Executive Placement: Die Suche nach einer neuen Top-Position erfordert meist viel Zeit

Executive Placement: Die Suche nach einer neuen Top-Position erfordert meist viel Zeit von Die PRofilBerater GmbH

Von: Die PRofilBerater GmbH  12.03.2008
Keywords: Outplacement, Newplacement, Executive Placement

Es wird schon gut gehen. Nach dieser Maxime agieren Fach- und Führungskräfte, die in ihren Unternehmen eine exponierte Position haben, häufig, wenn sich ein Jobverlust anbahnt - ganz gleich, ob es sich bei ihnen um hochqualifizierte Spezialisten, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen oder Bereichsleiter von Konzernen handelt. Man hat ja schließlich ein umfangreiches berufliches Netzwerk. Sie merken zwar meist deutlich, wenn die Zeit reif für einen Wechsel wäre. Zum Beispiel, weil sich im Unternehmen weitreichende Veränderungen ankündigen. Doch oft nehmen sie dann nicht konsequent genug ihr berufliches Schicksal in die Hand. Zu diesem Ergebnis kam die Adensam Managementberatung, Ludwigshafen, bei einer Analyse der beruflichen Biographien von 136 Fach- und Führungskräften, die vor ihrer Entlassung eine Top-Position in ihrem Unternehmen innehatten. Für das Abwarten gab es laut Firmeninhaber Frank Adensam meist triftige Gründe. In der Regel waren den Betroffenen bezüglich eines aktiven Sich-Bewerbens weitgehend die Hände gebunden. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Zum Beispiel, weil ihr Arbeitgeber nicht zu früh von ihren Absichten erfahren durfte. Oder weil das Bekanntwerden ihrer Intention für ihr Unternehmen schädlich gewesen wäre. Oder weil sie aufgrund ihrer Position in der Branche jeder kannte. Also ließen die Betroffenen zuweilen Monate tatenlos verstreichen. Und häufig trösteten sie sich mit dem Gedanken: Wenn das endgültige Aus kommt, erhalte ich eine schöne Abfindung. Also habe ich dann noch ausreichend Zeit, mir einen neuen Job zu suchen. Dieses Denken entpuppt sich, so Adensam, in der Praxis oft als Fallstrick. Unter anderem, weil die geschäftlichen Beziehungen meist weniger tragfähig als vermutet sind - zumindest wenn es um das Suchen einer neuen Stelle geht. Außerdem werden Geschäftsführer von Mittelständlern und Führungskräfte aus der zweiten oder dritten Konzernreihe nach einem Jobverlust im Gegensatz zu Konzernlenkern nicht automatisch von anderen Unternehmen und Headhuntern kontaktiert; ihnen werden auch keine lukrativen "Übergangsjobs" bei Beteiligungsgesellschaften offeriert. Entsprechend zäh gestaltet sich oft ihre Jobsuche. Zumindest wenn eines der folgenden Hindernisse besteht: Die Person ist stark spezialisiert. Oder sie möchte sich im Einkommen nicht verschlechtern. Oder sie ist älter als 45 Jahre. Oder sie möchte wegen schulpflichtiger Kinder in der Region bleiben. "Dann dauert die Stellensuche", so der Executive Placement-Experte Adensam, "oft viele Monate - auch weil die Auswahlverfahren beim Besetzen von Schlüsselpositionen in Unternehmen meist langwierig sind." Aus der Analyse der Biografien der Stellensucher lassen sich, laut Adensam, folgende Tipps für Top-Spezialisten und obere Führungskräfte ableiten, die (mittelfristig) eine neue berufliche Perspektive für sich entwerfen müssen: 1. Werden Sie frühzeitig aktiv, wenn Sie merken, dass Sie auf eine berufliche Sackgasse zusteuern. 2. Kalkulieren Sie für die Stellensuche mindestens ein halbes Jahr ein. Realistischer sind neun bis zwölf Monate. 3. Definieren Sie klare Ziele. 4. Analysieren Sie Ihre Stärken und Erfahrungen. Welche Erfolge können Sie vorweisen? Für welche Unternehmen sind Sie deshalb attraktiv - auch außerhalb Ihres Fachgebiets und Ihrer aktuellen Branche. 5. Suchen Sie sich für diese Analyse einen erfahrenen Berater als Sparringspartner. Denn Ihnen erscheint vieles, was Sie taten, als so selbstverständlich, dass Sie die dahinter steckenden "Pfunde" für die Stellensuche leicht übersehen. 6. Informieren und kontaktieren Sie Ihr Netzwerk sehr vorsichtig und selektiv. Nicht jeder meint es gut mit Ihnen und kann den Mund halten. 7. Spielen Sie über Bande, wenn nicht vorzeitig publik werden darf, dass Sie sich beruflich neu orientieren und engagieren Sie einen Berater, der Sie beim Selbstmarketing diskret unterstützt. Lüften Sie Ihr Inkognito erst, wenn klar ist: Hier habe ich eine realistische Chance. 8. Achten Sie bei der Auswahl des Beraters darauf, dass er Ihre Zielbranchen kennt und gut mit anderen Personalberatern verdrahtet ist. Denn ein Berater allein hat nur einen begrenzten Einblick in den verdeckten Stellenmarkt. 9. Nehmen Sie keine Stelle vorschnell an, nur um einen Job zu haben. Sonst ist die Gefahr groß, dass Sie ein halbes oder ein Jahr später wieder auf der Straße stehen. Nähere Informationen: Adensam Managementberatung, Ludwigshafen (Tel.: 0621/59895-0; E-Mail: anfrage@adensam.de; Internet: www.adensam.de).

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