Störfallmanagement

Störfallmanagement von Jeschkeit Consulting und Marketing, Inhaber Susanne Jeschkeit

Von: Jeschkeit Consulting und Marketing, Inhaber Susanne Jeschkeit  12.05.2011
Keywords: IT Beratung, IT Consulting, Management Consulting

Versorger beschäftigen sich seit Mitte der achtziger Jahre mit Werkzeugen zur Dokumentation der Netze. In weiten Teilen nähert sich die Ersterfassung ihrem Ende oder ist bereits umgesetzt.

Die Forderungen an GIS und Netzinformationssysteme (NIS) beschränken sich vor dem Hintergrund eines deregulierten Marktes nicht mehr nur auf die raumbezogene Verwaltung nebst Abbildung der Netzlogik oder vorbeugende Instandhaltung, sondern hin zu einem integrierten Energie-Management- und Risk-System. Gemeint sind hier sogenannte Raumbezogene, Management- und Informations-System (RMIS), wie sie diese Abbildung darstellt.


Voraussschauende Instandhaltung

Klassische Instandhaltungsmodelle basieren auf einem zeitabhängigen Vorgehen, nach dem in festgelegten Intervallen Erneuerungen oder Wartungstätigkeiten periodisch vorgenommen werden. Kosten- und Optimierungsvergleiche mit beispielsweise zustandsorientierten oder besser noch vorausschauenden Instandhaltungsstrategien machen deutlich, dass dieses Verfahren nicht wirtschaftlich optimal ist, da weder die Betriebsmittel im Rahmen ihrer tatsächlichen Lebensdauer genutzt werden, noch die Wartungszyklen dem tatsächlichen Zustand entsprechen.

Die vorrausschauenden Instandhaltung (Reliability Centered Maintenance) betrachtet nicht nur ergebnisorientiert (Crash-Management) oder zustandsorientiert (gleichberechtigte Gewichtung aller Betriebsmittel), sondern verknüpft mit entsprechenden Gewichtungsfaktoren versehene Daten der Betriebsmittel über Zustand und Verfügbarkeit zur Betriebsaufrechterhaltung.

Schalt- und Abschalt-Management

Simultane Schaltmanagementsysteme dienen klassisch der Planung und Präsentation von Schaltungen im Voraus und deren Auswirkung im Netz. Das Abschaltmanagement verwaltet  geplante und ungeplante Abschaltungen.

Die Wertschöpfungskette des Informationsmanagements bis zum Kunden entsteht, wenn der Informationsfluß von einem gut funktionierenden, innerbertrieblichen Management bis nach außen gereicht. Dazu zählt zum Beispiel die automatisierte Benachrichtung durch Serienbrief bei geplanten Abschaltungen, aber auch, dass der Störungsannahme diese Information vorliegt.

Das Abschaltmanagement generiert nicht nur eine Liste über betroffene Netzteile und Hausanschlüsse. Es übergibt diese an ein GIS zur räumlichen Darstellung. Über Verteillastfluss-Systeme kann darüber hinaus die abgeschaltete Leistung und die Dauer der Abschaltung ermittelt werden.

 

Prozeßoptimiertes Störfallmanagement

Werden diese Daten an das Call-Center des Versorgers dynamisch weitergeleitet, kann die Störungsannahme stets kompetent Auskunft erteilen. Mit Aufnahme der Störung erfolgt auf Basis der bereitgestellten Ergebnisdaten des Abschaltmanagements (geplante oder ungeplante Störung) die Bewertung. Störungen werden durch den Call-Center-Bearbeiter als Problem-Bericht aufgenommen. Das GIS zeigt dazu die Lokation an. Bei jeder weiteren Störmeldungen über eine ungeplante Störung erfolgt ein Querckeck, ob diese Meldung einem bereits eingegangenen Störfall zuzuordnen ist.

Ist dies der Fall, wird die Lokation über Tracing näher eingegrenzt. Das Tracing nimmt eine Rückverfolgung in Richtung Einspeisestelle vor und ermittelt dabei das erste gemeinsame Betriebsmittel. Logisch werden hier ein oder mehrere Problem-Berichte einem Betriebsmittel zugeordnet.  Entscheidend ist, dass der Mensch Eingriffsmöglichkeiten haben sollte, um darüber zu entscheiden, ob es sich tatsächlich um den gleichen Störfall handelt.

Für die Betriebsaufrechterhaltung ist auch ein von der Informationseingabe Dritter unabhängiges Störmeldesystem im Parallelbetrieb erforderlich. Störmeldungen werden automatisiert erkannt und der Leitstelle gemeldet, der ein Netzwiederaufbau oder eine Fehlerfreischaltung folgt.

 

Integriertes Flottenmanagement und Trupp-Steuerung

Bei der Beauftragung durch den Netzbetrieb zur Behebung von Störung bestehen dann Optimierungspotentiale, wenn die Disposition automatisch dem GPS-ausgerüsteten,  optimalen Trupp in Abhängigkeit von dessen Funktion, Standort und Verfügbarkeit zugeordnet wird. Über eine Stand-Weg-Zeit-Optimierung werden die kürzesten Fahrtstrecken er- und übermittelt. Während der Auftragsausführung wird der Trupp für weitere Disponierungen außerhalb eines festgelegten Fangradius gemessen von dem momentaren Standort ausgeschlossen. Ist der Auftrag durchgeführt, erfolgt eine Verfügbarkeitsmeldung und der in der Warteschlange stehende, nächste Auftrag wird gemeldet. Eingebrachte Netzbauteile können automatisiert zur Buchung im Bestand aktiviert werden.

Keywords: Consult, Geoinformatik, Geoinformationssysteme, IT Beratung, IT Consulting, IT Sicherheit, Management Consulting, Publikationen

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