Schmutz aus der Retorte

Von: Weber & Leucht GmbH  12.07.2006

(Münchberg, 11. Juli 2006). Putzen, waschen, schrubben – tagtäglich kämpfen wir gegen den 'Dreck'. Damit die Arbeit in Zukunft leichter fällt, analysiert ein bayerisches Gründerteam Schmutze und prüft, ob Produkte den Versprechungen der Hersteller gerecht werden. Die Gründer und ihr Erfolgsweg Vor sechs Jahren gründeten Stephanie Weber und Thomas Leucht unter Mithilfe der FH Münchberg die Weber Leucht GmbH, die sich mit technischen Textilien beschäftigen sollte. Doch es kam alles anders als geplant. Anstoß für die Kurskorrektur war die Anfrage eines Herstellers für Reinigungsgeräte, der nach geeigneten Tests für seine Produkte suchte. Die beiden Textilingenieure machten sich sofort ans Werk. 'Das notwendige Grundwissen hatten wir aufgrund unserer Ausbildung', so Leucht. 'Allerdings wurde uns schnell klar, warum der weltweit bekannte Konzern unsere Hilfe benötigte: Es gab nahezu noch keine Informationen über praxisnahe Tests für Reinigungsprodukte. Dies war die Geburtstunde des Schmutzlabors. Praxistests im Mittelpunkt Zunächst erforschten die beiden Jungunternehmer verschiedene Schmutzvarianten, die sie im Labor nachmischten. Nun galt es, diese Testschmutze auf verschiedenen Oberflächen wie Böden oder Textilien möglichst realitätsnah aufzubringen. 'Also haben wir unterschiedliche Methoden kreiert, damit beispielsweise Fettspritzer auf dem Kochfeld nicht nur authentisch außehen, sondern sich auch wie im echten Haushaltsalltag verhalten', erklärt Textilchemikerin Weber. Danach folgte die Entwicklung der eigentlichen Reinigungsprüfungen mit realitätsnahen Testkriterien. Grundlage hierfür waren Studien mit Konsumenten und Fachleuten. Nützliches Wissen für die Zukunft Schnell wurde klar, dass das zusammengetragene Wissen in Fachkreisen sehr begehrt ist. Viele bekannte und innovative Firmen lassen inzwischen ihre Produkte bei der Firma Weber Leucht auf Praxistauglichkeit prüfen. Das Schmutzlabor nimmt dabei nicht nur Reinigungsprodukte unter die Lupe; auch die Hersteller von Oberflächen verschiedenster Art (Glas, Kunststoffe, Lacke, etc.) wollen wissen, wie stark ihre Produkte zur Verschmutzung neigen und wie leicht sie sich reinigen lassen. Durch die entwickelten Tests werden neue Grundlagen erkannt, die dann in die Entwicklungsarbeit der Kunden einfließen. Zwar sei die Wirkungsweise moderner Produkte theoretisch erklärbar, so Leucht. 'Doch die Forschung zum tatsächlichen Schmutzverhalten steckt noch in den Kinderschuhen. Erst wenn die Grundprinzipien bekannt sind, können neuartige und leistungsfähige Produkte entstehen.' Daher kommen zu den derzeit 80 verschiedenen Verschmutzungsarten regelmäßig neue hinzu. Es gibt eine große Bandbreite, von der Autolack-Verschmutzung im Winter bis hin zur Seifenverschmutzung auf Badkeramik.


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