2. Kraftwerkssymposium NRW: Über 130 Fachleute diskutieren über Kraftwerksneu- und -umbau

Von: Infineon  25.10.2006
Keywords: Elektrotechnik

Gelsenkirchen: Während des 2. Kraftwerkssymposiums NRW haben mehr als 130 Teilnehmer im Wissenschaftspark Gelsenkirchen über aktuelle Themen der Branche diskutiert. Themenschwerpunkt war der Neu- und Umbau von Kraftwerken. Hintergrund ist, dass in den kommenden zehn Jahren erheblich in Neu- und Umbauten von Kraftwerken in Deutschland investiert werden wird. Neben anderen erläuterten Matthias Grunwald von e.on Kraftwerke zusammen mit Dr. Dagmar Hildebrandt von der TÜV NORD Gruppe. Zulassungserfordernisse für einen neuen Kraftwerksstandort am Beispiel Datteln aus Betreiber- und Gutachtersicht. Dargestellt wurden die Technik des neuen Steinkohlekraftwerkblocks, Zulassungserfordernisse sowie Ablauf und Erfahrungen aus dem Genehmigungsverfahren. Über neue Kraftwerke bei RWE Power unter den Aspekten Technik, Klimaschutz und Versorgungssicherheit referierte Professor Dr. Eckard Ritterbach. Er stellte die Rahmenbedingungen für Kraftwerksinvestitionen in Deutschland dar und erläuterte die Technologien für die künftige Stromerzeugung, die bei RWE-Power realisiert werden soll. 'TÜV NORD war immer ein qualifizierter und verlässlicher Partner, dessen Kompetenz auch künftig zur Bewältigung der beschriebenen Herausforderungen gefragt ist', sagte Professor Dr. Ritterbach. Schließlich ging Jürgen Beigel von der Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen auf Aktivitäten und Ergebnisse des Kompetenz-Netzwerks Kraftwerkstechnik NRW der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ein. Die Veranstaltung wurde organisiert von TÜV NORD Industrieberatung in Partnerschaft mit dem Kompetenznetzwerk Kraftwerkstechnik NRW. Über den CO2-Emissionshandel ging es in einem Referat von Rainer Winter von TÜV NORD CERT. Er lieferte einen Erfahrungsbericht zur Verifizierung von CO2-Minderungsprojekten im Ausland (JI- und CDM-Projekte) sowie zur nationalen Datenerhebung für die europäische Handelsperiode ab 2012. Weitere Referate reflektierten das breite Know-how der TÜV NORD Gruppe. Herbert Stoll referierte über die Optimierung von Prüffristen für Neubau- und Bestandskraftwerke. Kraftwerke sollen über eine lange Zeitdauer verfügbar sein, und Stillstandszeiten durch eine Verlängerung von Prüffristen sollen minimiert werden. Hierzu erläuterte Stoll qualitätssichernde Maßnahmen bei der Herstellung von Dampfkesselkomponenten in Verbindung mit einem fortschrittlichen Gesamtkonzept zur Zustandsüberwachung im Betrieb. Ein Team aus Fachleuten beträt Betreiber von Kraftwerken und erstellt mit ihnen zusammen Inspektionsmodelle, die den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung genügen und gleichzeitig ein hohes Maß an Flexibilität gewährleisten. Stefan Magenheim stellte erste Erfahrungen mit der praktischen Anwendung der Emissionsüberwachung für Großfeueranlagen vor. Um die Simulation des dynamischen Kesselverhaltens bei einem Turbinenschnellschlusses ging es im Vortrag von Jens Brackenwagen. Er stellte das Simulationsmodell für einen 750 Megawatt Steinkohleblock vor, erläuterte Ergebnisse und weitere Nutzbarkeit. 'Die Prozesssimulation leistet einen sinnvollen Beitrag zur Untersuchung von bestimmten Fragestellungen im Kraftwerksbereich', so Brackenwagen. 'Sie dient der Entscheidungsfindung und gibt Sicherheit beim Ergreifen von Maßnahmen.' Sein Know-kow stellt Brackenwagen Betreibern von Kraftwerken zur Verfügung – angefangen von der Planung bis zur Begleitung bestehender Anlagen, beispielsweise bei Modernisierung und Umbau. Zudem ging es auch um neue und innovative Prüfkonzepte und neue Hochtemperaturwerkstoffe, die in der nächsten Kraftwerksgeneration eingesetzt werden sollen und für höhere Wirkungsgrade sowie geringere Emissionen sorgen sollen.

Keywords: Elektrotechnik

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