Rückverfolgung über Barcode bei Garmo AG

Rückverfolgung über  Barcode bei Garmo AG von Etiscan Identifikationssysteme GmbH

Von: Etiscan Identifikationssysteme GmbH  16.06.2011
Keywords: Barcode, Barcodescanner, Intralogistik

Rückverfolgung muss nicht immer teuer sein. Eine einfache, effektive und erschwingliche Lösung zeigt die Anwendung bei Garmo AG.

Seit Anfang der siebziger Jahre produziert die Garmo AG aus Stuttgart Weichkäse aus Schafs-, Ziegen- oder Kuhmilch. Zu den Premiummarken zählen beispielsweise: Gazi, Sirtakis und Sardo Bianco. Die EU Verordnung 178/2002 zur Lebensmittelsicherheit, auch bekannt als General Food Law, und die Handelsnorm International Food Standard (IFS) stellen Lebensmittelhersteller vor neue Herausforderungen. Die Verordnung sieht vor, dass Lebensmittelhersteller die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen über die Produktion bis zum Groß- und Einzelhandel sicherstellt. Transparenz und Qualitätssicherheit sind die Schlagwörter unserer Zeit. Technisch kann die Rückverfolgung unterschiedlich umgesetzt werden. In der Praxis beeinflussen Umfang und Technik die Kosten. Eine einfache und effektive Batch-Lösung zeigt die Anwendung bei Garmo. Bei der Realisierung der Rückverfolgbarkeit wollten wir eine integrierte und wirtschaftliche Lösung, die unsere Anforderungen erfüllt.“, berichtet Thomas Merk, Kaufmännischer Leiter der Garmo AG.

Am Anfang ist die Milch
Für Garmo bedeutet die Verordnung: Zum einen muss sie wissen, wie und wo die eingesetzte Milch gewonnen wurde. Zum anderen wo und in welchem Umfang sich der Weichkäse befindet. Individuelle Anforderungen können heute technisch unterschiedlich gelöst werden. „Nach Prüfung verschiedener Varianten zur Chargenrückverfolgung haben wir uns gegen eine Lösung per Funk entschieden. Die Funklösung mit Verkabelung der Übertragungsstellen ist aufwendig und sehr kostenintensiv. Da die Datenübertragung bei Garmo nicht just in time erfolgen muss, haben wir uns für eine sequentielle Vorgehensweise entschieden.“, so Thomas Merk.

Welche Sorte darf es sein?
Um den Weichkäse zu identifizieren und durch die ganze Wertschöpfungskette zu verfolgen, benötigt man ein zuverlässiges System: Wichtige Komponenten des Systems sind Scanner. Die Wahl bei Garmo fiel auf den mobilen Computer von Datalogic Formula Color. Er hat ein großes Farbdisplay und verfügt über den patentierten „green spot“, der die Leseinformation direkt auf dem Code wiedergibt. Der Computer ist handlich und mit großen Tasten ideal zu bedienen. Das acht Zeilen Display stellt alle Positionen übersichtlich dar und erleichtert den Prozess.

Die Kommunikation zwischen allen Scannern mit Microsoft Navision erfolgt über eine Docking Station. Hier werden die Auftragsdaten als ASCII-Datei vom Server geladen. Den Download der Daten startet der Lagerarbeiter indem er die Auftragsnummer aus dem Kommissionsbeleg eintippt. Zusätzlich führt ihn dieser wegeoptimiert zu der entsprechenden Ware.

Basis der Informationskette ist die Warenkennzeichnung mittels EAN 128-Etiketten. Paletten-, Beleg-, Zeilen- und Artikelnummer sind darin verschlüsselt. Bevor die Waren kommissioniert werden, kennzeichnet der Lagerarbeiter die Palette mit dem zugehörigen Palettenschein für den entsprechenden Auftrag. Angekommen am jeweiligen Lagerplatz entnimmt und scannt er die Ware. Drei Scanns genügen und das System kann jederzeit die Ware genau rückverfolgen: EAN-Code, Chargennummer und Nummer der Versandeinheit (NVE). Sekundenschnell vergleicht das System die gescannten Daten mit den im Formula Color hinterlegten Informationen. Stimmen diese überein, wird der Lagerarbeiter aufgefordert die Menge einzugeben. Bestätigt der Lagerarbeiter abschließend den Vorgang, wird die Kommission im Scanner für die spätere Übertragung gespeichert. Oftmals genügt eine Charge nicht und weitere Chargen müssen angebrochen werden. In diesem Fall scannt er die nächste Chargennummer und NVE des neues Behälters oder der Umverpackung und kommissioniert bis die Gesamtmenge erreicht ist. Werden falsche Artikel oder Mengen kommissioniert meldet das System „Fehler“ und der Lagerarbeiter kann den Vorgang überprüfen, beziehungsweise berichtigen.

Ist der Auftrag abgearbeitet bewegt der Lagerarbeiter die Kommission zum Versand und stellt den Scanner in die Docking-Station. Dadurch wird die Übertragung aktiviert. Nach der erfolgreichen Übermittlung wird der Auftrag gelöscht und der Lagerarbeiter kann die nächste Auftragsnummer eingeben.

Weniger Löcher, mehr Käse
Um die gescannten Daten zu verarbeiten werden diese einer ASCII-Datei angefügt. Über einen Programmaufruf werden die Daten in ein Ver­arbeitungs- Verzeichnis auf dem Navision-Server verschoben. Bevor sie in eine Individualtabelle eingelesen werden erstellt das System eine Sicherheitskopie. Ein weiterer Programmaufruf überträgt die Daten aus der Tabelle in die originären Auftragsdaten. „Bei Garmo AG haben wir bewusst auf bestehende Softwaremodule gesetzt, um Individualprogrammierung zu vermeiden.“, ergänzt Hubertus Hofmann, technischer Geschäftsführer, Etiscan GmbH, Wöllstadt.

Alles Käse
In jeder einzelner Produktions- und Distributionsphase kann Garmo mit dem neuen System die durchgängige Tracebility garantieren. Informationen über die Ware, inklusive aus welcher Charge sie stammen, verbindet das System mit der Kommission. Die Haltbarkeit der Produkte ist ebenfalls in der Chargennummer verschlüsselt. Scannt der Lagerarbeiter diese wird zeitgleich das Datum mit dem Tagesdatum abgeglichen. Eventuell abgelaufene Waren werden dadurch bereits im Vorfeld aussortiert. „Qualität ist das oberste Gebot bei der Herstellung unserer Milchprodukte. Qualitätskontrollen vor und während der Herstellung sind für unseren Erfolg mit entscheidend. Mit dem neuen System setzen wir konsequent unseren Qualitätsstandard fort und garantieren den Genuss bis zum Teller“, äußert sich Thomas Merk.

Keywords: Barcode, Barcodescanner, Intralogistik, Softwareentwickler

Etiscan Identifikationssysteme GmbH kontaktieren

E-Mail

Diese Seite drucken

Weitere Beispiele aus dem Produkt-Portfolio von Etiscan Identifikationssysteme GmbH

Prozessoptimierung im  SAP R/3 mit Barcode bei STI von Etiscan Identifikationssysteme GmbH Vorschau
16.06.2011

Prozessoptimierung im SAP R/3 mit Barcode bei STI

SO WENIG ANPASSUNG WIE NÖTIG - SO WENIG AUFWAND WIE MÖGLICH


Von A wie Apfel bis Z wie Zentrallager -  Premium Marke baut auf Premium Scan-Lösung von Etiscan Identifikationssysteme GmbH Vorschau
16.06.2011

Von A wie Apfel bis Z wie Zentrallager - Premium Marke baut auf Premium Scan-Lösung

Kommissionierung und Inventur unter Zuhilfenahme mobiler Datenerfassung in CSB bei Haus Rabenhorst GmbH & Co. KG