Erste Zentrale Homöopathie-Prüfung in Deutschland

Erste Zentrale Homöopathie-Prüfung in Deutschland von Qualitätskonferenz des BKHD

Von: Qualitätskonferenz des BKHD  29.08.2006
Keywords: Qualitätssicherung Homöopathie

Erste zentrale Homöopathie-Prüfung im November 2006 beendet Übergangsregelung für praktizierende HomöopathInnen Die Therapieform „Homöopathie“ ist nicht geschützt. Was erwartet den Patienten wenn er den Arzt oder den Heilpraktiker aufsucht? Klassische Homöopathie? Komplexmittelhomöopathie? Oder antroposophische Medizin? Verordnet der Therapeut homöopathische Einzelmittel oder wendet er die Homöopathie gleichzeitig mit oder neben anderen alternativen Heilmethoden in seiner Praxis an? Die Qualitätskonferenz des BKHD gibt mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und der Durchführung der Qualifikation in klassischer Homöopathie hierzu fundierte Informationen und Sicherheit. Die Erarbeitung von Qualitätsstandards wurde bereits vor Jahren von den Homöopathie-Fachgesellschaften und einzelnen Berufsverbänden als notwendig erkannt. Ebenso haben die Verbraucherverbände und die Gesundheitsministerkonferenz angeregt, Qualitätskriterien für die Ausübung der Homöopathie und für andere alternative Heilverfahren zu erstellen. Wozu ist Qualitätssicherung notwendig? Sie ist die Basis für die Beantwortung von Patientenanfragen nach qualifizierten Therapeuten und schafft die nötige Sicherheit und Transparenz für Patienten, Behörden, Versicherer, Politiker und für die Methodik der Homöopathie im Allgemeinen. Die Qualitätskonferenz des BKHD (Bund klassischer Homöopathen Deutschlands – Dachverband der homöopathischen Fachorganisationen) setzt bereits seit 2003 die gemeinsam erarbeiteten und verabschiedeten Qualitätsstandards in der Homöopathie um. Der Vorgang der Qualifizierung macht gute Fortschritte. Das zentrale TherapeutInnenregister zählt mittlerweile rund 300 klassische Homöopathinnen und Homöopathen (Stand Januar 06), die sich bislang im Rahmen der Übergangsregelungen überprüfen und registrieren ließen. Sie weisen sich mit einem fortlaufend nummerierten Stempel der „Qualitätskonferenz des BKHD“ aus. Für den Qualifizierungsprozess weisen die TherapeutInnen in einheitlichen Bewerbungsbögen ihren homöopathischen Werdegang mit den Stationen ihrer Ausbildung nach. Die absolvierten Fortbildungen und die Anzahl der Jahre, in denen sie homöopathisch in der Praxis arbeiten, bilden ein weiteres Kriterium. Durch Einreichen von Falldokumentationen, der Vorlage von Skripten (bei Dozententätigkeit) oder Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zeigen die BewerberInnen, wie sie in der Praxis arbeiten. Zusätzlich müssen alle zwei Jahre die geleisteten Fachfortbildungen zur Überprüfung eingereicht werden. Pro Kalenderjahr sind 8 Unterrichtseinheiten klinische Fortbildung und 30 UE Fachfortbildungen in klassischer Homöopathie nachzuweisen. Für HomöopathInnen, die bereits nach den neuen Qualifikationsrichtlinien ausgebildet wurden, gibt es während der Übergangsregelung eine Sonderregelung, die den künftigen Qualifikationsprozess vorwegnimmt: sie können sich qualifizieren lassen, wenn sie eine Ausbildung und Schulprüfung nahe den künftigen Standards und den Beginn einer dreijährigen Supervision nachweisen.Ablauf der Übergangsregelungen mit erster zentraler Prüfung in Deutschland Die Möglichkeit sich über die Übergangsregelungen qualifizieren zu lassen, endet mit der ersten zentralen Prüfung, die vom 03. – 5. November 2006 im Großraum München, gegebenenfalls zusätzlich in der Mitte und im Norden Deutschlands absolviert werden kann. Danach ist die Aufnahme in das „zentrale Therapeutenregister“ ausschließlich mit dem Bestehen dieser einheitlichen Prüfung möglich. Das Prüfungsreglement der Qualitätskonferenz des BKHD schreibt die Statuten der zentralen Prüfung fest. Die Prüfung wird mindestens fünf Monate vor Beginn ausgeschrieben. Sie kann an verschiedenen Orten, aber muss zum gleichen Zeitpunkt stattfinden. Die Ausschreibung orientiert über - die Prüfungsdaten - die Anmelde- und Prüfungsgebühr - die Anmeldestelle - die Anmeldefrist Die Anmeldung der KandidatInnen zur zentralen Prüfung erfolgt direkt über die Qualitätskonferenz des BKHD oder über die Ausbildungsstätten/Schulen. Die Prüfung besteht aus 3 x 60 MC Fragen zur Materia Medica und zur Theorie der Homöopathie, aus zwei akuten Behandlungsfällen und einem chronischen Fall mit umfassender Verlaufsdarstellung. Die Aufgaben sind auf drei Tage verteilt an denen je 5 Stunden für die Beantwortung zur Verfügung stehen. Die Prüfungen werden von der Prüfungskommission der Qualitätskonferenz des BKHD geleitet und beaufsichtigt. Die Prüfungen werden von der Prüfungskommission korrigiert. Sind alle Prüfungsteile bestanden und kann die Supervision nachgewiesen werden, werden Zertifikat und Stempel vergeben. Die Prüfungsunterlagen verbleiben bei der Geschäftsstelle des Zweckbetriebes zur Archivierung. Durch die freiwillige Qualifizierung leisten Homöopathinnen und Homöopathen einen aktiven Beitrag zur Qualitätssicherung und zeigen ihr Engagement für die Homöopathie. So können längerfristig Ansehen und Anerkennung der Homöopathie in der breiten Öffentlichkeit gesteigert werden – ganz im Sinne des Verbraucherschutzes. Weitere Infos, sowie Prüfungsreglement, Ausschreibung und Anmeldeformular, sowie eine Liste bereits qualifizierter Homöopathinnen und Homöopathen finden Sie im Internet unter: www.bkhd-zweckbetrieb.de oder Sie fordern diese an bei der Geschäftstelle des Zweckbetriebs an. Zulassungsbedingungen zur zentralen Prüfung der Qualitätskonferenz des BKHD - Approbation als Ärztin oder Arzt oder - Nachweis der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikerzulassung) - Nachweis einer Mindestausbildungszeit von 550 Unterrichtseinheiten in Homöopathie mit direktem Lehrerkontakt und Nachweis der bestandenenschulinternen Prüfung. (Alternative Ausbildungswege in Homöopathie werden vonder Prüfungskommission auf ihre Gleichwertigkeit überprüft. Dies gilt auch für im Ausland absolvierte Ausbildungen) - Verpflichtungserklärung zur dreijährigen Supervision (mit nachfolgender ausführlicher Dokumentation von 6 supervidierten Praxisfällen). Prüfungskosten: Die Prüfungsgebühr beträgt EUR 500,00zuzüglich gesetzlicher MwSt.Details undAnmeldeunterlagen:Qualitätskonferenz des BKHD Geschäftsstelle c/o Gabriele HanewackerAm Sportplatz 1 85445 Oberding-Schwaig, Tel. 08122-9599 388 geschäftsstelle@bkhd-zweckbetrieb.de auch zum Download unter: www.bkhd-zweckbetrieb.de Renate Schmid Beauftragte des Zweckbetriebs für die Qualitätskonferenz des BKHDTel. 089/8003042qualitaetsbeauftragte@bkhd-zweckbetrieb.de März 2006

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