Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald: Lehrstelle eingeworben

Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald: Lehrstelle eingeworben von Franken Gebäudereinigung

Von: Franken Gebäudereinigung  28.03.2007
Keywords: Reinigung, Gebäudereinigung

Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald: Lehrstelle eingeworbenFragt man nach dem Tätigkeitsbereich eines Gebäudereinigers bekommt man oft zu hören "das hat was mit Putzen zu tun."Dieses recht einseitige Bild zurechtrücken und auch gleich noch einen zusätzlichen Ausbildungsplatz akquieren, wollten Regierungsvizepräsident Heinz Grunwald, Kammervizepräsident Thomas Pirner und Sigrid Katholing, Geschäftsstellenleiterin der Argentur für Arbeit Erlangen, bei ihrem Besuch in der Firma Franken Gebäudereinigung anlässlich des Bayerischen Tages der Ausbildung Anfang Oktober 2006. Nicht nur auf die Trendberufe setzenKlar sei, dass man während der Ausbildung zu einem Gebäudereiniger natürlich hinlangen müsse, aber nach der Lehre durchaus Karrierechancen habe, erläuterte Grunwald. Dies konnte auch Firmenchef Ingo Gartner bestätigen: "Die meisten Absolventen kommen in leitende Positionen, haben einen Firmenwagen und besetzen Kontrollpositionen, in denen sie nur noch delegieren." Man könne es also, so der Regierungsvizepräsident als Gebäudereiniger "bis zum Nadelstreifenanzug" bringen. Er appellierte deshalb an die Jugendlichen, sich bei der Berufswahl nicht nur nach den absoluten Trendberufen Ausschau zu halten, sondern sich auch offen und neugierig über nicht so bekannte Handwerke zu informieren, zu denen auch der Gebäudereiniger gehöre. Dabei bieten frühzeitige Betriebspraktika, die am besten schon während der Schulzeit absolviert werden sollten, gute Möglichkeit, sich auch mit weniger im Rampenlicht stehenden Berufen vertraut zu machen. Bewerbungen von Frauen sind in der MinderheitGartner erhält recht viele Bewerbungen auf seine Ausbildungsstellenangebote. 50 bis 60 Bewerbungsschreiben sammeln sich dann auf seinem Schreibtisch. Darunter seien, wie Gartner bedauerte, sehr wenig junge Frauen, obwohl diese meistens die besseren Resultate erbrächten und denen der Beruf mit seinen flexiblen Arbeitszeiten auch hinsichtlich zukünftiger familiärer Bindungen eine gute Vereinbarkeit böte.Bei der Auswahl der Bewerber orientiert sich Gartner nicht so sehr nach den gebotenen Schulnoten. Für ihn sind andere Tugenden besonders wertvoll, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Kommunikationsfähigkeit oder Sozialkompetenz. "Wir arbeiten oft in sensiblen Bereichen, in denen zum Beispiel der Sicherheitsaspekt groß geschrieben wird und da muss man sich schon auf seine Leute verlassen können", erläuterte der Chef von knapp über 200 Beschäftigten. Deshalb böte er den Interessenten zusätzlich ein einwöchiges Praktikum in seinem Betrieb an, zu dem dann meist nur noch zwischen zehn und zwanzig Jugendliche erscheinen. "Diese Woche allerdings halten nur sechs bis sieben durch", klagte der Firmenchef und davon kämen dann zwei bis drei in die engere Wahl. Zur Zeit beschäftigt Gartner zwei Auszubildende, legt aber noch in diesem Jahr mit einem weiteren Ausbildungsplatz nach.Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, sowie Flexibilität in der Berufswahl, als dies sollte im Elternhaus und in den Schulen besonders gefördert und unterstützt werden, lautete das einstimmige Credo des bei Franken Gebäudereinigung anwesenden Expertengremiums.Karrierewege sind oft nicht bekanntVizepräsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, Thomas Pirner, fügte hinzu, dass auch die Vielfalt des Handwerks und dessen Karrieremöglichkeiten sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Schule und im Elternhaus viel zu wenig bekannt seien: "Karriere im Handwerk ist möglich, man muss sich als Handwerker nicht verstecken", so Pirner. Den Bewerbern für einen Ausbildungsplatz riet er, die Ausbildungswilligkeit zu zeigen, was sich im Bewerbungsschreiben selbst, aber auch im äußeren Erscheinungsbild, mit Pünktlichkeit und einer guten Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch seinen Ausdruck finden sollte. Auch hier müssten Eltern und Schule lenken. Gleichzeitig kritisierte Pirner die Novellierung der Handwerksordnung durch die Bundesregierung, in der viele Berufe von der A in die B-Kategorie verlagert wurden, womit, wie von den Handwerksorganisationen prophezeit, eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen vernichtet wurden.

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