August Homburger Preis für hervorragende Forschungsleistungen erstmals verliehen

Von: Haas & Health Partner Public Relations GmbH  29.06.2006

(Würzburg im Juni – hhp) Erstmals wurde in diesem Jahr der August Homburger Preis der Universität Würzburg vergeben. Für ihre herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie teilen sich Privatdozent Dr. Gerd Schulte-Körne von der Universität Marburg und Privatdozentin Dr. Claudia Mehler-Wex von der Universität Würzburg den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis. Professorin Beate Herpertz-Dahlmann, die in ihrer Funktion als Präsidentin der Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJPP) dem Kuratorium angehörte, überreichte die Auszeichnung. Stellvertretend für das stiftende Pharmaunternehmen Janssen-Cilag würdigte Dr. med. Jörg Czekalla, Direktor Medizinischer Fachbereich ZNS, die herausragenden Verdienste der Preisträger für die Forschung.In seiner Laudatio unterstrich Professor Dr. Andreas Warnke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universität Würzburg, die außerordentliche wissenschaftliche Leistung der Preisträger. Schulte-Körne überzeugte durch seine Forschungen zur Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) das Kuratorium: Unter anderem arbeitete er mit an der Identifikation eines Gens, das für die Ausprägung einer Legasthenie verantwortlich gemacht wird. „Dies ist ein außerordentlich wichtiger Durchbruch bei der molekulargenetischen Erforschung von Teilleistungsstörungen“, zitierte Warnke aus dem Gutachten der Preisvergabe, „denn aus der Ähnlichkeit des identifizierten Gens mit einem bereits bekannten ergibt sich der Verdacht, dass bei der LRS möglicherweise eine neuronale Migrationsstörung vorliegt.“ Mehler-Wex erhielt die Auszeichnung für ihre Forschungsarbeit zu neurobiologischen Korrelaten und pharmakotherapeutischen Aspekten der Schizophrenie mit Beginn im Kindes- und Jugendalter. „Mehler-Wex forscht nach biologischen Indikatoren für das Entstehen einer Schizophrenie und den damit verbundenen Möglichkeiten einer frühzeitigen Diagnose. Einen zweiten Schwerpunkt Ihrer Arbeit bilden Beobachtungen zu genetischen Veränderungen bei Medikamenten, die Einfluss auf die Gewichtsregulation haben“, erläuterte Warnke. Hintergrundinformationen zum August Homburger PreisDer August Homburger Preis wurde gemeinsam von der Universität Würzburg und dem pharmazeutischen Unternehmen Janssen-Cilag GmbH, Neuss ins Leben gerufen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird in der Folge jährlich vergeben. Mit seinem Engagement fördert Janssen-Cilag wesentliche Forschungsarbeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowohl im biologischen als auch psychotherapeutischen Bereich. „Wir sind bestrebt, durch hochwertige Produkte, Arzneimittelinformationen und wissenschaftliche Studien ständig die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern“, erklärt Dr. med. Jörg Czekalla von Janssen-Cilag das Engagement.Im Kuratorium sitzen neben dem amtierenden Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. – diese Funktion hatte für den Ausschreibungszeitraum 2005 Professorin Beate Herpertz-Dahlmann inne –, Professor Hermann van Engeland, Lehrstuhlinhaber an der Universität Utrecht, und Professor Johannes Hebebrand von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universität Essen.Namensgeber des Preises ist der Heidelberger Psychiater August Homburger (1873-1930), der 1917 als einer der ersten eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Beratungsstelle einrichtete und 1926 das richtungsweisende Lehrbuch „Die Psychopathologie des Kindesalters“ verfasste. In diesem setzte er erstmals biologische Ursachen von psychischen Erkrankungen mit verstärkenden Umweltfaktoren in Verbindung. Diese Mehrdimensionalität kombiniert mit einem entwicklungspsychiatrischen Aspekt ist noch heute geltende Grundvoraussetzung für eine Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten im Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie.


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