Osteopathie als Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen

Von: Dr. phil. Doris E. Geist - Heilpraktikerin + Osteopathin  04.07.2012
Keywords: Osteopathie

Derzeit übernehmen folgende Krankenkassen teilweise Kosten für eine osteopathische Behandlung (Stand Juni 2012): Techniker Krankenkasse (TK), BAHN-BKK, BKK Alp Plus, BKK der Thüringer Energieversorgung, BKK ESSANELLE, BKK vor Ort, DAK, Hanseatische Ersatzkasse HEK, HVB BKK, SBK. Der Leistungsumfang sowie die Vorgehensweise sind von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich herzu bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter. Für die anteilige Erstattung muss eine ärztliche Bescheinigung vorliegen und die Behandlung von einem qualifiziert ausgebildeten Osteopathen, wie zum Beispiel von Frau Dr. Geist, erbracht werden. Osteopathie als Leistung der Techniker Krankenkasse (Andere GKV gehen ähnlich vor): Die TK eröffnete zum 01.01.2012 ihren Versicherten im Rahmen einer Satzungsleistung die Möglichkeit der osteopathischen Behandlung, wenn diese medizinisch geeignet ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Der Anspruch setzt voraus, dass * die osteopathische Behandlung durch einen Arzt veranlasst wird. Eine entsprechende formlose ärztliche Bescheinigung ist vorzulegen. * die Behandlung qualitätsgesichert von einem Leistungserbringer durchgeführt wird, der Mitglied eines Berufsverbandes der Osteopathen ist oder eine osteopathische Ausbildung absolviert hat, die zum Beitritt in einen Osteopathieverband berechtigt. Leistungsumfang Die TK übernimmt die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 Euro pro Sitzung. Abrechnung Die Abrechnung für Ihre osteopathische Behandlung erfolgt wie bei einem Privatpatienten. Die Rechnung des Osteopathen bezahlen Sie zunächst selbst und reichen sie zusammen mit der ärztlichen Bescheinigung im Original bei der TK ein. Die TK überweist dann den Erstattungsbetrag auf das von Ihnen angegebene Konto. Gespräch der BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V.) mit der TK (HH, 16.02.2012) Leistungserbringer Leistungserbringer der gesetzlichen TK sind Ärzte, Heilpraktiker und Heilhilfsberufler. Um die Kompetenzen der Ärzte nicht zu unterwandern, hat sich die TK entschlossen, eine ärztliche Bescheinigung zu verlangen. Auch Heilpraktikern muss diese Bescheinigung vorliegen. Es muss kein Rezept und auch keine Verordnung sein. Auch Zahnärzte können eine solche Bescheinigung ausstellen. Bedenken, dass Ärzte nicht mit HPs zusammenarbeiten dürfen gibt es nicht, da der Arzt sowieso nicht an einen bestimmten Osteopathen/Therapeuten überweisen darf. Ärztliche Bescheinigung Bei der ärztlichen Bescheinigung handelt es sich um keine Verordnung. Der Arzt muss lediglich bestätigen, dass eine osteopathische Behandlung für den Patienten wirksam sein kann. Mit dieser Bescheinigung kann dann der Patient den Osteopathen seines Vertrauens aufsuchen. Am einfachsten ist sicherlich ein Privatrezept mit der Verordnung „6 x Osteopathie“, die einmal im Jahr ausgestellt wird.

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