Flutlicht Web 2.0 Umfrage 2007: Wikis, RSS Feeds und Blogs sind Recherche-Standard

Von: Flutlicht GmbH  15.03.2007

Nürnberg, 13. März 2007- Die Nürnberger Kommunikationsagentur Flutlicht befragte im Februar 2007 gut 1.700 Journalisten/Innen der Tages-, Wirt­schafts-, Lifestyle/ Publikums- sowie ITK-Fachpresse aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Relevanz und Einfluss der viel diskutierten Web 2.0 Angebote. Gemäß der insgesamt rund 170 ausgewerteten Rückläufer nutzen über 90Prozent der Journalisten aktuelle Angebote beruflich wie auch privat – angeführt von Wikis, gefolgt von RSS Feeds und Blogs. Rund zwei Drittel der Befragten geben an, kein „aktiver Blogger“ zu sein. Ein ähnlich hoher Anteil sieht sich jedoch regelmäßig in der Blogosphäre um - vor allem als Inspirations- und Informationsquelle für die tägliche Arbeit. Rund 86 Prozent der befragten Pressevertreter sehen Blogs nicht als echte Konkurrenz zur eigenen Berichterstattung. Jedoch spüren bereits 42 Prozent der Redakteure einen starken Einfluss auf den Journalismus generell sowie auf ihre Leserschaft. Top 3 im Web 2.0 Presse-Ranking: Wikis, RSS Feeds und Blogs Die Auswertungen und Ergebnisse der Umfrage zeigen zunächst den hohen Nutzungsgrad und die Akzeptanz, die die verschiedenen Online-Tools im journalistischen Alltag genießen: So nutzt mit gut 90 Prozent die überwältigende Mehrheit der Befragten aktuelle Web 2.0 Angebote. Auf die Frage, welche Angebote als sinnvoll erachtet werden, führen mehr als drei Viertel der Interviewten Wikis an. Für einen ähnlich hohen Anteil sind RSS Feeds von Bedeutung, gefolgt von Blogs und Live Web-Konferenzen sowie Video/WebCasts. Lediglich 39 Prozent der Befragten betrachten Podcasts als sinnvoll.Dieses Ergebnis bestätigt sich auch, wenn nach der aktiven Nutzung verschie­dener Web 2.0 Angebote durch Pressevertreter gefragt wird. So rangieren sowohl im beruflichen wie auch privaten Bereich Wikis, RSS Feeds und Blogs auf den ersten Plätzen. Signifikant ist dabei, dass RSS Feeds bei der beruflichen Nutzung der Journalisten eine deutlich höhere Rolle spielen als im privaten Umfeld. Blogs: Unmittelbares Stimmungs- und Trendbarometer 70 Prozent der Pressevertreter nutzt die Blogosphäre regelmäßig vor allem als eine Art unmittelbares Stimmungs- und Trendbarometer innerhalb ihres journalistischen Alltags. Davon greifen wiederum rund 17 Prozent täglich, 13Prozent im wöchentlichen Turnus, 2 Prozent monatlich und 38 Prozent nur sporadisch auf Blogs zu. Die Antworten zeigen, dass Blogs der Presse vor allem als nützliches Recherchetool dienen, etwa um sich schnell zu einem Thema ein umfas­sen­des Meinungsspektrum einzuholen oder als hilfreiche Informations- und Inspirations­quelle. Nicht zuletzt schätzen einige Befragte die Möglichkeit des direkten Meinungsaustauschs und der direkten Kommunikation. Rund 70 Prozent der Befragten sind keine „aktiven Blogger“. 10 Prozent der Befragten betreiben ein eigenes, privates Blog; 12 Prozent liefern regelmäßige oder sporadische Blog-Beiträge für eine Redaktion; weitere 8Prozent engagieren sich privat in unterschiedlichen Blogs. Blogs sind keine Presse-Konkurrenz, aber deutlich spürbarRund 87 Prozent der befragten Pressevertreter betrachten Blogs nicht als echte Konkurrenz zur eigenen Berichterstattung. Deutlich geringer fällt die Anzahl der Bestätigungen aus, wenn nach dem Einfluss von Blogs auf den Journalismus generell und auf die eigenen Leser gefragt wird. Hier sehen nur noch 58 Prozent die eigene Zunft und Zielgruppe unangetastet, während 42 Prozent der Befragten einen Einfluss der „neuen Meinungsmacher Dimension“ spüren. Überflutung mit virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda und Halbwissen erschweren redaktionellen Alltag „Und genau an dieser Stelle polarisiert das Thema ungemein“, bekräftigt Eva Föhlinger, Geschäftsführerin bei Flutlicht. „So erhielten wir auch äußerst kontroverse und bisweilen sogar abwertende Presse-Feedbacks. Aussagen wie ’Virtuelle Mund-zu-Mund-Propaganda der Neuzeit’ und ’Überflutung mit Halbwissen’ unterstreichen, dass Blogs die tägliche redaktionelle Arbeit durchaus erschweren. Dagegen kann objektiver Journalismus oft nur noch moderierend wirken. Vor allem aber werden die Pressevertreter zu immer schnelleren Reaktionszeiten gezwungen.“ Ein Hauptgrund hierfür sind etwa spezielle Verbraucher-Blogs, in welchen der Leser nicht mehr nur ’Informations-Konsument’ ist, sondern vielmehr aktiv oder besser interaktiv Einfluss auf Produkte und Meinungen ausüben kann. „Dieses eher skeptische Bild zeigt sich vor allem in der Resonanz von Journalisten aus der Tagespresse, die sich durch ihren täglichen News-Zyklus logischerweise am stärksten von Blog-Dynamik und -Content betroffen fühlen“, erläutert Eva Föhlinger. „Dort bestätigen fast 90 Prozent der Befragten den Blog-Einfluss.“ Redakteure von Wirtschaftsmedien sowie aus der ITK-Fachpresse sehen dies zu jeweils rund 40 Prozent gegeben. Mit nur 27 Prozent sieht dieses Szenario ein eher geringer Anteil unter Vertretern der Lifestyle/Publikumspresse. Web 2.0: „Die zweite Instanz neben klassischen Medien“ Bei einem Gesamtumfrage-Panel von gut 1.700 adressierten Journalisten/Innen verzeichnete Flutlicht mit ihrer im Februar durchgeführten Web 2.0 Umfrage eine beeindruckende Rücklaufquote von knapp über 10 Prozent. „Die gewonnenen Erkenntnisse bestätigen, dass das Web 2.0 auch oder gerade bei der Presse einheißes Thema ist“, so Föhlinger abschließend. „Journalisten müssen sich auf diese so genannte ’zweite Instanz’ neben den klassischen Medien einstellen und gegebenenfalls im Rahmen ihrer Berichterstattung berücksichtigen. Wir als Berater sollten über regelmäßiges, fokussiertes Online-Monitoring ein waches Auge auf diese schnelle Meinungsmaschinerie werfen und unseren Kunden bei Bedarf frühzeitige Kommunikationsunterstützung bieten. So gewinnen diese ein Stück zusätzliche Sicherheit, am Puls der öffentlichen Meinung zu sein.“ Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine detaillierte grafische Auswertung zur Web 2.0 Umfrage als PDF via E-Mail; Kontakt: info@flutlicht.biz oder sie finden diese unter www.flutlicht.biz/presse/flutlicht zum Download.


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