"Wald-Investments" Die vielleicht nachhaltigste aller Anlageklassen

"Wald-Investments" Die vielleicht nachhaltigste aller Anlageklassen von KARL & HEMMER Finanz- und Versicherungsmakler GmbH

Von: KARL & HEMMER Finanz- und Versicherungsmakler GmbH  13.06.2008
Keywords: Anlageberatung

.. .sie können sich nicht nur stabilisierend auf Kundenportfolios, sondern auch nachhaltig auf die globale Klimabilanz auswirken. Wald-Investments sind sehr verschieden gestaltet. Bei dem bekannten BaumSparVertrag von Forest Finance etwa investiert man monatlich direkt in die Pflanzung und Pflege von Einzel- Bäumen, bei anderen Varianten erfolgt die Investition indirekt über geschlossene Fonds oder direkt in ganze Plantagen. Der große Vorteil aller nicht-börsennotierter Wald- Investments ist die weitgehende Abkopplung von den Kapitalmärkten. Dadurch eignen sie sich hervorragend zur Diversifikation eines Portfolios. Trotz der Preissteigerungen für Holz in den vergangenen Jahren ist ein weiterer Anstieg durch den wirtschaftlichen Boom in den Schwellenländern sowie der explodierenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien wahrscheinlich. Die prognostizierten langfristigen Renditen der verschiedenen Angebote von zwischen 7 und 13 % p. a. erscheinen dabei nicht unrealistisch. Da aber eine weltweite, andauernde Rezession auch die Holzmärkte empfindlich treffen kann, kann die geringe Liquidität dieser Anlageklasse durchaus ein Problem darstellen. Hier bietet die Art der Investition einen großen Vorteil: Vorübergehende Marktschwächen können ausgesessen werden, während der Wald einfach weiter wächst. Sehr wichtig ist allerdings auch ein erfahrenes Forst-Management - hier sind nicht alle Angebote überzeugend. Hinzu kommen natürliche Risiken durch Feuer, Stürme, Dürren oder Schädlinge. Aufgrund des natürlichen Wachstums handelt es sich eher um langfristige Anlagen, wie z. B. beim DWS Access Global Timber (maximal 30 Jahre). Und diese sind vorwiegend in den Emerging Markets investiert, so dass auch politische Risiken denkbar wären. Es empfiehlt sich deswegen darauf zu achten, dass auf Wälder verschiedener Regionen gesetzt wird. Schließlich ist auch die ökologische Qualität der Pflanzungen recht unterschiedlich. Zwar wird in fast allen Fällen mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft nach den Regeln des anerkannten FSC-Siegels geworben. Dieses ist jedoch kein reines Öko-Siegel, denn Umweltaspekte betreffen nur einen Teil der Kriterien, nach denen FSC zertifiziert. Somit münden leider nicht alle Wald-Investments in wirklich naturnahen Wäldern. Insgesamt lässt sich sagen, dass Wald- Investments trotz ihrer Vorzüge nicht für jeden Investor geeignet sind. Interessenten sollten sich deswegen an spezialisierte Berater wenden.
Über den Autor: Stephan Timme, Jahrgang 1978, unterstützt als Volontär der KARL HEMMER Finanz- und Versicherungsmakler GmbH das SRI-Team um CIO Michael Karl. Er erwarb einen B.Sc. in Geoökologie und besitzt einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der TU Freiberg.

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