Dr. Peters DS-Rendite-Fonds Nr. 47 „MS Cape Norman“ GmbH & Co. Containerschiff KG – Fonds beschließt

Von: KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH  03.04.2012
Keywords: Darlehen, Anleger, Insolvenz

München, den 02.04.2012 – Die Gesellschafterversammlung des DS-Rendite-Fonds Nr. 47 MS Cape Norman hat am 23.02.2012 den Verkauf des Fondsschiffes MS Cape Norman zum bestmöglichen Preis beschlossen. Darüber, was dies letzten Endes für die Anleger bedeutet, hält sich die Gesellschaft jedoch bedeckt. Mit besonderer Spannung werden nun die Gesellschafter den weiteren Verlauf beobachten, die von der Gesellschaft auf Rückzahlung ihrer angeblich als „Darlehen“ ausbezahlten Ausschüttungen verklagt worden sind. Doch auch Gesellschafter, die dem Druck nachgegeben und die Nachschüsse „freiwillig“ geleistet haben, werden sich nun fragen: Wofür?

Nach Meinung der beiden Rechtsanwälte Anja Appelt und Thorsten Krause, Partner der Kanzlei KAP Rechtsanwälte in München, wurde die Entscheidung zum Verkauf der MS Cape Norman letztlich wohl auch auf Druck der finanzierenden HSH Nordbank getroffen, die andernfalls ankündigte, das Darlehen fällig zu stellen, was aller Wahrscheinlichkeit nach die Insolvenz der Gesellschaft nach sich gezogen hätte. Besonders unerfreulich für die Anleger: ein „Gewinn“ bei Verkauf des Schiffes ist für jeden einzelnen Anleger noch einmal zu versteuern, auch wenn der Erlös aus dem Verkauf direkt an die Bank geht.

“Auch auf der Gesellschafterversammlung wurde laut Protokoll die Frage diskutiert, weshalb letztlich die Anleger den Kopf für das Scheitern des Fonds hinhalten sollen. Insbesondere, da die Dr. Peters Gruppe offensichtlich die Bürgschaft für ein Darlehen der HSH Nordbank übernommen hat und einspringen muss, wenn der Fonds nicht in der Lage ist, das Darlehen an die Bank zurückzuzahlen”, äußert sich Rechtsanwalt Thorsten Krause dazu.

Weiterhin beharrt die Gesellschaft darauf, von den Anlegern die gezahlten Ausschüttungen zurück erhalten zu können. Für die Anleger, die von der Gesellschaft bislang verklagt wurden, ist damit noch keine Entwarnung in Sicht. Allerdings stellt sich vor dem Hintergrund, dass die DS-Rendite-Fonds Nr. 47 „MS Cape Norman“ GmbH & Co. Containerschiff KG nunmehr einer ordnungsgemäßen Liquidation zugeführt werden soll, umso mehr für Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Anja Appelt die Frage, ob diese Forderungen tatsächlich berechtigt sind. Die Rückforderung wäre nach den gesetzlichen Vorschriften nach Ansicht von Anwältin Appelt lediglich im Falle einer Insolvenz gegeben und diese wurde durch die Beschlüsse gerade verhindert.


KAP Rechtsanwälte empfehlen daher allen betroffenen Anlegern, die sich mit der Situation des anstehenden Totalverlustes ihrer Anlage nicht abfinden wollen, prüfen zu lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche etwa gegen den Vermittler der Anlage oder die empfehlende Bank zustehen könnten. Rechtsanwalt Thorsten Krause fügt an: “Oft war die Beteiligung an der MS Cape Norman als sichere Anlage ohne Risiken verkauft worden. Das dies nicht zutrifft, mussten unsere Mandanten schmerzlich erfahren”.

Keywords: Anleger, Bankrecht, Darlehen, DS Fonds, Insolvenz, Schadensersatz, Schiffsfonds,

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