Weg in die Selbständigkeit mit Gestalter im Handwerk

Von: Werkakademie für Gestaltung Hessen  10.08.2007

Gestalten ist eine ureigenste Aufgabe des Handwerks und eine Leistung, die von den Kunden immer stärker nachgefragt wird. Mit der Gestaltung von Produkten und Lebensräumen übernimmt das Handwerk nicht nur Verantwortung für unsere Alltagskultur, sondern eröffnet auch Zukunftsmärkte.Eine gelungene Farbgestaltung und Formgebung setzt sowohl handwerkliches Können, als auch gestalterische Kompetenz voraus. Dies kommt in der Ausbildung oft zu kurz. Die Kasseler Werkakademie für Gestaltung hat sich zur Aufgabe gemacht, junge Handwerkerinnen und Handwerker in ihren kreativen Fähigkeiten zu fördern. Nach Abschluss dieser Qualifizierung als „Gestalter im Handwerk“ sind sie in der Lage, ihren Kunden ein Angebot zu machen, das sich ganz klar von der uniformen, vorkonfektionierten Ware unterschiedet. Jetzt ist ein Meilenstein für die Chancengleichheit der Absolventen von Werkakademien erreicht. Gestalter im Handwerk, die ihre Prüfung aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Prüfungsordnung bestanden haben, können sich jetzt unabhängig von der Meisterprüfung in dem Handwerk, das sie erlernt haben, selbständig machen. Damit ist ein Studium an der Kasseler Werkakademie für Gestaltung noch attraktiver geworden. Und so kann der neue Weg in die Selbständigkeit aussehen:Gestalter im Handwerk, die ihre Prüfung vor einer Handwerkskammer abgelegt haben, beantragen nach Paragraph 8 der Handwerksordnung eine Ausnahmebewilligung für die Gründung und selbständige Führung eines Handwerksbetriebes. Grundsätzlich gilt, dass Betriebe der zulassungspflichtigen Handwerke nur aufgrund der bestandenen Meisterprüfung in die Handwerksrolle eingetragen werden. Durch die Anerkennung des Gestalter-Abschlusses als Ausnahmegrund kommt die Handwerksorganisation jetzt der Nachfrage vieler junger Handwerkerinnen und Handwerker entgegen und erhöht so gleichzeitig die Zahl leistungsfähiger Existenzen im Handwerk.Damit wird der Abschluss von Werkakademien erheblich aufgewertet. Durch den Studiengang zum Gestalter im Handwerk ergeben sich völlig neue Zukunftsperspektiven. Im Einzelfall wird geprüft, ob sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten im auszuübenden Handwerk verfügen oder diese noch in einer Sachkundeprüfung nachweisen müssen. Entscheidend dafür sind die bisherigen beruflichen Erfahrungen und Tätigkeiten. Wenn die Absolventen neben dem Akademieabschluss auch den Teil III der Meisterprüfung oder die Prüfung zum/zur Fachkaufmann / -frau für Handwerkswirtschaft abgelegt haben, haben sie dadurch bereits die kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse nachgewiesen. An der Kasseler Werkakademie für Gestaltung setzen sich die Studierenden mit vielfältigen Projekten auseinander. Dies zeigt, dass die Fortbildungseinrichtung einem hohen Anspruch gerecht wird. Viele Projektgeber kommen direkt aus der Wirtschaft. Einige Beispiele:Gestaltungsvorschlag für das Schlosshotel Umgestaltung von sakralen Räumen (Projekt gemeinsam mit der Altenhilfe Hofgeismar) Gestaltung des Aufklebers „Regional ist nicht egal“ neues Logo für die berühmte „Ahle Worscht“.Ein neues Projekt beschäftigt sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten des Dorothea-Viehmann-Parks. Schwerpunktfächer des Studiums sind Zeichnen und Darstellung, Farblehre, Form und Gestalt, Produktgestaltung, sowie Kunst- und Kulturgeschichte. Integriert in den Studienplan sind vielfältigste Exkursionen, Messe- und Museumsbesuche, aber auch eigene Ausstellungen. Neben den Unterrichts- und Werkräumen für die gestalterisch-praktischen Arbeit, steht den Studierenden ein mit leistungsfähigen Mac-Rechnern ausgestattetes EDV-Labor zur Verfügung. Für das neue Semester, das am 1. Oktober beginnt, sind noch einige Studienplätze zu vergeben. Info unter: Kasseler Werkakademie für Gestaltung, Falderbaumstr. 18, 34123 Kassel, Tel. 0561 – 95 96 333, E-Mail werkakademie@hwk-kassel.de, Internet: www.werkakademie.de


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