfang der nachvertraglichen Gebrauchsgewährungspflicht ist im Einzelfall auch nach der Schwere des mietvertragswidrigen Verhaltens zu fragen. Vorliegend zahlt der Mieter über ein ganzes Jahr (!) keine Miete mehr. Die Entscheidung des LG Berlin ist damit stets vor dem konkreten Einzelfall zu hinterfragen. Für professionellen Rechtsrat im Ihrer Mietstreitigkeit steht Ihnen unser Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht gerne zur Verfügung. Andreas Doblinger
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht

Keywords: Anwalt, Anwaltskanzlei, Mietrecht, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte, Rechtsanwälte für Miet- und Pachtrecht

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