Elektrophoretische Displays – bistabil und biegsam

Von: Beck GmbH & Co. Elektronik Bauelemente KG  02.09.2008

Unter Elektrophorese versteht man die Bewegung elektrisch geladener Partikel durch ein Trägermaterial unter Einwirkung eines elektrischen Felds. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Laminat aus Träger- und Abdeckfolie, zwischen denen sich die funktionelle Folie befindet. Diese ist strukturiert, d.h. sie besteht aus einer Aneinanderreihung von Vertiefungen („Microcups(r)“) mit der Form der anzusteuernden Segmente oder Bildpunkte. In diesen Vertiefungen befindet sich eine eingefärbte Flüssigkeit (z.B. schwarz). In dieser Flüssigkeit wiederum befinden sich elektrisch geladene andersfarbige (z.B. weiß) Partikel. Wird an diese Segmente / Bildpunkte eine Spannung angelegt, werden die Partikel entweder an die Oberfläche gezogen (weißes Segment) oder an den Boden gedrückt (schwarzes Segment) – je nach Polarität der Spannung. Wird die Versorgungsspannung abgeschaltet oder das Display aus der elektronischen Schaltung entnommen, bleibt das Bild erhalten – je nach Programmierung – über Tage, Wochen oder Monate.

Die Displays sind nur wenige Zehntel mm dick und biegbar. Sie haben einen praktisch unbegrenzten Ablesewinkel. Sie werden als kundenspezifische Komplettmodule einschließlich Controller geliefert. Selbstverständlich werden auch die erforderlichen Programmiergeräte / Evaluation Boards einschließlich Software bereitgestellt.

Anwendungsbeispiele sind Handheld-Geräte (energiesparend), rekonfigurierbare Tastaturen, „anziehbare“ Displays (z.B. Armmanschette für medizinische Zwecke), Miniaturdisplays für Geld- und Speicherkarten (Statusanzeige über Geld- oder Speicherreserve), Auspreisung von Waren, etc.


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