Prozessoptimierung im SAP R/3 mit Barcode bei STI

Prozessoptimierung im  SAP R/3 mit Barcode bei STI von Etiscan Identifikationssysteme GmbH

Von: Etiscan Identifikationssysteme GmbH  16.06.2011
Keywords: Mobile Datenerfassung, Barcodescanner, Intralogistik

Auch wenn digitale Information längst zu den wichtigsten Produktionsfaktoren gehört, eines wird immer „analog“ bleiben: Das reale Produkt. Die einzige Lösung, reale Warenströme und virtuellen Informationsfluss zu verknüpfen, zu überwachen und zu steuern ist Identifikationstechnik. Denn Identifikationssysteme bieten die Möglichkeit via Tracking & Tracing jedes Produkt an jedem Ort der Welt zu jeder Zeit zu erfassen und Abläufe zu sichern und enorm zu beschleunigen. Schnell, präzise, unkompliziert.

Mit Begeisterung und Blick für das Wesentliche, schlanke und effektive Identifikationslösungen als Distributor, Technologie-Dienstleister und Systemhaus umzusetzen, ist die Kernkompetenz der Etiscan Identifikationssysteme GmbH. Mit dem Selbstverständnis eines kundenorientierten Aufgabenlösers bieten die Wöllstädter Spezialisten Komplettlösungen von Analyse, Beratung und Projektplanung, Entwicklung und Disposition von Hard- und Software, Installation und Inbetriebnahme sowie einen Service und Support, der von Kunden auch noch nach Jahren als konsequent und vorbildlich gelobt wird.

Viel Strichcode-Erfahrung und ein breites hochwertiges Sortiment an wirtschaftlichen leicht zu handhabenden Scannern unterschiedlicher Reichweiten werden eingesetzt, um die jeweils beste Erfassungslösung umzusetzen. Ob mobiler Handscanner, stationäres Gerät oder Datenfunksystem, ob Barcode- oder Transpondertechnologie, ob SAP-, Baan-, Navision- oder Infor-Anbindung an die ERP-Software: Etiscan-Lösungen haben eines gemeinsam: So wenig Anpassung wie nötig, so wenig Aufwand wie möglich, ein Credo, das auch Uwe Schmidt, Verantwortlicher bei der STI Lauterbach Verpackung GmbH, begeistert.

STI, seit 125 Jahren auf Erfolgskurs
Die STI - Gustav Stabernack GmbH ist ein managementgeführtes, konzernunabhängiges Familienunternehmen der Verpackungs- und Displaybranche. Rund die Hälfte der europaweit größten Konsumgüterhersteller sowie führende Industriegüterunternehmen und Handelskonzerne zählen zu den Kunden, darunter 20 der deutschen Top 30 Konzerne. Sie machen STI damit zum führenden europäischen Displayanbieter für Produktpräsentationen am POS und zu einem der Spitzenunternehmen in der Verpackungsbranche. An sechs Produktionsstandorten in Deutschland und Tschechien, Niederlassungen in 16 Ländern und bei Kooperationspartnern in Spanien, Großbritannien und den USA erwirtschafteten im Jahr 2005 1.400 Mitarbeiter bei einer Exportquote von 30 Prozent einen Umsatz von rund 165 Mio. Euro mit Regal- und Transportverpackungen sowie kreativen Warenpräsentationen aus Wellpappe und Karton.

Circa 350 Tonnen Papier pro Tag durchlaufen bei der STI Corrugated in Alsfeld, die 120 m lange Hochleistungs- Wellpappanlage. Das entspricht einer Jahresproduktionskapazität von etwa 120 Mio qm Wellpappe oder besser verständlich ca. 800 Paletten, also 25 LKW-Zügen am Tag. Bei einem 24 Std.- Service und Just-in-sequence-Lieferung eine besonders „schwergewichtige“ Herausforderung an die Logistik.

Nicht die Erweiterung des Outputs, sondern die Rückverfolgbarkeit der mit Lebensmitteln in Verbindung stehenden Verpackungen und primär die zielkostenorientierte Produkt- und Prozessentwicklung veranlassten STI ab 2002 neue Wege zu gehen. Denn einerseits geht der Trend eindeutig zu kleineren Chargen. Und andererseits nehmen handelsgerechte Regalverpackungen mit aktions-oder saisonbedingt gestalteten Trays zu. Beides hat massive Auswirkungen auf die Produktion und die damit verbundenen Materialfluss- und Informationsströme.

Liefertreue rauf - Lagerkosten & Lieferzeiten runter
So gilt es bei STI aus einem Rollen-lager mit einer Kapazität von 6000 t Rohmaterial schwere Papierrollen der Hochleistungs-Wellpappenanlage und den nachgeschalteten Verarbeitungsmaschinen zuzuführen. Die Restrollen werden, mit maschinell ermittelter Restlaufmeterzahl versehen, wieder dem Bestand zugeführt. Die umschlaghäufige auftragsbezogene Kommissionierung von Klischees, Farben, Stanz- und Ausbrechwerkzeugen und deren systemgesteuerte und vollautomatische Zuführung an die Weiterverarbeitungsmaschinen stellt ebenfalls hohe Anforderungen an eine geschlossene Supply Chain. Auch die Kommissionierung des Mixes an Halbfertig- und Fertigwaren, ein besonders kommissionier- fehlerträchtiger Bereich, ist zuverlässig einzubinden. STI übernimmt ferner für Schlüsselkunden wie Siemens oder Metabo mit großem Erfolg Outsourcingleistungen.

Ein Beispiel: Für über 600 Siemens-Artikel übernimmt STI auf der Basis der Absatzplanung des Vertriebes die Auftragsplanung der Verpackungsmaterialien und löst die Produktionsmengen selbsttätig aus. Die im Lieferplan von Siemens erzeugten Bedarfe werden täglich in verschlüsselter Form ausgetauscht, ebenso die Entnahmen aus dem Konsignationslager sowie der aktuelle Siemens-Artikelbestand. Der Erfolg von SCM bei Siemens: Bei Cordless Products hat sich innerhalb von drei Jahren die durchschnittliche Lieferzeit von 30 auf fünf Tage verringert. Außerdem konnten die Lagerkosten um 23 Prozent reduziert werden.

Bis 2001 wurde noch ohne SAP gearbeitet. Das alte ERP-System erlaubte keine ausreichende Rückverfolgbarkeit. Lagerbestand und exakter Lagerort konnten nur aufwändig und wenig zeitnah ermittelt werden, Kommissionierlisten bargen Fehlerpotenzial. Seit der Einführung von SAP und einer klugen Identifikationsstrategie der Firma Etiscan in 2002/2003 wurde inzwischen die lückenlose Rückverfolgbarkeit einzelner Verpackungs- und Display-Chargen in allen Produktions-, Verar- beitungs- und Vertriebsstufen sichergestellt, vom Wareneingang Rohstoffe bis zur Anlieferung beim Kunden. Das Konzept des Handling-Unit-Managements, also das Erfassen jedes einzelnen Collis nach der Produktion durch Rückmeldung an das System via Barcode, erforderte die Einführung der mobilen Datenerfassung, eine Lösung die sich in vielerlei Hinsicht als sehr effektiv
erwiesen hat.

Tracking & Tracing,
Barcodes vereinfachen das Handling
Die Packstück-Identifikation erfolgt über eine eindeutige 20-stellige Nummer der Versandeinheit (NVE). Diese Informationen finden sich körperlich auf der SAP-Stapelkarte, die jeder Palette ihre eindeutige NVE zuweist, die im Fall einer Beanstandung eine lückenlose Rückverfolgung der kompletten Charge ermöglicht, aber auch als elektronische Lieferavis an Kunden weitergegeben werden kann. Der auf jeder Palette angebrachte Barcode bietet zudem eine Fülle weiterer logistischer Vorteile. Er liefert die erforderlichen Infos während der Einlagerung, der Kommissionierung, in der Qualitätssicherung, an der Palettensicherungsanlage und im Versand und stellt die elektronische Informationsbasis für das parallel über die Etikettensoftware generierte Kundenetikett dar. Die so erreichte hohe Datentransparenz und die simultane Betrachtung der
unternehmensübergreifenden und der unternehmensinternen Versorgungsprozesse zeigt bei STI bereits ihre Wirkung und geht mit einem höhereren Servicegrad und einer Verkürzung der Durchlaufzeiten einher. Die Barcodelösung ermöglicht die Bereitstellung der Fertigware in mehreren Lagern ohne zusätzlichen Handlingaufwand – bis hin zum Einzelversand personalisierter
Verpackungen in den Markt oder an den Endverbraucher.

Kompetenzpartner Etiscan
STI holte sich zur Entwicklung und Umsetzung dieses Konzeptes, sprich der Automatisierung der gesamten Auftragskette von der Bedarfsübermittlung bis zur elektronischen Rechnung  Unterstützung bei den Spezialisten von Etiscan. Dort fand man die Komplettlösung aus einer Hand, angefangen bei der Funkmessung über die Aufnahme des Pflichtenhefts bis zur Installation des WLANs und der Lieferung und Konfiguration aller Hardware sowie der Programmierung der kompletten Software.

Eingesetzt wird die eigenentwickelte SAP R/3 Schnittstelle „Etiscan SAPConnect.net“. Etiscan integrierte dazu alle Prozesse durch Kopplung externer Datenbanken, SAP und Barcodescanner und zwar ohne Änderungen am SAP-Standard. Der Workflow wird stattdessen durch Etiscan definiert, erforderliche Infos dort herausgezogen und mit den SAP-Daten verheiratet, eine sehr smarte Lösung. Und last but not least gehörten zum Paket auch die Betreuung bei der  Innbetriebnahme, Schulung, Einweisung und Support während der gesamten Laufzeit. Für Etiscan sprachen der bekanntermaßen sehr kundenorientierte Service und Support, kurze Entscheidungswege, kurze Lieferzeit, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und hohe  SAP-Kompetenz.

„Etiscan bietet uns ein kundenorientiertes projektbezogenes Konzept und eine schlanke Projektierung, Hier konnte eine Scannerlösung rausgepickt werden und keine Wasserkopflösung,“ so Uwe Schmidt. „Es gibt keine langen Anfahrten oder komplizierten Wege bei der Behebung von Fehlern. Am Telefon haben wir sofort den passenden Partner in der Leitung, der sich über Fernwartung aufschaltet, das Problem sofort ansieht und in der Regel innerhalb einer Stunde löst. Dieser Support läuft bereits über Jahre hinweg hervorragend.“

Die schlanke, aber effiziente Lösung durchdringt alle Bereiche. Etiscan-Produkte werden durchgängig eingesetzt, z.B. bei der Einlagerung der Paletten im HR, der Fertigmeldung Gedrucktes und Gestanztes, wo Halbfertig- und Fertigware palettenweise in den Lagerbestand eingebucht werden, bei der Steuerung der Palettensicherungsanlage in Neutraubling, beim Ausdruck kundenspezifischer Etikettenlayouts in Alsfeld usw... Außerdem bei der Kommissionierung zusammengehörender Displayunterteile, Etagenböden und Plakate im Blocklager bzw. an der Rampe und der anschließenden Verladung/Umlagerung im Logistikcenter oder in diversen Kundenlagern.

Die beleglose Lagerbestandsverwaltung und Kommissionierung führte zu einer wesentlich höheren Effizienz. Erreicht wurde eine hohe Datentransparenz. Da jede Palette bei jeder Bewegung mit dem Scanner verfolgt wird, sind Lagerbestand und kompletter Fertigwaren-bestand allzeit aktuell und unter Kontrolle. Dies führt zu einer besseren Bestandsinventur, Rückverfolgbarkeit von Chargen und einer verbesserter Lieferfähigkeit. Höhere interne Zufriedenheit und Kundenzufriedenheit sind die Folge.

Fehlverladungen können durch Scannereinsatz größtenteils ausgeschlossen werden. Insbesondere bei der bisher besonders fehleranfälligen Verladung von Displaysystemen, da diese aus mehreren Komponenten bestehen, die vorher großen Prüfaufwand verursachten. Die Umstellung hat die laufende Arbeit nicht beeinträchtigt, es waren dazu jedoch Vorleistungen erforderlich. Der vorhandene Lagerbestand musste in SAP angelegt werden und für jede Palette manuell eine NVE angebracht werden. Der gesamte Implementierungsprozess wurde von Etiscan vorbildlich begleitet.

Außerdem legten die Wöllstädter größten Wert darauf, den gesamten Prozess für die Anwender verständlich zu gestalten, z.B. die Dialoge so einfach und ergonomisch zu gestalten, dass bei den Mitarbeitern im Lagerbereich, die bisher nicht mit mobiler Datenerfassung sondern nur mit Papier gearbeitet hatten, eine hohe Akzeptanz und Sicherheit in der Bedienung erreicht wurde.

Highlight:Symbol-Scanner
Dazu trägt primär der MC9090K, ein mobiler Scanner aus der breiten Modellpalette der Firma Symbol/Motorola bei, der sich durch besondere Robustheit und Zuverlässigkeit auszeichnet. Das große, sehr gut ablesbare Display und die Tastatur mit großen Tasten und gutem Druckpunkt sichern zuverlässige Eingaben. Dank der langen Betriebsdauer der Akkus von mindestens 8 Stunden kann der Scanner eine gesamte Schicht lang nonstop im Einsatz bleiben. Die besondere Ergonomie erlaubt längeres ermüdungsfreies Arbeiten. Besonders erfreulich: Eine aktive Halterung für den Staplereinsatz erlaubt es, das mobile Gerät auch auf dem Stapler einzusetzen und erspart damit die Zusatzinvestition eines Staplerterminals.

Eine laut Uwe Schmidt „große Errungenschaft“ ist z.B. das Tool „Pocket Controller“, ein quasi virtueller Handscanner. Damit kann man sich am Bildschirm auf den Scanner aufschalten als würde man davor stehen und ihn bedienen. Der Pocket Controller ist damit ein hervorragendes Kontrollsystem für den Support. Denn bei User-Problemen vor Ort kann dem Bediener durch einen Key-User sofort geholfen werden, was bei verteilten Werken sehr hilfreich ist.


Wenn nun auch der Wareneingang für Papier und Karton auf eine chargengenaue Erfassung und Kennzeichnung umgestellt ist, so dass nicht nur die von STI produzierten Verpackungen und Displays, sondern auch die darin verarbeiteten Rohstoffe auf Knopfdruck identifiziert werden können, kann die Wertschöpfungskette lückenlos zurückverfolgt werden.

„Mit wenig Programmieraufwand und einer smarten Lösung auch von der Hardwareseite her (Stapler, Scanner-pistole, Terminals), konnte eine große Prozessicherheit sowie Optimierung und Ruhe in den Prozessen herbeigeführt werden. Wir haben nun unzählige Möglichkeiten, Infos in SAP online abzufragen. Etiscan bietet uns konstant einen hervorragenden Support.“ so Uwe Schmidt.

Hubertus Hofmann, Geschäftsführer der Etiscan GmbH: "Innerhalb kürzester Zeit, nämlich drei Monaten, haben wir parallel zum laufenden Betrieb für STI ein ganzheitliches lauffähiges Scanning- system mit 12 Scannerterminals in Lauterbach und sechs in Alsfeld, Neutraubling und in Grebenhain entwickelt, das bis heute durch viele Ausbaustufen seine Leistungsfähigkeit zeigt und auch mit der weiteren Expansion von STI Schritt halten wird. Das hilft auch uns. Denn die Leistungsfähigkeit unseres Produkts wächst mit jedem Projekt. Zahlreiche Verbesserungen, z.B. farbige Dialoge und kürzere Antwortzeiten sind so schon entstanden. Und letztendlich dürfen wir uns auch bei unserem Kunden bedanken. Wir hatten mit Herrn Schmidt einen kompetenten zentralen Ansprechpartner für interne IT und alle involvierten Fachabteilungen und Prozesse. Das macht es für uns als Anbieter leicht, Projekte erfolgreich zu gestalten.”

Keywords: Barcodescanner, Intralogistik, Mobile Datenerfassung, Softwareentwickler

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