Fresenius Medical Care erweitert Produktionskapazität für künstliche Nieren in den USA

Von: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA  08.04.2006

Fresenius Medical Care erweitert ihre Produktionskapazitäten für künstliche Nieren (Dialysatoren) im Werk Ogden (US-Bundesstaat Utah). Die nordameri-kanische Tochter Fresenius Medical Care North America (FMCNA) wird dort künftig jährlich bis zu 33 Millionen Dialysatoren herstellen können – über 20 Prozent mehr als bislang. Die Kosten für den Ausbau der Dialysatorproduk-tion sind Teil des für 2006 vorgesehenen Investitionsbudgets. Die Erweiterung der Produktionslinie soll im ersten Halbjahr 2007 abgeschlossen sein.

Fresenius Medical Care reagiert mit der Erweiterung auf die gestiegene Nach-frage nach Einmal-Dialysatoren in den USA. Bei der Therapie chronisch Nie-renkranker werden die Dialysatoren dort heute überwiegend nur einmal benutzt statt wie früher mehrfach. Fresenius Medical Care setzt bei der Behandlung der fast 90.000 Patienten in den eigenen 1.150 nordamerikanischen Dialysekliniken ausschließlich auf Einmal-Dialysatoren. Insgesamt werden schon heute rund 60 Prozent aller Dialysepatienten in den USA mit Einmal-Dialysatoren behandelt. Nordamerika zählt mit einem Anteil von etwa 36 Prozent am Produktumsatz von Fresenius Medical Care zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens.

Rice Powell, Leiter der Products and Hospital Group und Gesamtgeschäftsfüh-rer von FMCNA, sagte: 'Wir stocken unsere Produktionskapazität für Einmal-Dialysatoren auf, weil sich unsere Kunden zunehmend für diese Behandlungs-form entscheiden. Wir sehen die Erweiterung auch als Investition in die Zukunft der Dialysetherapie. Wir sind davon überzeugt, dass von diesem Kapazitäts-ausbau alle Beteiligten profitieren: die Patienten, unsere Mitarbeiter und die Ak-tionäre.'

Der Dialysator übernimmt als künstliche Niere wichtige Funktionen des natürlichen Organs. In ihm fließt das Blut durch zehntausende haarfeine Hohlfasern, die von einer elektrolythaltigen Dialyseflüssigkeit umspült werden. Die Hohlfa-sern bestehen aus Fresenius Polysulfon, einem porösen Kunststoffmaterial. Durch die Poren hindurch gelangen Abfallprodukte des Stoffwechsels und überschüssiges Körperwasser vom Blut in die Dialyselösung und werden von dieser abtransportiert. Blutkörperchen und wichtige Proteine passen dagegen nicht durch die Poren und werden zurückgehalten. Anschließend wird das ge-reinigte Blut dem Patienten wieder zugeführt.


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