Laguiole Messer und deren Geschichte bei www.laguiole-exklusiv.de

Laguiole Messer und deren Geschichte bei www.laguiole-exklusiv.de von Laguiole Messer, Kellnermesser und Accessoires

Von: Laguiole Messer, Kellnermesser und Accessoires  28.11.2008
Keywords: Versand, Holz, Wein

Laguiole ist erst einmal (und lassen Sie uns chronologisch vorgehen, denn wir möchten ja niemanden verletzen…) ein Dorf im Département Aveyron im Süden des französischen Zentralmassivs, welches circa 1500 Seelen beheimatet. Des Weiteren ist dort der weit über Frankreichs Grenzen bekannte Küchenchef Michel Bras ansässig und bekocht dort seit Jahren seine treue Kundschaft mit wunderbarsten Gaumenfreuden...


Laguiole bezeichnet gleichermaßen einen regionalen Käse aus Rohmilch, welcher namentlich geschützt ist (Appellation d’Origine Contrôlée). Dieser hat sich bereits seinen festen Platz unter Frankreichs exzellenten Hartkäsen gesichert und steht dem Gruyère, Conté und anderen “Gesalzenen“ in nichts nach.


So weit so gut. Bis zu diesem Punkt ist alles noch einfach. Alles komplizierte sich als Handwerker aus dem Dorf Laguiole (man weiß nicht wirklich ganz genau zu welchem Zeitpunkt…) damit begannen ein Laguiole Messer zu fertigen, welches am Klingenansatz mit einer mysteriösen und nicht weniger charakteristischen Biene verziert war. Teilweise wird dieses “Wappentier“ auch als Fliege bezeichnet.


Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fertigten talentierte Handwerker des Dorfes Laguiole (hauptsächlich im Hause Calmel) in geringen Mengen dieses berühmte Messer. Die Produktion der Laguiole Messer verlagerte sich aus ökonomischen Gründen jedoch relativ schnell in Frankreichs Messerhauptstadt “Thiers“ (Puy de Dôme).

Die Schmieden in Thiers produzierten nun auf Anfrage und im Auftrag der Schmieden in Laguiole diese Messer in größeren Stückzahlen, denn in Laguiole konnte man die gestiegene Nachfrage nicht mehr befriedigen. Die Produktion von Laguiole Messern im gleichnamigen Dorf verschob sich zu dieser Zeit nahezu komplett nach Thiers.

In diesen Zeiten galt es vor allem die starke Nachfrage zu befriedigen. Das Wort Marke oder geschützte Modelle gab es zu diesem
Zeitpunkt nicht. Einziges und erklärtes Ziel war es der starken Nachfrage schöne Messer in anständiger Qualität entgegenzusetzen.


In Thiers verstand man das Laguiole Messer ursprünglich als reines Auftragsprodukt, welches für die jeweiligen Auftraggeber als Zusatzprodukt hergestellt wurde. Die Entwicklung des Schneidwarenmarktes sollte es jedoch zum wahren Glücksgriff für die Schmiede aus Thiers werden lassen. Nach dem zweiten Weltkrieg hinkte die Nachfrage nach Schneidwaren den gewohnten Absätzen hinterher. Dies lag zum einen daran, dass vor allem die Landbevölkerung besonders stark unter den Wirren des Krieges und dem damit verbundenen Exodos litt und es schlichtweg weniger Käufer gab. Ein weiterer Grund war die sich modernisierenden Gesellschaft die immer weniger traditionelle Taschenmesser zur Berufsausübung brauchte.

Schließlich stagnierten auch die Verkäufe der traditionellen Rasiermesser. Allzu oft wurden diese durch Einwegrasierer ersetzt oder durch elektrische Rasierer ausgetauscht, welche die Amerikaner nach Kriegsende in Europa bekannt machten. Alles in Allem stand die französische Schneidwarenindustrie vor einem signifikanten Umsatzeinbruch.

Die Messerschmieden aus Thiers konzentrieren sich nun wieder auf Ihre alten Tugenden und produzierten dass, was Ihre Kernkompetenz war: Essbestecke und Schneidwaren. Die Produktion von Taschenmesser, darunter hauptsächlich regionale Modelle wie das Laguiole rückte wieder in den Mittelpunkt und erlebte einen phänomenalen Erfolg.

Dieses Phänomen erklärte sich teilweise durch die Bewohner der Auvergne, welche in großer Zahl nach Paris „auswanderten“ und selbstverständlich auch „ihr“ Messer mit nach Paris getragen haben. Der Rest erklärt sich durch Geschmack, Mode und die verstärkte Marktbearbeitung der Hersteller. Speziell in den 80er Jahren kam es zu einem wahren Laguiole Boom.


Mit dem Bau der Fabrik begann gleichzeitig aber auch ein langjähriger Streit zwischen den Schmieden in Thiers und ihren Kollegen aus der Auvergne – den Menschen in Laguiole.

Im Rathaus Laguioles erkannte man die wirtschaftliche Tragweite und verlangte die Namensrechte für Produkte und Region. Auf der anderen Seite standen die Messerschmieden aus Thiers die seit Jahrzehnten erfolgreich Laguiole Schneidwaren herstellten und Ihre Handwerkskunst und Know How hart verteidigten. Diese investierten stark in Produktionstätten und Vertrieb und sahen dies gefährdet.

Letztendlich entschied der Appellationsgerichtshof in Riom im Jahre 1998, dass die Bezeichnung Laguiole im Laufe der Zeit zu einer generellen Bezeichnung eines Messerstils geworden ist, welcher keinerlei Indikation auf die Herkunft dessen gibt. Diese Entscheidung wurde im Jahre 1999 nochmals vom Appellationsgerichtshof in Paris bestätigt. Damit konnte ein mehrjähriger und eifrig geführter Streit beendet werden.


Die Laguiole Messer gehören somit weder dem einen, noch dem anderen. Gleichzeitig entwickelten sich sinnlose Debaten und Auseinandersetzungen zwischen den Herstellern, welche allesamt nur die Entwicklung Ihrer Umsatzzahlen im Sinn hatten/haben. Die unterschiedlichsten Geschichten sorgen noch heute für eine enorme Verwirrung beim Konsumenten – der Beginn einer großen Konfusion.

Wie jeder Gegenstand, welcher die Begeisterung der Öffentlichkeit auf sich zieht, löst dieser auch Begierden aus und mag in den Augen des einen oder anderen wie eine Quelle der leichten Gewinne erscheinen. In erster Linie streiten sich die Messerschmiede mit viel Engagement um etwas was zu Anfang ein einfaches Taschenmesser war und ist. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen und Auführungen: Laguiole Tafelmesser, Gabeln, Löffel aber auch Zigarrenschneider, Kellnermesser und andere Küchenutensilien.





Die Produktion von Laguiole Messern gehört jedem und niemandem Es gibt Produkte in unterschiedlichsten Qualitäten und diversen Preisklassen. Damit antworten die Hersteller auf die verschiedenste Kundenbedürfnisse. So gibt es Laguiole Modelle, welche mit Kunststoffgriffen ausgestattet sind, um sie spülmaschinentauglich zu machen und sie gleichzeitig für eine weniger betuchte Klientel attraktiv zu halten. Durch die Auswahl von weniger noblen Stahlsorten können Modelle in den günstigen Budgetklassen gefertigt werden, die problemlos Ihre Aufgabe als Küchenutensil erfüllen. Diese Hersteller bieten Ihren Kunden kompetitive und den Ansprüchen der Kunden gerecht werdende Produkt an. Durch das Auslagern Ihrer Produktion (in der ersten Zeit nach Südeuropa/Spanien und später nach Asien) realisieren sie Einsparungen bei den Arbeitskosten, denn um ein Laguiole Taschenmesser zu fertigen benötigt es bis zu 100 manuelle Arbeitsschritte. Diese müssen durchgeführt werden, um ein authentisches Laguiole zu erschaffen. Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Produkte und Hersteller findet man heute im Einzelhandel Laguiole Produkte in diversen Preisklassen und Qualitäten.

Trotz der Verwirrung um das Wort „Laguiole“ erlebt dieser Messerstiel aktuell seine Hochzeit. So findet man Laguiole Produkte auf den unterschiedlichsten Tafeln (beim einfachen Mann genauso wie im Sterne Restaurant), in spezialisierten Tischdesign Boutiquen, in Kaufhausketten, in Supermärkten, Tankstellen und selbstverständlich beim Messerhändler im die Ecke. Es gibt sie also für alle Geschmäcker und in den verschiedensten Preisklassen. Dennoch bleibt es für den Kunden schwierig sein Laguiole zu finden, denn oft reklamieren die Hersteller für sich das einzig wahre (véritable) Laguiole herzustellen. So mancher Kunde sieht bei der Vielzahl der Angebote den Wald vor Bäumen nicht mehr. Wie soll man sich bloß informieren und das Richtige kaufen. Was nur wenige wissen ist, dass das Wort auf den Klingen (vor oder nach dem Wort Laguiole) für die Marke des Herstellers und hoffentlich für Seriosität steht. Diese Angabe hilft es dem Kunden sich zu orientieren und etwas mehr über das Produkt zu erfahren. Leider ist es uns hier unmöglich alle existierenden Marken aufzulisten. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nahezu 100 verschiedene bei der INPI (l’Institut National de la Propriété Industrielle = nationales Institut für Industrieeigentum) eingetragene Laguiole Marken. Jede Marke bringt demnach Ihren Namen auf die Klingen ihrer Messer auf und fertigt nach ihren Standards in ihren Fabriken oder lässt die Ware außerhalb Frankreichs produzieren.

Was bedeutet dies nun? Schluss mit der Diskussion um echte oder falsche Laguiole Messer! Es gibt lediglich eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Modellen - und Endkunden die die Qual der Wahl haben.

… Nein, die Laguiole Geschichte ist noch nicht vorbei. Das wäre ja zu einfach. Der Begriff Laguiole ist mittlerweile weit über Frankreichs Grenzen hinaus bekannt und besitzt so etwas wie eine Markenidentiät. Diese Tatsache machte sich eine Firma zu Nutze und ließ sich den Namen Laguiole in einer großen Anzahl von Produktklassen schützen - außer für die Produktklasse Schneidwaren. Denn wie Sie nun wissen, ist dies aus rein rechtlichen Gesichtspunkten schlichtweg unmöglich. Diese Markenanmeldung gilt seit 1994. Laguiole wurde damit in wenigen Jahren und vollkommen legal eine internationale Marke im juristischen Sinne (außer bei Schneidwaren). Diese Marke gehört einer einzigen Person und vertreibt unter dem Markennamen Laguiole (hauptsächlich über Lizenzen) völlig legal Schreibgeräte, Feuerzeuge, Aschenbecher, Brillen, Schuhe, Geschirr, Ferngläser … und alles markiert mit dem Wort Laguiole und aufgepasst: mit der allzu bekannten Biene…

Laguiole ist demnach ein Dorf (wunderschön), ein Käse (wunderbar), ein Messerstiel (berühmt) und eine Marke (…).


Laguiole Messer exklusiv und einzigartig


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Laguiole Exklusive Messer und Accessoires by

kom DESIGN·1 GmbH
Dachauer Str. 54
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