Pressemitteilung 14.Sept.2010: Seminar mit Claudio Dewall in Nürnberg – ein Bericht von Horst Jüssen

Von: Claudio Dewall  13.11.2010
Keywords: Männer erobern

Pressemitteilung 14.September.2010 – Mediapen –

Seminar mit Claudio Dewall in Nürnberg – ein Bericht von Horst Jüssen

Der Rummel um Mastercoach Claudio Dewall weckte in uns die Neugier, mehr über den beliebten Coach, Dozenten, Schriftsteller und Entertainer zu erfahren. Männer wie Frauen investieren nicht unerhebliche Summen, um Bücher zu erwerben oder Seminare zu besuchen. Seit seinem Fernsehauftritt und dem Besuch in der Kölner Redaktion nahm seine Beliebtheit stetig zu. Angeblich, so behauptet jedenfalls der psychologisch studierte Coach, kann man die „Eroberung des anderen Geschlechts“ lernen und perfektionieren. Wir gingen der Sache auf den Grund. Journalist Horst Jüssen besuchte ein Seminar – nur für Männer:

Es war kurz vor 9 Uhr, kurz vor Beginn des großen Verführungsseminars in welchem wir Männer lernen sollen, Frauen zielsicher zu erobern. Ich bin in einem Seminarhaus im Nürnberger Norden und nehme einen der letzten Plätze ein. Wie ich aus einem Gespräch über Flugpreise entnehme, sind manche von noch weiter her gekommen. Ich dachte, meine drei Stunden Autobahnfahrt wären schon eine obere Grenze, womit ein nicht nur von mir entdeckter Schwachpunkt aufgedeckt wäre: Es gibt zu wenig Seminare und zudem nicht flächendeckend um die Nachfrage der interessierten Männer zu decken. So kommen zum Seminarpreis nicht unerhebliche Wegekosten hinzu.
Im Mailverkehr vorher wurde angemerkt, dass es sich immer um eine überschaubare Gruppe handelt, um verbal auf jeden Teilnehmer eingehen zu können . Dies wurde eingehalten sodass die Bezeichnung  „Großes Wochenendseminar“ jedenfalls nicht  aus der Teilnehmerzahl resultierten konnte.

Ich sehe im Frontbereich des Raumes Claudio Dewall, den ich aus Bildern des weltweiten Netzes Internet her kenne, mit einigen Mappen hantieren, die wir kurz darauf ausgehändigt bekommen. Nun wird ein Beamer gestartet, mit dessen Hilfe eine interessante Begleitung des Seminars entsteht. Das Bild wird an eine Wand hinter dem Coach geworfen und ist nicht wirklich gut und immer sichtbar.

Zu Beginn des Seminars teilen wir Claudio Erfahrungen mit Frauen mit und einige Teilnehmer Sprachen vom Glück, das nötig ist, um auch an wirklich attraktive Frauen heranzukommen.

„Wir möchten weg von Glück und Zufall“, erwidert Claudio, „hin zu Methoden, die funktionieren, die uns helfen, bei Frauen beliebt zu werden“.

Es klingt logisch und ich gespannt auf die beiden Tage des Verführungs-Seminars hier in Nürnberg. Die Teilnehmer sind insgesamt prima Jungs, so 20 – 55 (geschätzte) Jahre alt, die Stimmung ist gut. Claudios Stil ist locker und es macht Spaß, den Ausführungen zu folgen.     

Er erklärt uns, welche Fragen sich Männer üblicherweise zu einem Date stellen und sagt dann:

„Das sind alles Fragen der Verlierer!“

Stattdessen ist vorrangig wichtig:

„In welche Gefühlszustände möchte ich sie heute versetzen? Das hängt davon ab, wie weit ich gehen will.

Zum Beispiel, falls dir diese Frau sehr wichtig ist und die Erfolgschance möglichst groß sein soll, denke folgendes:

„Ich werde nicht versuchen sie zu küssen, sondern sie wird erst einige Zeit später geküsst, nachdem sie es bereits kaum noch aushalten kann, einen Kuss zu erhalten.“

Claudio erklärt uns, dass man „Verführung“ genauso „lernen“ und lösen kann wie eine andere Aufgabe. Und sobald es gelingt, kann man immer besser werden und kann sich niemals mehr vorstellen, dass man bisher so unbeholfen agiert hat.

Das Seminar ist super interessant. Teilweise sehe ich die projizierten Bilder leider sehr schlecht da diese einerseits ein stärkeres Abdunkeln erfordern würden, zum anderen wir aber unsere Skripten mit handschriftlichen Ergänzungen versehen möchten. Das passt irgendwie nicht zueinander.

Der erste Tag ist schnell vorüber. Wir haben viel über unterbewusstes Denken, über Reizverarbeitung, Körpersprache und Annäherungsangst gelernt.

Die Teilnehmer sind hochmotiviert, stellen Fragen, schreiben fleißig mit. Als das Seminar mit 20 Minuten Verspätung gegen 17:20 endet, sind wir gespannt auf den zweiten Tag.

Am nächsten Morgen sind alle Teilnehmer um 9 Uhr zur Stelle und Claudio erzählt aus seinem Psychologiestudium: „Manches klingt unglaublich, doch es funktioniert. Ich kann jeden Menschen in beliebige Gefühlszustände versetzten und ich kann einem Menschen alles mitteilen, ohne dass diesem bewusst wird, dass ich ihm „unterbewusst“ etwas mitgeteilt habe. Wir werden heute lernen, wie wir psychologische Manipulation auch für unser Thema einsetzen!“

Wir waren begeistert, obwohl die meisten Anwesenden noch keine Ahnung hatten, wie das funktionieren könnte. Ich hatte das Unterlagenpaket von Claudio Dewall schon vor einigen Monaten erhalten und daher einiges an wichtigen Informationen vorab.

Claudio sprach von „visual commands“.

„Small talk ohne Ende ist die Sprache der Verlierer. Wir taktieren psychologisch, um etwas zu erreichen! „

Als Einführungsbeispiel empfahl er uns, mit Fragen Emotionen zu erzeugen.

„Lass die Frau von ihrem schönsten Traumurlaub erzählen und du musst nichts tun, während SIE von einem positiven Gefühl zum anderen wechselt.“

Bisher war mir bei der Unterhaltung mit Frauen wichtig, nur irgendwas zu sagen, damit der Redefluss nicht verstummt. Jetzt soll ich nicht nur mit Smalltalk  agieren.

„Alles, was positive Emotionen aus Ihrer Erinnerung holt, ist gut für dich. Sie fühlt sich gut, während sie mit DIR spricht. Sie wird am nächsten Tag erwachen und an dich denken“.

In Claudios Trickkiste sind noch viel wirkungsvollere, jedoch umfangreichere Taktiken der Gesprächsführung. Wir sind begeistert. Als wir lernen, wie „integrated commands“ funktionieren, können wir es kaum glauben. Man kann tatsächlich alles, wirklich alles, was man nicht einfach so sagen kann, mitteilen, ohne es „offensichtlich“ gesagt zu haben.

Will ich z.B. mitteilen, dass ich ein Mann bin, der sich mit Frauen auskennt und Frauen glücklich machen kann, sage ich Folgendes:

  „Eigentlich bin ich oft mit meinem Freund Raimund unterwegs. Heute hat er aber wieder einmal keine Lust. Er ist dauernd frustriert. Er kriegt das mit den Frauen nicht so hin. Er hat wenig Gefühle für Frauen und versteht nicht, wie man eine Frau wirklich glücklich machen kann, sie zu küssen, schöne Worte zu schreiben, ihr zu sagen wie sehr man sie liebt und romantische Dinge zu tun. Er ist ein prima Freund, aber eben ein anderer Typ.“

Dazu gehören konkrete Handbewegungen. Dem unterbewussten Denken der Frau wird mitgeteilt, dass ICH ein Mann bin, der SIE rundherum glücklich machen wird. Diese Information ist jedoch in Ihrem Gehirn entstanden, denn ich hätte in obigem Beispiel zu keinem Zeitpunkt über mich gesprochen.

Im Weiteren erfuhren wir anhand von Beispielen Details über „Subliminale Wahrnehmung“.

„So wie früher in einen Film zu Werbezwecken Bilder eingeschnitten wurden, die so kurz auf der Leinwand erschienen, dass sie nur unterbewusst wahrgenommen wurden, die aber bewusst niemand sah (wurde inzwischen verboten), so teilen wir Dinge mit, welche die Frau nicht bewusst wahrnimmt. Während man früher mit den unterbewusst gezeigten Bilder die Lust auf „Cola“ erzeugen konnte, erzeugst du in der Frau die Lust auf DICH!“

Dieses kurze Beispiel ist ein kleiner Auszug aus dem umfangreichen Schatz an Kenntnissen, den die Teilnehmer mit nach Hause nehmen durften. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Intensität, welchem Einsatz und welch positiver Resonanz der Master referiert.

Das Seminar war letztlich bezüglich der Stoffmenge etwas anstrengend, ich wüsste aber nicht, für welches Thema dieser Welt ich mich generell mehr interessiere. Nach dem Seminar wäre eine längere, lockere Gesprächsrunde mit Claudio interessant gewesen (der Mittag war zu kurz dafür).

Fazit des Seminars:

Es ist schwer, einen Seminarplatz zu bekommen. Es ist vermutlich weit weg und mit den Fahrtkosten sind einige hundert Euro fällig, doch es kann sich lohnen. Jeder Mann, der nicht so der wirklich große Frauenkenner ist, kann etwas lernen. Wer ohnehin die Mädels mit Leichtigkeit um den Finger wickelt, kann sich das viele Geld bestimmt sparen. Es gab nur Getränke aber keinen organisierten gemeinsamen Mittag, kein Essen etc. Ich habe hinterher noch lange mit den anderen Teilnehmern geredet. Jeder war begeistert, aber mit Ausnahme eines Teilnehmers hatte jeder einen weiten Weg per Auto oder Flieger zurückgelegt.

Keywords: Männer erobern