ARD und ZDF ziehen positive Bilanz ihrer Tour de France-Berichterstattung

Von: ARD Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen  29.07.2008
Keywords: Dokumentation

Teamchef Roman Bonnaire: 'Es war eine der spannendsten Rundfahrten der letzten Jahre, bei der es keinen Fahrer gegeben hat, der seine Gegner nach Belieben beherrscht und das Rennen kontrolliert hätte. Das halten wir für ein gutes Zeichen dafür, dass die Maßnahmen im Anti-Dopingkampf greifen! Auch dass einzelne Fahrer des Dopings überführt werden konnten, ist ein Schritt in die richtige Richtung und Hinweis darauf, dass es die Veranstalter ernst meinen mit ihrem Kampf für einen sauberen Radsport.' ZDF-Teamchef Peter Kaadtmann ergänzte, dass man trotz aller Skepsis hervorragenden Sport erlebt hätte und dass die Zuschauer dies mit Begeisterung verfolgt hätten. Die aufmerksame Begleitung der Dopingkontrollen vor Ort durch ZDF-Kameras führte zum weltweit einzigen Bildbeleg, wie der Spanier Manuel Beltran sich dem Zugriff der Kontrolleure entziehen wollte. Jener Beltran, dessen Probe an diesem Tag schließlich positiv auf Testosterondoping analysiert werden sollte - der erste von vier bekannt gewordenen Fällen bei der Tour 2008. Des Weiteren kamen vor Ort kompetente Kenner der Materie zu Wort: So konnten führende Analytiker des Kölner Instituts für Biomedizin erklären, worin gegenwärtig und zukünftig die Hauptgefahren einer unerlaubten Leistungsmanipulation liegen. Die Balance zwischen emotionaler Live-Berichterstattung und begleitender Kritik an noch nicht beseitigten Missständen oder Versäumnissen der Vergangenheit sei überwiegend gut gelungen, so ZDF-Teamchef Peter Kaadtmann. Dass die Tour de France nach wie vor eine attraktive Sportveranstaltung ist, die eine faire Chance auf Selbstreinigung verdient, hätten die Millionen Fans an der Strecke und die steigende Zuschauer-Akzeptanz in ARD und ZDF bewiesen. Bonnaire: 'Die Resonanz bei unseren Zuschauern ist nach verhaltenem Beginn von Tag zu Tag gewachsen und hat sich bei einem Marktanteil von durchschnittlich über 13 Prozent und damit im Bereich unserer Erwartungen eingependelt. Die erfreuliche Akzeptanz ist auch Resultat unserer programmlichen Strategie. Die Zuschauer haben zunehmend Gefallen gefunden an der Mischung aus Live-Bildern des Rennens und dem Blick in die Regionen Frankreichs. Mit den ARD-Recherchen über das zweifelhafte Angebot eines spanischen Labors, Blutprofile zu erstellen, haben wir aber auch aufgezeigt, dass es immer noch fragwürdige Strukturen im Hintergrund gibt. Hier gilt es die Augen offen zu halten. Das gilt aber nicht nur für den Radsport.' Die in den Heimatredaktionen in Saarbrücken und Mainz aufgezeichneten Reaktionen belegten, dass ARD und ZDF auch nach Meinung vieler Zuschauer ihrer Rolle als Berichterstatter und Aufklärer gerecht geworden seien. Sie hätten in den Übertragungen deutlich gemacht, dass der Weg zu einem sauberen Radsport noch weit und Misstrauen nach wie vor gerechtfertigt sei.

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