Langzeitschmierung von Werkzeugelementen / Artikel im PLASTVERARBEITER Magazin (Heft 9/2005)

Langzeitschmierung von Werkzeugelementen / Artikel im PLASTVERARBEITER Magazin (Heft 9/2005) von Setral Chemie GmbH

Von: Setral Chemie GmbH  10.08.2006
Keywords: Schmierstoffe, Fette, Schmierfette

Langzeitschmierung von Werkzeugelementen Stabil bis 300 °C Die Schmierung von Auswerfern, Schiebern, Falteinheiten oder Klinkenzügen wird schwierig, wenn hohe Schusszahlen erreicht werden sollen und die gefertigten Teile nicht kontaminiert werden dürfen. Durch den Einsatz eines geeigneten Schmierstoffs lassen sich diese Probleme beseitigen und die Produktivität erhöhen. Ziel von Produktionsbetrieben ist es, Maschinen so effektiv wie möglich einzusetzen. Das gilt im Bereich Kunststoffspritzguss insbesondere für den störungsfreien Betrieb und die erreichbare Stückzahl (Schusszahl), die durch die Auswahl geeigneter Schmierstoffe sichergestellt werden soll. Entscheidend ist aber auch, dass alle gefertigten Teile den Qualitätsanforderungen entsprechen und durch den verwendeten Schmierstoff nicht negativ beeinflusst werden. Zahlreiche Faktoren können im Zusammenhang mit der Schmierung zu einer deutlichen Reduktion der Effizienz führen. Im Vordergrund stehen dabei komplizierte Formen, erhöhte Werkzeugtemperaturen, aggressive Kondensate, das verwendete Spritzgut und hohe Geschwindigkeiten. Hinzu kommen steigende Qualitätsanforderungen. Unter diesen Bedingungen sind die konventionellen Schmierstoffe häufig überfordert - physikalisch durch höhere Temperaturen oder schnellere Arbeitsabläufe und chemisch durch Kontakt mit aggressiven Dämpfen und Oxidation. Hauchdünn auftragen Durch die erhöhten Temperaturen wird unter Umständen der Schmelzpunkt der Seifenverdicker in den Schmierfetten überschritten. Das Schmierfett wird flüssig und läuft von der Schmierstelle. Dadurch kommt es zur Mangelschmierung und in der Folge zu erhöhtem Verschleiß an den beweglichen Teilen. Weitere Folgen der höheren Temperaturen sind verstärkte Abdampfraten des verwendeten Grundöls und in Folge dessen das Austrocknen des Schmierstoffs. Auch daraus resultiert dann wieder eine Mangelschmierung mit den bekannten Problemen. Kombiniert mit der durch die Temperaturen beschleunigten Oxidation bilden sich feste Rückstände, die sehr häufig als schwarze oder braune Punkte auf den Spritzteilen erscheinen und zum Ausschuss führen. Bei der Entwicklung des Schmierfetts SYN-setral-INT/300 zur Schmierung von Auswerfern, Schiebern, Falteinheiten oder Klinkenzügen war es das Ziel der Setral Chemie GmbH, Seeshaupt, die Probleme zu beseitigen beziehungsweise unter Kontrolle zu bringen. Dies gelang durch die Auswahl spezieller Additive und geeigneter synthetischer Basisöle in Verbindung mit einer neuartigen Verdickerkombination. Die verwendeten Basisöle sind hochwertige Perfluoralkylether (PFAE), die eine thermische Stabilität bis in den Bereich von 300 °C aufweisen. Der Verdicker ist bis weit darüber hinaus stabil ohne zu schmelzen. Sowohl Grundöl als auch Verdicker und Additive erfüllen also nicht nur die Anforderungen bezüglich der thermischen Stabilität, sondern sind auf Grund ihrer chemischen Struktur indifferent gegenüber fast allen verwendeten Materialien. In umfangreichen Praxistests wurden weitere Vorteile deutlich. So lässt sich der volumenmäßige Verbrauch drastisch reduzieren, da das neue Schmierfett nur noch hauchdünn aufgetragen werden muss und dadurch kein Fetttransport über die beweglichen Teile auf das Spritzgut erfolgt. Dunkle Punkte oder Stellen, die man nicht bedampfen oder überlackieren kann, gehören damit der Vergangenheit an. Ein Austausch des Schmierstoffs beim Wechsel des Spritzgutes ist ebenfalls nicht notwendig, da er absolut verträglich ist. Die Lebensmitteleignung, dokumentiert durch USDA-H1-Autorisierung, ist ein weiterer Vorteil. Neben der Reduzierung des Verbrauchs konnten auch die Schusszahlen bis auf dem Faktor 4 gegenüber den herkömmlichen, auf Mineralöl- oder Syntheseölbasis gefertigten Schmierpasten und -fetten erhöht werden. Mittlerweile bewährt sich das neue Schmierfett im täglichen Einsatz bei namhaften Herstellern von Spritzgussteilen in weiten Bereichen der Industrie.Autor: Josef Pohlen Dipl.-Ing. (FH) Technical Director Setral Chemie GmbH

Keywords: Auswerfer, Fette, H1 Freigabe, Hochtemperaturfette, Schmierfette, Schmierstoffe,

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